Detox-Yoga: Mit YOGA Körper und Geist reinigen

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Schlechte Ernährung, Stress und Bewegungsmangel machen unzufrieden und belasten nicht nur die inneren Organe, sondern auch die Seele und den Geist. Das Frühjahr ist die richtige Zeit, um uns zu erneuern und wieder vitaler zu werden. Wir zeigen Ihnen Übungen aus dem Detox-Yoga, mit denen Sie sich jetzt innerlich reinigen, Verspannungen abbauen und Gefühle der Enge lösen können.

Detox-Yoga: Mit dem Atem den Körper und Geist entlasten

Mithilfe des Atems kann man seinen Organismus wirkungsvoll reinigen. „Die Yogis begriffen intuitiv, dass uns jede Atmung nicht nur körperlich entlastet, sondern, dass sie uns auch einlädt, mentale Anspannung loszulassen“, erklärt die Yogalehrerin Anna Trökes. Im Detox-Yoga geht es deshalb um die Verlängerung und Intensivierung der Ausatmung. Heute weiß man, dass dadurch das vegetative Nervensystem angesprochen wird, der Blutdruck leicht absinkt und der Herzschlag sich verlangsamt. Es gilt nicht nur beim Detox-Yoga die Regel: Je länger und intensiver wir ausatmen, desto tiefer entspannen und desto besser reinigen wir uns.
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Detox-Yoga Übung 1: Die Feueratmung

Die Feueratmung wurde im Kundalini-Yoga entwickelt, um die Atmung und damit die Wirkung der Asanas zu intensivieren. Dabei atmet man in gleicher Intensität ein und aus. Diese Übung aus dem Detox-Yoga ist gut, um „Dampf abzulassen“, wenn man zu sehr unter Druck steht. Zudem regt sie die Entgiftung und die Verdauung ordentlich an.

  1. Kommen Sie für das Detox-Yoga in einen bequemen und aufrechten Sitz. Verwurzeln Sie sich mit dem Becken in der Erde. Lauschen Sie einen Moment der Ein- und Ausatmung.
  2. Intensivieren Sie nun die Atmung, indem Sie beim Ausatmen den Nabel kurz und fest einziehen und beim Einatmen entspannen Sie die Bauchdecke. Dabei atmen Sie schnell rhythmisch durch die Nase ein und aus. Beim Atmen entsteht ein Geräusch, das an einen Blasebalg erinnert.
  3. Schwingen Sie sich immer mehr in die elastische Atembewegung ein. Stellen Sie sich vor, als ob eine Feder dabei im Bauch zusammengedrückt wird und sich wieder entspannt. Praktizieren Sie die Feueratmung mindestens 30 Sekunden.
  4. Spüren Sie danach im Sitzen noch eine kleine Weile nach. Wenn Sie regelmäßig üben, werden Ihre Bauchmuskeln schnell kräftiger.

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Übung 2 Detox-Yoga: Die Reinigende Atmung

Bei dieser Atemtechnik wird die Ausatmung bewusst betont und verlängert. Atmen Sie durch die Nase ein und aus. Die Einatmung erfolgt reflexhaft, quasi von allein.

  1. Setzen Sie sich aufrecht hin. Heben Sie beim Einatmen Ihren Brustkorb. Beim anschließenden Ausatmen ziehen Sie den Bauch kraftvoll nach hinten Richtung Rückgrat (nicht nach oben). Das Ausatmen erfolgt stoßweise und hört sich an wie ein Schnauben.
  2. Lösen Sie die Bauchspannung. Der Atem strömt automatisch ein. Üben Sie 25 schnelle Atemstöße. Der Brustkorb bewegt sich dabei möglichst wenig.
  3. Beenden Sie diese Übung mit einer tiefen Einatmung. Halten Sie einen Moment inne und atmen Sie dann entspannt aus. Nach dem Ausatmen kann eine Atemleere entstehen. Halten Sie diese so lange, bis Sie merken, dass Sie wieder einatmen wollen.
  4. Üben Sie drei bis fünf Zyklen. Beim zweiten Zyklus versuchen Sie 40 und beim dritten Zyklus 50 Atemstöße. Je öfter Sie die Übung praktizieren, desto mehr Atemstöße werden Sie machen können. Auch die Atempause wird immer länger werden. Lassen Sie den Atem in den Bauchraum fließen. Spüren Sie nach, wie gut die Organe durchblutet sind und wie sich die wohltuende Wärme im Bauch ausbreitet.

