Frauenleiden selbst behandeln mit Aku-Taping

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Aku-Taping hilft! Viele Frauen leiden Monat für Monat unter Regelschmerzen oder einem Prämenstruellen Syndrom. Da kommt jetzt eine neue Methode gerade recht, mit der sie ihre Leiden selbst behandeln können.

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estimmt sind Ihnen auch schon Menschen mit diesen bunten Klebestreifen aufgefallen und Sie haben sich vielleicht gefragt, ob es sich dabei um einen neuen Modegag handelt. Schließlich gibt es die Tapes passend zum jeweiligen Outfit in allen Farben. Tatsächlich ist das Tapen eine therapeutische Methode, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich von Heilpraktikern und Physiotherapeuten praktiziert wird. Vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates kommen sie neuerdings zum Einsatz. Therapeuten legen sie auf Muskeln, Bändern oder Gelenken an, um Schwellungen schneller zum Abklingen zu bringen oder schmerzhafte Bewegungen zu verhindern.

Aku-Taping hilft bei vielen Frauenleiden

Nun hat auch die chinesische Medizin die Klebestreifen als therapeutisches Mittel entdeckt. Aku-Taping heißt die neue Methode. Wie die Vorsilbe „Aku“ schon vermuten lässt, kann sie bei allen Erkrankungen angewandt werden, bei denen normalerweise die Akupunktur zum Einsatz kommt. Ob Menstruations- oder Wechseljahresbeschwerden – speziell bei jenen körperlichen oder auch psychischen Frauenleiden, bei denen die Akupunktur erfahrungsgemäß wirksam ist, bietet auch das Aku-Taping schnelle Hilfe. „Zahlreiche gesundheitliche Probleme, die im Laufe einer Schwangerschaft auftreten können, sprechen sehr gut auf Aku-Taping an“, weiß der Allgemeinmediziner Dr. med. Hans Ulrich Hecker. Dazu gehören beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, psychosomatische Beschwerden, Kreislaufprobleme sowie Wassereinlagerungen im Gewebe, so Hecker. Selbst Schwangerschaftsstreifen und Kaiserschnittnarben sollen sich dank der Tapes zurückbilden. Daneben kann man mit den bunten Tapes auch Alltagsbeschwerden wie Rückenschmerzen, Reizblase oder Bindegewebsschwäche behandeln. Da die chinesische Medizin den Menschen als ganzheitliches Wesen betrachtet und somit Körper und Geist als Einheit in den Blick nimmt, lassen sich auch psychische Beschwerden sehr gut durch Akupunktur respektive durch Aku-Taping lindern. Dazu zählen Depressionen, Angst- und Schlafstörungen oder Burnout. Die chinesische Medizin geht davon aus, dass ein Mensch gesund und kraftvoll ist, wenn die Energieströme ungehindert und harmonisch durch den Köper fließen können. Die Lebensenergie, die jeden Menschen durchströmt, wird als Qi bezeichnet. Über die Leitbahnen, die Meridiane, versorgt das Qi fünf große Funktionskreise, zu denen jeweils ein Organ gehört. So gibt es den Leber-, den Herzmeridian, den Milz-, den Lungen- sowie den Nierenmeridian. Jeder Meridian verläuft durch mehrere Akupunkturpunkte. Häufig wird der Energiestrom jedoch blockiert oder gestaut. So können Narben, Verletzungen, Verklebungen, Entzündungen aber auch psychische Probleme den freien Fluss stören.

Aku-Tapes werden auf Meridian-Zonen angelegt

Wird der Energiestrom unterbrochen, kommt es der chinesischen Lehre zufolge zunächst zu leichten Beschwerden. Werden sie nicht behandelt, können ernsthafte Krankheiten entstehen. Diese treten aber nicht nur bei einem Qi-Stau auf, sondern auch bei einem Qi-Mangel. In solchen Fällen leiden die Betroffenen unter Erschöpfung, kalten Extremitäten oder einem allgemeinen Kältegefühl. Beim Aku-Taping werden die Klebestreifen immer auf einen festgelegten Abschnitt einer Meridian-Leitbahn angebracht. Dadurch wird ein bestimmtes größeres Gewebeareal kontinuierlich gereizt, um so den Energiestau zu lösen und das Qi wieder zum Fließen zu bringen. So kann ein Tape beispielsweise auf der Zone des Leber-Meridians angelegt werden, das vom Fußrücken am Schienbein vorbei bis runter zur Kniekehle verläuft. Bei der Behandlung des Prämenstruellen Syndroms (PMS) ist es beispielsweise wichtig, dass die Akupunkturpunkte dieses Abschnitts stimuliert werden. Wie kommt es, dass oft das Bein bei Regelbeschwerden oder PMS getapt wird? Antwort: Da die Leitbahnen durch den ganzen Körper laufen, können die zu behandelden Punkte auch weit entfernt vom Ort der eigentlichen Beschwerden liegen.

Wie legt man ein Tape an?

Aufgrund seiner Dehnbarkeit vollzieht das Tape jede Bewegung mit. Dabei wird die Oberhaut permanent gegen die Unterhaut verschoben…
Eva van Wingerden

TIPP 1:

So lindern Sie Regelbeschwerden

Werden Sie regelmäßig von heftigen Bauchkrämpfen heimgesucht, wenn Sie Ihre Menstruation haben? Hier kann Aku-Taping sehr gut helfen. Die Aku-Tapes auf der Lendenwirbelsäule und entlang der vorderen Körpermitte des Rumpfes, lindern Rücken- und Bauchbeschwerden. Indem die entsprechenden Akupunkturpunkte stimuliert werden, regulieren sie den Energiefl uss in diesen Bereichen.

So legen Sie das Lendenwirbelsäulen-Tape an:
Das LWS-Tape unterstützt Sie bei Schmerzen in dem Rückenbereich, aber auch bei Regel-, Blasen- und Wechseljahresbeschwerden, weil gezielt entsprechende Akupunkturpunkte der Niere mitüberklebt werden.

So geht’s:

Aku-Taping

1) Vordehnung: Setzen Sie sich auf einen Hocker oder seitwärts auf einen Stuhl und beugen Sie den ganzen Rücken nach vorne.

Aku-Taping

2) Anlegen des Tapes: Der erste Tape-Streifen wird rechts von der Lendenwirbelsäule bis hinauf zur Brustwirbelsäule geklebt. Der zweite Tapestreifen wird links von der Lendenwirbelsäule ebenfalls bis hinauf zur Brustwirbelsäule geklebt. Der dritte Tape-Streifen wird im oberen Lendenwirbelbereich quer zu den beiden ersten Tape-Streifen geklebt. Bitte beachten: Wichtig ist bei diesem Tape, dass Sie wirklich zwei Tape-Streifenparallel kleben, sich also nicht mit lediglich einem, etwa geteilten Tape- Streifen begnügen, wie dies bei anderen Tapes durchaus möglich ist. Die Wirksamkeit des Lendenwirbelsäulen-Tapes erhöht sich deutlich, wenn das Tape bis in den Bereich der unteren Brustwirbelsäule geklebt wird.

Aku-Taping

3) Das dritte Tape wird auf die Mittellinie des Körpers aufgebracht, und zwar vom Schlüsselbein bis zur Schamgrenze, wobei der Bauchnabel ausgespart wird. Bei Bauchbeschwerden wird das Tape nur unterhalb des Bauchnabels bis zur Schamgrenze angelegt. Es energetisiert die Hauptmeridiane Milz- und Leber.

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