Yoga macht glücklich

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Yoga kann jeder, passt in jeden Alltag und stärkt Körper, Geist und Seele. Lassen Sie sich von Dorothea Siegert-Binders charmanten Pappmaschee-Figuren zu drei einfachen Übungen animieren.

Kennen Sie die Erfahrung auch? Egal, wie es Ihnen vor einer Yoga-Stunde ging, hinterher geht es Ihnen besser? Wenn ich mich völlig erschöpft auf meine Matte schlich, beobachtete ich nach einigen Yoga-Asanas die zurückkommende Vitalität und gute Laune; wenn ich meinen Kopf übervoll hatte mit Plänen, Pflichten, Terminen, ruckzuck war er wie ausgefegt; wenn ich mich klein und deprimiert fühlte, wuchs ich und spürte bald meine „Gorilla-brust“; wenn ich zappelig und nervös war, fand ich innerhalb kürzester Zeit wieder meine innere Ruhe, und wenn ich mich morgens noch steif und unbeweglich fühlte, staunte ich über meine neuen Bewegungsspielräume und spätestens am folgenden Tag über Muskeln und Knochen, von deren Existenz ich bis dahin teilweise noch nicht einmal etwas ahnte.

Sich wieder eins mit sich selbst fühlen

Wenn Sie diese Erfahrung teilen, dann gehören Sie auch zu dem immer größer werdenden Kreis der Yogafreundinnen, die bereits erfahren und spüren durften, dass Yoga zwar keine Wunder wirkt, aber doch irgendwie ein Allheilmittel ist gegen alle oben beschriebenen Beschwerden und eine Wohltat für Körper, Seele und Geist.
Ich glaube, das Geheimnis liegt darin, dass man sich durch die Yoga-Praxis wieder mit sich selbst eins fühlt. Eine meiner Yogakurs-Teilnehmerinnen beschrieb das mal so: „Ich bin mir im Yoga so nah.“ Genau darum geht es. Oder wie der berühmte Yogalehrer B.K.S. Iyengar einmal formulierte:

„Der große Segen, den Yoga mit sich bringt, ist ein Zustand der in sich selbst gründenden Zufriedenheit. Der Entspannungsprozess wird durch Asanas erreicht. Im Allgemeinen denken wir, dass der Geist seinen Sitz im Kopf hat. Bei den Asanas breitet sich unser Bewusstsein im ganzen Körper aus, durchdringt schließlich jede Zelle und stellt ein vollständiges Gewahrsein her. Auf diese Weise wird das stresserfüllte Denken angesogen, und unser Geist fokussiert sich auf den Körper, die Intelligenz und die Bewusstheit als Ganzheit. Man ist mit sich selbst eins.“  

Dass Yoga etwas für alle ist, illustrieren die humorvollen, auf unnachahmliche Weise und mit einem Augenzwinkern geschaffenen Figuren von Dorothea Siegert-Binder, die zeigen, Yoga kennt kein Alter und ist für alle da: Große, Kleine, Dicke, Dünne, Junge und Alte – dich und mich.
Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude auf den folgenden Seiten und dass Sie in Bewegung bleiben und das Schmunzeln beim Ringen um das Gleichgewicht, die Standfestigkeit und Beweglichkeit auch und gerade beim Yoga-Üben nicht vergessen.
Claudia Peters

 

Yogauebung nach unten schauender hund

Der nach unten schauende Hund
Adho Mukha Svanasana

Mit Hand und Fuß – Erde und Himmel nah
Der nach unten schauende Hund streckt die Wirbelsäule, dehnt und längt den ganzen Körper verbessert die Blutzirkulation, Koordination und das Gleichgewicht.

So geht die Übung:
1. Beginne auf allen Vieren. Die Knie sind hüftbreit und die Hände schulterbreit auseinander aufgestellt. Die Hüfte befindet sich über den Knien und die Schultern über den Handgelenken.
2. Bewege deine Hände etwas vor die Schultern. Rolle über die Zehen auf die Füße, hebe deine Hüfte an.
3. Strecke die Beine weitestgehend. Deine Arme sind ebenfalls
gestreckt und deine gespreizten Finger drücken gleichmäßig in den Boden. Deine Fersen ziehen nach unten in Richtung Boden.
Dein Nacken ist entspannt und der Rücken gerade. Mach dich lang.

yogaübung die heldin

Die Heldin
Virabhadrasana

Sich dem Leben stellen – die Heldin des Alltags
Diese Übung baut Kraft und Beweglichkeit in Beinen und Becken auf, öffnet den Brustkorb, trainiert das Gleichgewicht und stärkt das Selbstbewusstsein.

So geht die Übung:
1. Stell dich in eine gegrätschte Position quer auf die Yogamatte.
2. Nimm deine Hände an die Taille und drehe den linken Fuß so,
dass die Zehen zur schmalen Seite der Matte nach vorne zeigen
(90 Grad) und den rechten Fuß um 45 Grad nach vorne.
Die Zehen zeigen zur rechten Mattenkannte.
3. Atme nun tief durch die Nase ein und drehe die Hüfte so,
dass beide Beckenknochen nach vorne zeigen. Der rechte Oberschenkel
dreht dabei nach innen. Nimm die Arme nach oben, mit den Handflächen
zueinander. Spanne den Bauch an und halte die Beine fest.
4. Beim Ausatmen beuge das vordere Bein so weit, dass das Knie über
dem Fußgelenk ist. Drehe das Knie etwas nach links außen, so dass die
ersten beiden Zehen zu sehen sind. Der Bauch ist fest und der Bauchnabel zieht zur Wirbelsäule. Das Steißbein zieht nach vorne und unten.
Die Schulterblätter fließen zusammen, damit die Brust sich öffnet.
Beide Füße sind fest am Boden. Wichtig ist vor allem das hintere Bein,
das ganz gestreckt ist und die Fußaußenkante aktiv in den Boden drückt.
5. Versuche diese Übung für 3-5 Atemzüge zu halten.
6. Beende die Asana indem du einatmest und gleichzeitig das
vordere Bein streckst und die Arme wieder nach unten nimmst.
7. Drehe dich zurück zur Ausgangsposition und mache dann
die Yoga-Übung für die rechte Seite.

yogauebung das dreieck

DAS DREiECK
Trikonasana

Aller guten Dinge sind drei – wie Sie zum Dreieck werden
Die Übung dehnt die Wirbelsäule und Wirbelnerven, erhöht die Beweglichkeit in den Hüften, dehnt die Rückseite der Beine und zentriert das Körperbewusstsein. streckt die Wirbelsäule, dehnt und längt den ganzen Körper und verbessert die Blutzirkulation, Koordination und das Gleichgewicht.

So geht die Übung:
1. Stell dich an das Ende deiner Yogamatte.
2. Mache mit dem rechten Fuß einen großen Schritt nach hinten, so dass du in
einer Grätsche stehst. Die Füße sind etwa eine Beinlänge voneinander entfernt.
Drehe den rechten Fuß um 90 Grad auf, die Fersen bleiben in einer Linie.
3. Lehne dich nach links und führe die linke Hand nach außen neben dem
linken Fußgelenk zum Boden.
4. Strecke nun den rechten Arm senkrecht nach oben.
5. Die linke und rechte Schulter bilden eine Linie. Achte darauf, dass dein
Rücken lang bleibt und dass du den Oberkörper gleichmäßig in beide Richtungen
in die Länge ziehst. Der Bauch ist angespannt und die Beine gerade.
Wiederhole die Übung auf der anderen Seite.

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