Besser schlafen: Ein Überblick zu Boxspringbetten

Guter Schlaf ist entscheidend für ein gesundes und glückliches Leben. Viele Menschen jedoch leiden unter Schlafproblemen. Entweder, sie kommen abends nicht zur Ruhe, wachen während der Nacht häufiger auf, oder leiden am Morgen unter Rückenschmerzen und Verspannungen. Das richtige Bett kann dabei zu besserer Schlafqualität beitragen. Vor allem Boxspringbetten gelten hier als besonders empfehlenswert. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich vor dem Kauf jedoch näher mit dieser Betten-Art beschäftigen.

Wo kommt das Boxspringbett her?

Dass Menschen in Betten schlafen, war selbstverständlich nicht immer so. Vor einigen Jahrhunderten mussten Stroh oder Laub als Unterlage dienen, bis sich erste Matten vor allem in adligen Kreisen zu etablieren begannen. Die genaue Geschichte des Bettes im Allgemeinen hat zeitjung.de sehr anschaulich dargestellt. Um diese nämlich soll es an dieser Stelle nicht gehen, denn im Fokus steht eine besondere Betten-Art: Das Boxspringbett.

Bett ist eine Erfindung, die den nächtlichen Schlaf verbessern sollte. (Quelle: ErikaWittlieb (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

 

Aller Vermutung nach entstand das Boxspringbett zum Ende des 19. Jahrhunderts. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Matratzen häufig direkt auf dem Boden gelagert. Das allerdings brachte sowohl hygienische Probleme als auch verminderten Komfort mit sich. Die erste Idee damals war es, ein Bett zu erschaffen, das aus zwei Matratzen besteht, wobei die untere Matratze als Unterbox mit Federkern konstruiert wurde. Wer das Boxspringbett konkret erfunden hat und welche Nation sich diese Entwicklung auf die Fahne schreiben kann, ist jedoch bis heute unbekannt. Sehr wahrscheinlich aber dürften die Amerikaner verantwortlich für diesen Bettentyp sein.

Zum ersten Mal in größerem Stile verwendet wurden Boxspringbetten dann auf dem berühmten Ozeankreuzer „RMS Titanic“, der am 15. April 1912 nach einer Kollision mit einem Eisberg im Atlantik versank. Es sollte jedoch noch einige Jahre dauern, bis Boxspringbetten ihren Weg in den konventionellen Handel finden sollten. Vor allen Dingen die Erfindung des Lattenrostes während der Fünfzigerjahre hinderte das Boxspring-Konzept daran, in Europa Fuß zu fassen. Lediglich in Skandinavien und den USA galt es weiterhin als etabliert und bevorzugt.

Schließlich war es vor allem die Hotelbranche, die Boxspringbetten für sich entdeckte und ihren Gästen größtmöglichen Komfort während der Nacht bieten sollte. Begeisterte Hotelgäste aus anderen Ländern suchen seitdem immer häufiger nach diesem Bettentyp, weswegen auch der globale Tourismus eine besondere Rolle bei der weltweiten Verbreitung des Boxspringbettes spielt. Heute sind Boxspringbetten genau wie Betten im Lattenrost in gut sortierten Märkten zu finden. Das aber bedeutet nicht, dass die Qualität überall die gleiche ist.

Der Aufbau eines klassischen Boxspringbetts

Wie den meisten Menschen längst bekannt sein dürfte, unterscheidet sich das Boxspringbett deutlich vom klassischen Bett mit Lattenrost. Bei diesem Bettentyp besteht das gesamte Möbelstück aus drei verschiedenen Einzelteilen, die jeweils aufeinander aufbauen. Diese Einzelteile sind:

  • Unterbox
  • Matratze
  • und Topper.
Nicht jedes Boxspringbett muss mit einem Topper ausgestattet werden. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

 

Ganz unten befindet sich bei einem solchen Bett die Unterbox. Hierbei handelt es sich um einen Holzrahmen mit integrierter Federung. Schon an dieser Stelle entscheidet die Machart darüber, wie viel Komfort ein Boxspringbett tatsächlich bieten kann. In guten Betten finden sich für gewöhnlich Bonellfedern. Die Box selbst verfügt über einen Stoffbezug und steht auf Füßen. Dies soll eine verbesserte Luftzirkulation während der Nacht gewährleisten. Auf der Unterbox dann liegt eine Matratze. Hierbei spielt es kaum eine Rolle, welche Matratze verwendet wird, was die individuelle Anpassbarkeit verbessert. Von Federkern-, über Latex- bis hin zu Kaltschaummatratzen ist praktisch alles möglich. Die oberste Schicht dann bildet in den meisten Fällen der sogenannte Topper, eine Matte, die für verbesserten Liegekomfort und die Schonung der Matratze sorgen soll. Auch hier können Beschaffenheit und Qualität deutlich schwanken.

Dank des dreiteiligen Aufbaus eines Boxspringbettes ist es leicht möglich, die Schlafumgebung an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Das jedoch gilt nur dann, wenn der entsprechende Anbieter keine fest zusammengehörenden Systeme anbietet. So sind bei swisssense.de Konfigurationen von Boxspringbett-Systemen möglich. Wer sich ein Boxspringbett kaufen möchte, sollte seine Entscheidung daher nicht ohne eingehende Beratung treffen.

Vor dem Kauf genau hinsehen

Der Kauf eines Bettes ist weitreichender Schritt. Immerhin verbringt der Mensch einen Großteil seines Lebens schlafend. Laut Statistik schlafen 36 Prozent der Deutschen zwischen sechs und sieben Stunden täglich, 23 Prozent zwischen fünf und sechs und 24 Prozent zwischen sieben und acht Stunden. Vorschnelle Entscheidungen zu treffen, ohne sich mit der Thematik zu befassen, kann daher das Leben nachteiliger beeinflussen, als häufig angenommen wird. So gibt es viele Menschen, die unter Schlafproblemen leiden und sich kaum zu helfen wissen. Auch ein Boxspringbett kann hier nur helfen, wenn es den individuellen körperlichen Bedürfnissen des Schläfers gerecht wird.

Der wohl wichtigste Faktor beim Kauf ist: Genau hinsehen. Manche Hersteller nämlich verkaufen Betten, die optisch genau wie ein Boxspringbett aussehen, jedoch nicht über eine gefederte Unterkonstruktion verfügen. Diese Betten mögen zwar günstiger sein, bieten jedoch nicht die Vorteile, die ein Boxspringbett eigentlich bieten soll. Der Gang zu einem fachkundigen Anbieter, der sich auf hochwertige und möglichst individualisierbare Betten spezialisiert hat, ist daher die richtige Entscheidung.

Bei der Beratung auf dem Weg zum passenden Bett sollten Verbraucher zunächst eine Liste mit Punkten erstellen, die ihnen persönlich wichtig sind. Auch bisherige Probleme wie Rückenbeschwerden sollten hier genannt werden, damit die passende Kombination aus Unterbox, Matratze und Topper möglich ist. Letztlich also ist die Qualität des gekauften Bettes stark davon abhängig, wie viel Zeit und Mühe sowohl der Berater als auch der Kunde selbst in die Zusammenstellung eines Boxspringbettes investieren. Wer diese Aufgabe ernst nimmt, wird jedoch binnen kürzester Zeit zu besserem Schlaf finden und kann das Boxspringbett über viele Jahre hinweg nutzen.

 

 

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