Bewusster mit Geld umgehen: Diese 8 Tipps helfen

Geld ist flüchtig. Man fragt sich häufig, wo es geblieben ist. Das Leben schreibt bereits Rechnungen, ohne dass man das Haus verlässt. Stromanbieter & Co lassen grüßen. Deswegen ist haushalten und rechnen für viele Menschen wichtig. Wir geben 8 Tipps für den bewussteren Umgang mit Geld.

Haushaltsbuch gibt Aufschluss über Ausgaben

Führen Sie ein Haushaltsbuch. Dieser Satz klingt zwar abgedroschen. Die Bedeutung ist jedoch unverändert hoch. Das Haushaltsbuch zeigt akribisch geführt alle Ausgaben, und entlarvt so heimlich Geldfresser. Wie z.B. den Kaffee to go auf dem Weg ins Büro, oder die Schachtel Zigaretten während der Party. Heute braucht es jedoch kein antiquiertes Büchlein in Papierform, in das jede Ausgabe am Abend umständlich eingetragen wird. Einfacher und praktischer sind Haushaltsbuch-Apps. Denn das Smartphone ist immer dabei. Die Ausgabe für den Kaffee am Bahnhof kann sofort eingetragen werden, und gerät nicht in Vergessenheit. Außerdem lassen sich die Ausgaben verschiedenen, meist auch personalisierbaren Kategorien zuordnen. Balken- oder Kreisdiagramme zeigen ganz genau und vor allem sehr eindrücklich, wofür das meiste Geld ausgegeben wird. Über die Historie lässt sich die Verhaltensveränderung nachvollziehen. Das motiviert zusätzlich zum Sparen.

Unnütze Abos kündigen

Mal Hand aufs Herz: Wie lange waren Sie schon nicht mehr im Fitnessstudio? Und wie viel zahlen Sie dafür im Monat? Geld, das auf dem Sparkonto besser aufgehoben ist. Doch wo ist eigentlich der Vertrag, und wann kann man ihn kündigen? Und an wen richtet man das Kündigungsschreiben? Ob Fitnessstudio, Netflix oder Handyvertrag: Viele Menschen überfordert der Kündigungsprozess. Und genau darauf setzen die Anbieter: Verpasst der Kunde die Frist, kann das Unternehmen wieder ein Jahr Geld abbuchen. Machen Sie sich daher die Mühe, und ordnen Sie Ihre Verträge. Notieren Sie sich die Kündigungsfristen. Im Zweifel macht es Sinn, den Vertrag zum nächstmöglichen Termin zu kündigen. Die Kündigung zurücknehmen, oder falls nötig einen neuen Vertrag abschließen, können Sie später immer noch.

Rücklagen bilden für unvorhergesehene Ausgaben

Spare in der Zeit, dann hast du in er Not: Das erzählte und schon die Oma. Doch was damals schon klappte, ist auch heute noch aktuell. Unvorhersehbare Ausgaben kommen oft geballt: Die Waschmaschine geht kaputt, das Auto muss in der Werkstatt, und dann kommt auch noch die Klassenfahrt für die Jüngste. Damit Sie nicht in Not geraten, oder den teuren Dispo anzapfen müssen, empfiehlt es sich, drei Monatsgehälter auf einem jederzeit verfügbaren Anlagekonto zu verwahren. Hierfür eignet sich z.B. ein Tagesgeldkonto. Dies bekommen Sie bei Ihrer Hausbank, oder auch zu besseren Konditionen bei einer Online-Bank.

Schulden vermeiden und bestehende zurückzahlen

Heute bereits Wunsch erfüllen und morgen erst bezahlen? Wer einen Kredit aufnimmt, kann sich zwar kurzfristig mehr leisten. Doch die Raten an die Bank wollen auch zurückgezahlt werden. Das monatliche Budget wird in der Folge eingeschränkt. Je nach Kreditsumme hat man nun 200 oder 300 Euro weniger im Monat zur Verfügung, und das für nächsten 3-4 Jahre. Hier stellt sich die Frage: Möchte ich das wirklich? Die Devise heißt also: Erst sparen, dann konsumieren. Wer nicht unbedingt einen Kredit benötigt, sollte also darauf verzichten. Doch was ist, wenn man sich bereits verschuldet hat? In diesem Fall ist es wichtig, die Schulden möglichst schnell loszuwerden. Das kann durch eine vorzeitige Rückzahlung des Kredit erfolgen, was heutzutage bei den meisten Verträgen möglich ist. Wer die Mittel für eine Rückzahlung nicht zur Verfügung hat, sollte zumindest seinen bestehenden Kredit umschulden. Damit lässt sich immerhin die monatliche Rate senken, und man hat mehr finanziellen Spielraum.

