![]()
-
Link des Monats
24 Stunden Non-Stop-Musik
SpiritRadio -
Sie suchen Kontakt mit Freunden von bewusster leben? Jetzt Ihre Kleinanzeige für die nächste Ausgabe 4/2012 (Juli/August) aufgeben!
-
LEBE, WAS DU BIST!
Das neue bewusster-leben-Seminar.
Jetzt anmelden! -
Das bewusster leben-Sommerhaft (Mai / Juni) gibt's ab 4. Juli an Ihrem Kiosk
Hier eine Auswahl unserer Themen:
-
bewusster leben als Probe-Abo zum Kennenlernen!
2 Ausgaben zum Preis von nur 7 Euro!
![]()
![]()

Hille Medien
Karlstr. 8
D-79104 Freiburg
Tel. 0761 2928-0240
Fax: 0761 2928-0348
hille@bewusster-leben.de
www.bewusster-leben.de
![]()
![]()
Ausgabe Mai / Juni (3/2012)
Jetzt an Ihrem Kiosk. Einfach mal reinschauen!Die aktuelle Ausgabe Mai / Juni bestellen Hier zum Inhaltsüberblick unser aktuellen Ausgabe 3/2012bewusster leben
als e-paper
![]()
Ein neues Bild vom Mann
An alle Frauen: Der Mann von heute ist authentisch und gefühlvoll. Wenn Sie es nicht glauben, dann müssen Sie hier weiterlesen... Von Robert Betz
Mit der Frage „Wann ist der Mann ein Mann?“ beschrieb Herbert Grönemeyer vor einigen Jahren die tiefe Verunsicherung der Männer über ihr Mann-Sein und über ihre Männlichkeit. Nachdem Frauen seit über drei Jahrzehnten auf der Suche nach einem neuen Selbstverständnis sind und aus den alten Mustern und Rollen aussteigen, haben sich die meisten Männer tiefer und tiefer in eine Sackgasse hineinbewegt, in der sie heute an Erschöpfung, Ängsten, Hilflosigkeit und häufig einem Gefühl der Sinnlosigkeit und Leere leiden. Ohne Übertreibung sind Männer heute in der Mehrzahl Wesen, die nicht gelernt haben, über ihr Innerstes zu sprechen. Sie schämen sich ihrer Verunsicherung und ihrer Misserfolge, Enttäuschungen und Schwächen, ihrer Ängste und ihrer Potenzschwierigkeiten, weil sie es als unmännlich empfinden, sich schwach und verletzlich zu zeigen. Der Mann hat sein Herz verschlossen und sein Verstand läuft jetzt immer mehr gegen eine Wand.
Leistung ist das Lebensgebot des Mannes
| Robert Betz |
In den letzten Jahrzehnten haben Frauen und Männer die Kleider vertauscht. Frauen haben die Hosen angezogen, nachdem ihre Mütter ihnen täglich demonstrierten, dass ihr Frau-Sein mit Leid, Ohnmacht, Verzicht und Frustration verbunden ist, und zugleich die Väter anklagten und selten ein gutes Haar an ihnen ließen. Weniger als drei Prozent aller Frauen geben an, dass ihre Mutter gerne eine Frau gewesen sei. Ein solches Vorbild prägt. Und genauso wenige Jungen hörten von ihrer Mutter etwas Positives über ihren Vater. So hatten die Mädchen allen Grund, nicht so zu werden wie ihre Mütter. Und ebenso war die Botschaft für den Jungen klar: „Werde nicht so wie dein Vater!“ Dieser Schwur „Ich will nicht so werden wie …“ sitzt bis heute tief in Frauen wie in Männern und hält sie in einer Verstrickung mit ihren Eltern der Kindheit gefangen, deren Ausmaß ihnen nicht bewusst ist und die sie in Zuständen der Verwirrung, Resi - gnation und Verzweiflung hält.
Männer haben weit mehr gemeinsam, als der einzelne es vermutet. Wenn sie dieses Gemeinsame entdecken, dann erkennen sie, wie sie den heutigen Zustand ihres Lebens selbst erschaffen haben. Der normale Mann geht nach dem Elternhaus in eine Phase, in der er „es“ schaffen will. Er stürzt sich in eine Arbeit und klotzt ran. Er will Erfolg haben und gutes Geld verdienen, als Angestellter oder als Selbstständiger. Denn ein „richtiger“ Mann definiert sich und seinen Wert zuerst über Erfolg und Geld und stürzt sich in das Machen und Tun. Dieser einseitige Leistungsweg wird für die meisten Männer zum Lebensweg. Leben heißt für sie, es zu etwas zu bringen. Erst eine Krise des Körpers, der Psyche oder der Beziehung zur Frau oder die Arbeitslosigkeit wirft sie aus dieser Spur. An seiner Arbeit hält der Mann fest wie die Table-Tänzerin an ihrer Stange. Nimmt man ihm die „Stange“ weg, fällt er meist tief.
