Work-Life-Balance

Für das Morgenmagazin steht die TV-Moderatorin Annika Zimmermann um 2.00 Uhr auf und schafft es dennoch, mit Gelassenheit ihren Tag zu meistern. Vollzeitjob und trotzdem fit? Geht das überhaupt? In ihrem Buch „Fit und fröhlich“ verrät sie ihre Geheimrezepte für eine gelingende Work-Life-Balance. Wir wollen wissen, welche das sind.

Frau Zimmermann, wie schaffen Sie es eigentlich, trotz eines wahrscheinlich übervollen Terminkalenders, motiviert und gutgelaunt den Tag zu meistern?
Vor allem schaue ich nicht auf den vollen Terminkalender, das miese Wetter, die schlecht gelaunten Arbeitskollegen oder die vielen anstehenden Aufgaben. Ich schaue auf mich! Niemand kennt meine Bedürfnisse, Wünsche und Träume besser als ich selbst. Das bedeutet, dass ich in mich hineinhöre und mich frage: „Was möchte ich?“, „Wer möchte ich sein?“, „Was ist mir wichtig?“ Je mehr wir imstande sind, das zu tun, was uns erfüllt und uns nicht an Vorschriften und Meinungen anderer orientieren, desto leichter lebt es sich. Das ist entscheidend für die Zufriedenheit im Leben.

Geben Sie uns einen Tipp für die ideale Work-Life-Balance?
Um glücklich, zufrieden und entspannt zu sein, müssen wir uns um ein ausgewogenes Verhältnis von Privat- und Berufsleben bemühen. Schließlich arbeiten wir ja, um zu leben und nicht umgekehrt. Ausgeglichen leben – das sagt sich so einfach. Im Grunde ist es aber auch gar nicht so kompliziert. Der erste Schritt beginnt nämlich in unserem Kopf. Wir müssen versuchen, den Schalter umzulegen. „Finde dich, mit Haut und Haaren!“ Lebe danach und lache darüber, wenn die Work-Life-Balance mal nicht so ausbalanciert ist. Setz dir realistische Ziele mit klaren Prioritäten, damit du genug Zeit hast, um ein ausgeglichenes Leben zu führen. Und setze dich zeitlich nicht ständig unter Druck.

Doch wie bekomme ich eine ausgewogene Work-Life-Balance?
Meiner Erfahrung nach geht das am besten mit Sport. Die Natur tut uns Menschen gut. Nicht nur unserem Körper, sondern auch unserem Geist. Statt am Abend in die Bahn oder in den Bus zu steigen, könnten wir doch einfach die paar Stationen zu Fuß gehen. Oder wir drehen noch eine Runde im Grünen, anstatt sich vor den Fernseher zu setzen. Körperlicher Ausgleich ist wichtig für uns. Wem es allerdings schwer fällt, selbst beim Joggen im Park abzuschalten, der sollte sich eine Sportart suchen, die ihm ein gewisses Maß an Konzentration abverlangt. So könne dann auch schnell belastende Gedanken an die Arbeit vertrieben werden.

Was macht Ihr Konzept so besonders?
Es geht dabei nicht um mich oder ein Leitbild. Ich stülpe niemandem eine Art „Annika-Konzept“ über, sondern liefere mit meinem Buch nur das Werkzeug für eine gesunde Work-Life-Balance. Ich sage: „Du bist einzigartig, und deshalb soll auch dein gesunder Lebensstil individuell sein.“ Ich zeige nur, wie das gehen kann und lebe es täglich auch selbst vor. Das macht mein Buch ehrlich und praktikabel. Neben Authentizität ist mir wichtig, dass mein Buch auch jedem Leser etwas bringt und zwar langfristig …

Lesen Sie das ganze Interview in unserer Ausgabe bewusster leben 3/2018

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