Erspartes gehört nicht unters Kopfkissen

Sind die Schulden zurückgezahlt, geht es ans Sparen. Am besten gelingt das mit einer monatlichen Sparrate, die direkt dem Girokonto entnommen wird. Aber Achtung: Das Gesparte gehört weder unters Kopfkissen noch in die Keksdose. Wer sein Geld zu Hause hortet, macht Miese. Denn aufgrund der Inflation sinkt die Kaufkraft des Geldes. Der Wert schrumpft also mit jedem Jahr weiter zusammen. Lassen Sie das Gesparte besser für sich arbeiten, und investieren es sinnvoll. Besonders praktisch ist ein Fondssparplan, mit dem jeden Monat kleine Anteile eines bestimmten Fonds gekauft werden. Damit profitieren Anleger vom Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt). Werden die Erträge zudem automatisch wieder angelegt, sorgt auch noch der Zinseszinseffekt für einen schnelleren Vermögensaufbau.

Mieter sollten Nebenkostenabrechnung prüfen

Jede zweite Betriebskostenabrechnung ist falsch. Das hat der Deutsche Mieterbund ermittelt. „Wir raten daher allen Mietern, sich die Betriebskostenabrechnungen im Detail vorlegen zu lassen“, erklärt Ulrich Ropertz, Sprecher des Mieterbundes. Im Schnitt fielen in Deutschland derzeit Nebenkosten in Höhe von monatlich 2,17 Euro pro Quadratmeter an. „Alles, was darüber liegt, ist ein guter Grund, die Kosten genau zu prüfen“, rät Ropertz. Denn oft würden auch Kosten abgerechnet, die laut gesetzlicher Betriebskostenverordnung gar nicht auf die Mieter umgelegt werden dürfen. Dazu zählen zum Beispiel Kosten für Instandsetzungs- oder Reparaturarbeiten sowie Verwaltungskosten oder die Prämie für die Rechtsschutzversicherung. In Ordnung sind dagegen Entgelte für Wasser, Müllabfuhr, Grünanlagenpflege, Aufzug und Hausmeister. Doch auch bei den verbrauchsabhängigen Leistungen entstünden häufig Fehler durch falsche Zuordnung, warnt der Mieterbund. „Da sollte alles kontrolliert werden – Personenzahl im Haushalt, Zahl der Geräte, Wohnungsfläche und abgelesener und berechneter Verbrauch“, mahnt Ropertz.

Coupons beim Einkauf sparen bares Geld

Zwei zum Preis von einem, zehn Prozent Rabatt auf den gesamten Einkauf, oder gar Geld zurück für bestimmte Produkte: Mit Coupons lässt sich kräftig sparen, und somit bewusster mit Geld umgehen. Im vergangenen Jahr haben die Deutschen dank der Rabattmarken etwa 120 Millionen Euro weniger bezahlt. Die Coupons finden sich oft direkt im Supermarkt oder in der Drogerie am Regal neben den jeweiligen Produkten. Manche Coupons werden mit der Werbepost verschickt. Andere sind auf Kassenzetteln und Produktverpackungen zu finden. Im Internet gibt es ganze Sammelseiten, die ausdruckbare Coupons auflisten. Und auch die Apps einiger Handelsketten beinhalten Rabattmarken. Aber Achtung: Mit Coupons ist nichts gespart, wenn Sie Dinge kaufen, die Sie sonst nie in den Einkaufswagen legen würden. Und auch nicht, wenn Sie mit den vergünstigten Produkten verschwenderisch umgehen. Deshalb: Kaufen Sie nur, was Sie ohnehin immer benutzen, und gehen Sie sparsam mit den Produkten um.

Stromsparen

Die Energiepreise steigen – und ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Stromsparen lautet deshalb die Devise. Das geht zum Beispiel mit LEDs. Die sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als Halogenbirnen oder Energiesparlampen. Dafür halten sie länger, und sind auf Knopfdruck hell. Vor allem aber sparen sie im Gebrauch: So verbraucht die LED nur halb so viel Strom wie die quecksilberhaltige Energiesparlampe – und sieben Mal weniger als die herkömmliche, inzwischen abgeschaffte Glühbirne. Stromsparen lässt sich aber auch durch gezieltes Verhalten fördern. Schalten Sie das Licht in den Räumen aus, in denen Sie sich nicht aufhalten. Kochen Sie stets mit Deckel auf dem Topf. Lassen Sie Ihre Geräte nicht im Stand-by laufen. Nutzen Sie stattdessen ausschaltbare Steckerleisten für Ihre Elektronikgeräte. So schalten Sie per Knopfdruck alle Geräte auf einmal aus und sind sicher, dass keines davon heimlich Strom zieht.

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