So „öko“ kann das Leben sein

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Vor einigen Jahren noch galt das Label „öko“ fast schon als Schimpfwort oder zumindest als Stigma für diejenigen, die sich als Allererste dafür entschieden haben, ein „Öko-Leben“ zu führen. Heute ist „öko“ längst kein Merkmal mehr für einen Nerd mit Stofftasche, sondern eine Lebenseinstellung. Wie „öko“ das Leben mittlerweile sein kann, zeigt dieser Beitrag.

Öko-Versorgung: Bei Strom und Gas gilt es genau hinzusehen

Ökostrom verspricht auf umweltverträgliche Art und Weise Strom zu produzieren, sprich: Ökostrom stammt aus

  • Wasserkraftwerken,
  • Windkraftanlagen,
  • Solaranlagen,
  • Geothermiekraftwerken oder Biomasseanlagen.

Soweit die Idee. Wer nun aber glaubt, dass der Strom, der beim Ökostrom-Tarifen bei Verbrauchern aus der Steckdose kommt ein anderer ist, als bei anderen Tarifen, der irrt sich. Wer auf http://www.strompreisvergleich.net/oekostrom-preisvergleich/ explizit nach einem Ökostrom-Anbieter fahndet und einen Vertrag abschließt, bezieht keinen reinen Strom aus erneuerbaren Energien. Aber er sorgt dafür, dass der Anteil von Ökostrom im gesamten Stromnetz steigt. Der in Kraftwerken produzierte Strom wird zugunsten von Ökostrom entsprechend weniger ins System eingespeist.

Ähnlich verhält es sich bei Ökogas-Anbietern. Garantiert ein Ökogas-Anbieter eine CO2-neutrale Lieferung, dann ist nur die Lieferung im Sinne des Umweltschutzes. Das bezogene Gas wurde auf herkömmliche Art und Weise und nicht etwa ökologisch hergestellt. Der Mehrpreis für den Ökotarif wird bei dieser Variante in Projekte investiert, die dem Umweltschutz zugutekommen. Übrgens: Wer statt Ökogas Biogas anbietet, der muss dafür garantieren, dass das gelieferte Gas mindestens zu fünf Prozent aus einer Biogasanlage stammt. Auch 100-Prozent-Biogas-Tarife werden mittlerweile angeboten.

Öko-Kleidung: Material und Herstellung sind umweltverträglich

Neben der Versorgung mit Strom und Gas kann auch bei der Kleidungswahl auf ökologische und umweltverträgliche Produkte geachtet werden. Dabei wird auf diese Faktoren besonders viel Wert gelegt (vgl. http://www.fair-trade-kleidung.com/oeko-kleidung):

  • Verwendet werden vor allem natürliche Stoffe wie Leinen, Banane, Jute, Hanf oder Baumwolle. Hinzu kommen Mohair, Alpaka- und Schurwolle.
  • Die Herstellung erfolgt nach streng umweltverträglichen Richtlinien und das bedeutet, dass weder Kinderarbeit noch Zwangsarbeit geleistet werden muss, um die Kleidung herzustellen.

Dass „öko“ nicht grau oder 0-8-15 aussehen muss, bestätigen die Fans der Öko-Kleidung, die zu einer immer größer werdenden Gruppe heranwachsen. Von der besonders guten Qualität der Kleidung profitieren vor allem auch Allergiker.

Öko-Möbel punkten mit Langlebigkeit, Design und Qualität

Wie präsent der Öko-Gedanke bereits in den Köpfen verankert ist, zeigt der Öko-Label-Test. Wer den Blauen Engel, das FSC-Siegel, Öko-Control, das GS-Siegel und das Goldene M aus den eigenen vier Wänden kennt, hat damit auf Qualität, Design und Nachhaltigkeit gleichermaßen gesetzt. Was hinter diesen Siegeln im Einzelnen steckt, verrät ein Blick in die folgende Tabelle auf Basis der Daten aus https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeitsstandards_fuer_moebel_1924.htm:

Blauer Engel

Gekennzeichnet werden mit diesem Siegel ökologische Eigenschaften von Dienstleistungen und Produkten (außer Lebensmitteln).

FSC-Siegel

Das FSC-Siegel darf nur von zertifizierten Unternehmen auf Holzprodukten angebracht werden. Es steht für die faire Behandlung von Mensch und Natur.

Öko-Control

Circa 50 ökologisch engagierte Möbelhäuser haben sich zu diesem Verbund zusammengeschlossen, um schadstoffgeprüfte Massivholzmöbel anzubieten.

GS-Siegel

Ist ein Möbelstück mit dem TÜV-Siegel „schadstoffgeprüft“ ausgezeichnet, so wurden die strengen Prüfkriterien erfüllt.

Goldenes M

Das Goldene M steht für höchste Produktqualität und Verbrauchersicherheit gleichermaßen.

Öko-Lebensmittel: Das ist der Unterschied zwischen öko, bio und organic

Neben dem Label-Dschungel durch den sich der Verbraucher schlagen muss, gibt es auch einen einfachen Tipp: Wer Gemüse und Salat selbst anbaut und saisonal genießt, macht einiges richtig. (pixabay.com © anestiev CC0 Public Domain)

Beim Blick ins Lebensmittelregal wird es den Verbrauchern wahrlich nicht leicht gemacht, denn sie werden mit einem Etiketten-Wirrwarr konfrontiert. Die Definition von Bio-Lebensmitteln folgt einer EU-Richtlinie, die besagt, dass Bio-Produkte aus ökologischem Anbau stammen müssen. Der Einsatz der Gentechnik ist dabei ebenso untersagt wie der Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern oder Schutzmitteln. Dasselbe gilt für tierische Bio-Lebensmittel: Sie müssen nach EG-Öko-Verordnung gehalten werden, dürfen weder Wachstumshormone noch Antibiotika bekommen. Was für die Bezeichnung „biologisch“ („bio“) gilt, gilt auch für „ökologisch“ („öko“).

Wer bei der Auszeichnung „kontrolliert biologisch“ stutzt, der kann beruhigt sein: Auch dieses Label steht für eine nachweislich korrekte, biologische Produktion. Noch einen Tick strenger als die Bio-Öko-Verordnung ist das sogenannten Bio-Siegel, das nicht nur der EG-Öko-Verordnung, sondern noch strengeren Standards folgt.

Einen Einblick in die Kontrollmaßnahmen gibt dieser Bericht unter http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/bio_lebensmittel/: „Den Kontrolleuren liegt ein genauer Plan des Betriebes sowie eine Beschreibung der Tätigkeit und eine Liste der hergestellten Produkte vor. Beim Betriebsrundgang wird geschaut, ob alle Rohstoffe und verkaufsfertigen Waren als Bio gekennzeichnet sind. Es dürfen keine konventionellen Rohstoffe im Betrieb sein. Bei landwirtschaftlichen Betrieben kommt es zum Einblick ins Medikamenten- und Stallbuch.“

Darüber hinaus stehen Lieferscheine, Zertifikate, Buchhaltung und Rezepturen auf dem Prüfstand. Was bleibt ist letztlich dennoch die Verwirrung beim Verbraucher, denn diese müssen sich zunächst informieren, was sich hinter den bereits genannten Kennzeichnungen und dem „fair“-Label verbirgt.

Eine spannende Reportage zum Thema gibt es hier:

Video: Wie gut ist Billigware aus dem Discounter?

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