Achtsames Fühlen
als Weg zur Intuition

Jeder Mensch hat eine individuelle Energie, angeborene Aspekte seiner Persönlichkeit, Eigenschaften die er oder sie mitbringt, eine Essenz die ihm innewohnt und darauf wartet erkundet zu werden. Es geht darum Zugang zu dem, was in dir ist zu finden, sich daran zu orientieren, es zu entwickeln und auszuleben.

Unser Umfeld, die Familie, die Kultur und Zeit in die wir hineingeboren werden beeinflussen uns, wir haben Prägungen in jedem Lebensbereich. Die Frage ist, was von dem das von außen entstanden ist dir bei deinem echten Selbst, bei dem was dich erfüllt, beim Finden deiner Seelenintentionen im Weg steht. Da wo dir etwas am Herzen liegt, wenn du dich zu etwas hingezogen fühlst, lohnt sich emotionale Arbeit.
Wie interpretierst du deine Gefühle, was bedeuten sie? Du kannst reinspüren: „Worum handelt es sich? Was will es mir sagen?“
• „Kommt es vom Kern meines Wesens, ist es etwas dem ich folge, an dem ich mich orientiere? Wenn ja, worauf bezieht sich das Gefühl? Auf das was ich erlebe, wie ich daran herangehe, oder zeigt es etwas an das fehlt, das ich noch nicht kenne?“
• „Macht es mich auf etwas von außen Geprägtes und Beeinflusstes aufmerksam?“ Wenn das der Fall ist, hinterfrage ob es dir förderlich ist und du es beibehalten willst, oder ob du dich damit auseinandersetzt um es zu ändern.
• „Wie habe ich in letzter Zeit gedacht, worauf habe ich mich konzentriert, kann es sein, dass ich selbst zu dem Gefühl beigetragen habe?“

Was machst du mit deinen Gefühlen?


Wie gehst du damit um wenn du dich wütend, verletzt, oder überfordert fühlst? Drückst du es aus, fühlst du dich schlecht solange es dauert, schleppst du es halb verdrängt mit dir herum? Wann hörst du auf, was sind deine Gründe dich nicht zu spüren? Wenn dich etwas belastet kannst du das nützen um tiefer zu gehen, indem du aktiv etwas damit tust: Achte darauf wann negative Gefühle auftreten, überlege: „Warum fühle ich mich so? Was will ich daran nicht mehr erleben?“ Was ist das emotionale Thema? Wo spürst du es, ist es in der Hals,- Herz,- Magengegend? Wie fühlt es sich an, körperlich eng, drückend, ziehend, pulsierend? Ist die Stimmung hilflos, angespannt, erschüttert, abgestoßen, oder leer? Beschreibe welche Assoziationen vor deinem inneren Auge entstehen, wenn du dich auf das Gefühl konzentrierst. Ist es, als würde etwas Dunkles über dir hängen, dass deine Schultern beschwert und dich niederdrückt? Wenn du die Empfindungen aus deinem Körper löst stellt sich ein befreiter, friedlicher Zustand von „sich selbst nahe sein“ ein.

Beobachte dein Innenleben

Vielleicht sind einzelne Themen hartnäckig und kommen immer wieder, oder betreffen dich mehr als andere. Wenn du die Übung regelmäßig, über einen längeren Zeitraum zum selben Thema anwendest, wird dir auffallen, dass das was du fühlst beginnt nachzulassen, langsam weniger wird, bis nichts mehr davon übrig ist. Vom Aufbrechen von etwas das intensiv und verheerend ist, über das Ankommen in dem was dich schmerzt, bis das was du spürst leicht und beweglich wird. So wie unsere Muskeln sich Bewegungsabläufe merken können, die irgendwann automatisch ablaufen, haben wir auch ein emotionales Gedächtnis. Hinsehen, sich dem zuwenden, es anerkennen und aufrichtig eintauchen wollen in das was an der Wurzel des Gefühls ist und hinter deiner Reaktion steckt ist heilsam. Es hilft in dir aufzuräumen und auszusortieren was dir nicht guttut. Warum nicht eine neue Art mit negativen Gefühlen umzugehen ausprobieren? Zu dem was du davor gemacht hast kannst du jederzeit zurückkehren.

Emotionale Hindernisse lösen

Du kannst laufen gehen um deine Ausdauer zu steigern, oder Yoga praktizieren um beweglicher zu werden. Indem du an neue Orte in dir gehst, dich darauf einlässt dass deine Sensibilität steigt und emotional Hinderndes löst, öffnet sich deine Intuition. So kannst du nach und nach erkunden was im Kern deines Wesens zu Beziehungen, Berufung, bzw. dem Thema das dir wichtig ist und dich bewegt, angelegt ist.
Dein Verstand und logisches Denken sind notwendig und nützlich um zu funktionieren, aber keine guten Wegweiser beim Entdecken wozu du hier bist, dein Herz und deine Intuition führen zu dem was für dich ist, dorthin wo du zu Hause bist. Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest ist ein praktisches Werkzeug. Welche Erfahrungen hast du mit positivem Denken gemacht? Magst du es dir Zeit zu nehmen um positive Gedanken in deinem Geist zu einem Zweck zu bündeln; oder ist es angenehmer sie über den Tag verteilt in deine inneren Gewohnheiten aufzunehmen? Du kannst prüfen: „Wie authentisch fühlen sich die Gedanken die ich wähle an?“ Dein ganzes Wesen sollte „Ja“ dazu sagen können. Wenn du Widerstand in dir spürst, frage: „Was ist daran unglaubhaft? Worauf bezieht sich meine Unsicherheit?“ Wie könntest du es umformulieren, worauf könntest du dich konzentrieren, damit das woran du zweifelst nicht vorkommt, oder- bei dem was du willst- in den Hintergrund rückt?

Negative Gefühle zu lösen wirkt erleichternd und befreiend, positive Gefühle durch gezielt gewählte Gedanken zu erzeugen regt dich zu inspirierter Handlung an, es ergänzt sich. So kannst du, anstatt deine positive Einstellung zu einer Sisyphus-Aufgabe zu machen und gegen das was dich beschwert anzukämpfen, bei Bedarf Ballast abwerfen, und frei davon gestalten was für dich gerade Priorität hat.

Liane Trautner ist Mentorin für emotionale und intuitive Selbsterfahrung. Liane Trautner auf Youtube

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