Clean Meat

Trotz der Veggi-Bewegung gibt es Menschen, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Forscher haben nun ein revolutionäres Verfahren vorgestellt. Paul Shapiro hat dazu ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Clean Meat – sauberes Fleisch“, in dem er sich mit der neuen Fleisch-Revolution auseinandersetzt und sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Clean Meat künftig dazu beitragen kann, unsere limitierten Ressourcen zu sichern. 

Konventionelle Tierproduktion verbraucht innerhalb eines Jahres 56 Milliarden Tierleben, 70 Prozent der weltweiten Wassernutzung, 40 Prozent der Landnutzung und 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemission. Es braucht 10.000 bis 15.000 Liter Wasser, um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren – inklusive des Wassers, um die Saat für das Futter wachsen zu lassen.
Bei einer stetig wachsenden Menschheit und reicher werdende „Drittweltländer“ wird sich der Fleischkonsum bis zum Jahre 2050 verdoppeln. Dazu ist aber nicht genügend Land und Wasser vorhanden und das Ökosystem droht irreversibel geschädigt zu werden. Fakt ist: Massentierhaltung fordert ihren Tribut von Tier und Umwelt. Es muss also auf langfristige Sicht eine Alternative her. Trotz der Veggi-Bewegung gibt es Menschen, die auf Fleisch nicht verzichten möchten oder können. Nun haben Forscher aus den USA ein revolutionäres neues Verfahren vorgestellt: Kulturfleisch aus dem Labor, sogenanntes „Clean Meat“. Klingt erstmal total irre. Doch wer sich näher mit dem Verfahren beschäftigt, erkennt darin eine neue Chance für Tiere und Umwelt.

Schon bald könnte Clean Meat in den Handel kommen

Mit Clean Meat ist Fleisch gemeint, das nicht von einem Tier stammt, sondern in einem Bio-Reaktor gezüchtet wurde. Gut ein halbes Dutzend Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley arbeiten an der Entwicklung von kultiviertem Fleisch. Clean Meat ist richtiges echtes Fleisch, gewonnen aus den Stammzellen von Rindern, Schweinen oder Geflügel. Es enthält keine Rückstände von Antibiotika oder Hormonen und ist somit klinisch sauber, das heißt man findet darin keine Kolibakterien oder Salmonellen wie bei konventionellem Fleisch aus der Gefriertruhe…

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer bewusster leben Ausgabe 3/2019

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