Detox-Yoga: Mit Bewegung die Verdauung in Schwung bringen

Ein starkes Verdauungsfeuer – das sogenannte Agni – sorgt für einen gesunden Körper, davon ist der Ayurveda ebenso wie die Yogalehre überzeugt. Denn es sorgt dafür, dass unser Körper die aufgenommene Nahrung gut aufspalten und die Nährstoffe optimal verwerten kann. Ist der Stoffwechsel zu träge, bilden sich im Bindegewebe Schlacken. Deshalb ist es beim Detoxen wichtig, mit Übungen wie dieser aus dem Detox-Yoga unser Verdauungsfeuer anzufachen.
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Übung 1: Um die innere Achse drehen

  1. Stellen Sie sich aufrecht auf eine rutschfeste Matte. Füße sind etwa schulterbreit leicht nach außen aufgestellt.
  2. Stellen Sie sich eine vertikale Achse vor, die vom Scheitelpunkt bis zur Mitte des Beckenbodens verläuft. Entspannen Sie Gesicht und den Mund. Lächeln Sie sich in Gedanken zu.
  3. Beginnen Sie sich nun schwungvoll um die innere Achse zu drehen. Am Ende einer Drehung atmen Sie aus, ziehen Sie dabei den Bauch ein. Atmen Sie ein, wenn Sie zur Mitte kommen. Finde Sie Ihren Atemrhythmus. Die Arme schwingen automatisch mit. Sie holen aber keinen Schwung mit den Armen. Auch der Kopf folgt der Bewegung. Fahren Sie etwa eine Minute fort, den Körper schwungvoll um die innere Achse zu drehen. Spüren Sie, wie durch die Bewegung die inneren Organe massiert werden. Vor allem Leber und Darm werden aktiviert.

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Übung 2: Kind – Katze – Hund

    1. Kommen Sie in die Kindhaltung. Dabei werden die Arme weit nach vorn ausgestreckt. Legen Sie die Hände schulterbreit auf, spreizen Sie die Finger. Mittelfinger sind parallel. Atmen Sie tief aus und ziehen sie den Nabel dabei nach innen. (Bild 1)

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  • Kommen Sie mit der Einatmung hoch in den Vierfüßlerstand. Biegen Sie Ihren Rücken durch, heben Sie den Brustkorb und schauen Sie nach vorn. Ziehen Sie die Schultern in die Breite, die Schulterblätter senken sich dabei nach hinten gen Hüften. Stellen Sie die Zehen auf. (Bild 2)
  • Schieben Sie nun mit der Ausatmung das Becken nach hinten und Richtung Decke. Strecken Sie Beine und Oberkörper, um in den herabschauenden Hund zu kommen. Ziehen Sie das Steißbein weiter nach oben. Beginnen Sie mit der Feueratmung, indem Sie intensiv schnell rhythmisch durch die Nase schnell einund ausatmen. Halten Sie die Position eine halbe Minute. (Bild 3)

 

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  • Wenn Sie ermüden, atmen Sie tief aus und gehen wieder auf die Knie in die Katzenposition. Biegen Sie den Rücken beim Einatmen durch. Schauen Sie wieder nach vorn. (Bild 2)
  • Legen Sie den Fußrücken auf, senken Sie Ihr Gesäß ausatmend auf die Waden zu den Fersen hin und kehren Sie in die anfängliche Kindhaltung zurück. (Bild 1)

 

Den ganzen Artikel lesen Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 02-2016

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