4 Tipps zur Allergieprävention bei Kindern

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Immer mehr Menschen leiden unter verschiedenen Allergiesymptomen und die Zahl der Erkrankten scheint jährlich zu steigen. Gerade bei Kindern ist dies ein schwerwiegendes Problem. Ob allergische Asthmaerkrankungen oder Lebensmittelallergien: Eine Allergie spielt enorm in die Lebensqualität ein. Doch wie kann ich das eigene Kind schützen und gibt es Allergiepräventionen, die Eltern ergreifen können, um die Gesundheit des Kindes zu gewährleisten? Die folgenden 4 Tipps geben wertvolle Hinweise für die Praxis.

Die Schwangerschaftszeit

Beginnen Sie bereits während der Schwangerschaft mit einer ausreichenden Allergieprävention. Hier können Sie bestimmte Lebensmittel in Ihrem Speiseplan aufnehmen, um Allergien vorzubeugen. Besonders gut eignet sich hier fettreicher Fisch. Zudem sollten Sie stets auf eine frische und vitaminreiche Kost setzen, um das eigene Immunsystem und das des Kindes zu stärken. Daneben bilden wichtige Mineralstoffe, wie Jod, Eisen und Folsäure die Basis für die Gesundheit des Ungeborenen. Giftstoffe, wie Zigaretten oder Alkohol, sind ein absolutes Tabu während der Schwangerschaft und der Stillzeit. Diese sind enorm schädlich für die Gesundheit Ihres Kindes und können Allergiesymptome, wie zum Beispiel allergisches Asthma, begünstigen.

 Die Ernährung im Säuglingsalter

Muttermilch ist die wirksamste und vor allem gesündeste Ernährungsform für einen Säugling. Diese passt sich den individuellen Bedürfnissen des Kindes an. Dabei gelangt immer eine bestimmte Anzahl von Allergenen in die Muttermilch, jedoch ist dieser Vorgang wichtig, um das Immunsystem des Kindes stärken zu können. Zudem wird die Darmflora durch bestimmte Inhaltsstoffe der muttereigenen Milch aufgebaut. Wenn Sie aus bestimmten Gründen das Kind nicht selber stillen können, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt, um eine gesunde und vor allem stärkende Alternative für den Säugling ausfindig zu machen.

 Der Umgang mit Tieren

Der frühe Umgang von Säuglingen mit Haustieren muss keine Gefahr für das Aufkommen von verschiedenen Allergien darstellen. Achten Sie hier jedoch besonders auf die Hygiene! Das regelmäßige Säubern von Näpfen, Toiletten und Decken ist gerade bei Tieren mit Fell enorm wichtig. Zudem sollten Sie bei der Nahrungszubereitung Ihres Kindes mit stets gewaschenen Händen arbeiten, um keine Allergene in die Nahrung zu tragen. Wenn ein Elternteil bereits gegen Tierhaare allergisch ist, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Gerade Katzen können eine potentielle Allergiegefahr darstellen.

 Frische Luft ist Pflicht

Achten Sie stets auf die Luftqualität im Kinderzimmer. Dabei stellt regelmäßiges Lüften die oberste Priorität dar. Daneben sollten Sie auch Kinderdecken und das Kinderbett jeden Tag auslüften lassen, damit die Anzahl von Hausstaubmilben in einer ungefährlichen Menge bleibt. Daneben muss die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer regelmäßig ausgemerzt werden, um potentieller Schimmelbildung entgegenzuwirken.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen und in Ihrem Alltag umsetzen, können Sie das Risiko einer Allergieerkankung Ihres Kindes erheblich minimieren. 

Informationen zur Autorin:
Dr. Imke Reese ist promovierte Ernährungswissenschaftlerin mit einer eigenen Praxis für Ernährungsberatung und -therapie mit dem Schwerpunkt Allergologie in München seit 2000. Vorher hat sie an der Charité Hautklinik, Berlin, im Bereich Allergologie gearbeitet. Frau Dr. Reese ist Mit-Herausgeberin der Standardwerke „Diätetik in der Allergologie“ und „Ernährungstherapie in der Allergologie“ und hat als Mitglied der Arbeitsgruppe Nahrungsmittelallergie der DGAKI viele allergologische Leitlinien mitverfasst. Auch bei der Erstellung der Leitlinie Allergieprävention war sie von Beginn an federführend tätig. Sie wirkt mit im wissenschaftlichen Beirat der DGAKI und des DAAB.

 

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