Der Mann versteht sich vor allem als arbeitendes Wesen. Hat er nichts zu tun, kann er meist nichts mit sich anfangen. Die Angst, die „Stange“ zu verlieren, treibt zurzeit immer mehr Männer um und wird noch zunehmen. Und wie Männer auf Angst reagieren, das sehen wir täglich in Firmen und Beziehungen. Sie greifen verzweifelt zu Pillen und Alkohol. Oder sie lenken sich durch extremes Verhalten im Sport, im Sex oder in anderen Aktivitäten ab, werden aggressiv, besonders sich selbst gegenüber. Entsprechend sehen ihre Körper ab vierzig, spätestens fünfzig aus: der Magen übersäuert, der Rücken verspannt, die ersten Bandscheiben dahin, das Herz angegriffen, das Atmen fällt schwer, die Gelenke schmerzen, die Galle produziert Steine, nachts schläft er kaum und im Bett macht sein Penis schlapp. 16 Millionen Viagra-Nutzer in Europa sind lediglich die Spitze eines Eisberges.
Weder die Wirtschaft noch die Frauen sind schuld
Doch wir Männer können verstehen lernen, warum wir uns in diese tiefe Krise hineinmanövriert haben. Weder die Wirtschaft noch die Frauen sind daran schuld; daran ist niemand schuld, auch wenn sich die meisten Männer so fühlen, als hätten sie ihr Leben versemmelt und „es“ nicht geschafft. Doch bis der Mann an seinem unglücklichen Zustand etwas ändert, dauert es ziemlich lange. Denn er hat gelernt, dass Durch- und Aushalten zum Mann gehört wie das Rasieren am Morgen. Doch auf einmal begreifen immer mehr Männer, dass sie kein Einzelfall sind, wenn sie die Orientierung verloren haben und sich fragen, wozu dieser ganze Kampf und Krampf gut sein soll. Dabei geht es um das grundlegende Problem des Mannes, von dem alle Männer betroffen sind. Es geht um die Klärung von Fragen wie:
Wer ist der Mann?Wozu ist er auf der Welt?
Warum hat er sich selbst verloren?
Und wie kann er zu sich selbst und zu einem glücklichen Mann-Sein zurückfinden?
Für solche Fragen öffnen sich jetzt immer mehr Männer. Nachdem viele Frauen schon seit zehn oder zwanzig Jahren auf dem Weg zu einem bewussten Frau- Sein sind, macht sich der Mann erst jetzt zu sich selbst auf. Natürlich hat es immer schon ein paar Männer gegeben, die sich in Tantra-, Meditations- oder Männergruppen getroffen haben. Aber in diesen Jahren wachen die bisher ganz „normalen“ Männer auf, die sich mit anderen Männern über Fragen rund um’s Mann- Sein unterhalten. Auch sie sind jetzt an einer Weggabelung angelangt, an der es nicht mehr geradeaus weitergeht, sondern an der sie gezwungen sind, sich bewusst zu entscheiden, welche Richtung sie in Zukunft einschlagen wollen.
Der Mann begreift es jetzt allmählich
Entweder zwingt ihn sein Körper dazu oder seine Partnerin zeigt ihm, dass sich etwas ändern muss, oder der Druck am Arbeitsplatz und eine plötzliche Entlassung lassen ihn aufwachen. Der Mann begreift jetzt immer mehr, dass er für seinen bisherigen Weg über die Leistung nicht mehr belohnt wird und dass sich dieser Weg letztlich nicht lohnt. Kein Wunder, dass das so lange ging: Wurde dem Mann doch von klein auf vermittelt, dass er sich um das Machen kümmern solle, dass er viel tun müsse, um irgendwann genug zu haben. Und wenn er etwas habe, Geld, Haus und Auto besäße, dass er dann etwas sei, und die Gesellschaft ihm eine Urkunde ausstellen und damit bestätigen würde: „Du hast bestanden. Gratulation!“ Hast du was, dann bist du was! Hast du nichts, dann bist du auch nichts! Jetzt begreifen immer mehr Männer, dass diese Urkunde absolut wertlos ist.
Der Mann muss sich selbst wieder in den Mittelpunkt seiner ganzen Aufmerksamkeit stellen dürfen und sich nicht mehr länger wie einen Hamster im Laufrad behandeln. Und davon wird nicht zuletzt seine Partnerin profitieren. Im letzten Jahr bot ich zum ersten Mal ein Männerseminar an. Am Ende des Jahres werden es über 800 Männer sein, die mein Tages- oder das 7-Tage-Seminar besucht haben. Zu diesen Männern gehören Angestellte, Handwerker und Rechtsanwälte, Förster und Kreativ-Direktoren, IT-Manager und Firmenvorstände, Lehrer, Therapeuten, Pastoren und Ärzte, im Alter von 25 bis 70 Jahren. Ich bin überrascht, wie schnell sie bereit sind, nach innen zu gehen, ihre unterdrückten Gefühle fühlen zu lernen und wieder auf die Stimme ihres Herzens zu hören, anstatt weiter den eingefahrenen Gedanken ihres Verstandes zu folgen. Sie übernehmen jetzt ihre Verantwortung für ihre Schöpfungen, hören auf, ihr Glück von der Frau zu erwarten, und beginnen, sich um sich selbst zu kümmern. Die Reaktionen vieler Frauen auf ihre vom Seminar heimkehrenden Männer verblüffen mich ebenso, wie sie mich freuen. Der Tenor: „Mein Mann ist wie ausgewechselt. Herzlichen Dank für diesen neuen Mann.“
MÄNNERSEMINAREwww.robert-betz.de
BUCHTIPP
| Robert Betz 'So wird der Mann ein Mann!' Integral, € 18,99 |
![]() |


