Das kleine Glück

Kann man dem Glücksgefühl auch auf die Sprünge helfen? Unsere Autorin Birgit Weidt über das, was sie im Alltag glücklich macht

Die Anrufe und Mails häufen sich, die To-Do-Liste wird immer länger und einkaufen muss ich schließlich auch noch. Erkennst du dich wieder? Sieht dein Alltag auch manchmal so aus? Und dann weißt du auch schnell, wie es dazu kommen konnte: Du hast einfach mal wieder vergessen, dir genügend Zeit für dich selbst zu nehmen, und um deine inneren Batterien aufzuladen.

Kraftquellen für die Seele

Momente des Innehaltens und der Einkehr sind kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um dein geistiges und emotionales Wohlbefinden zu erhalten. Du spürst dann, wie wichtig es ist, auf persönliche Glücksmomente zu achten. Sie helfen dir, dich wieder zu zentrieren, Prioritäten zu setzen und mit neuer Energie in den Alltag zurückzukehren. Eine kleine Auszeit könnte dann so aussehen, dass du mal wieder ganz bewusst die Stille suchst. Vielleicht sitzt du am Ufer eines ruhigen Sees, umgeben von majestätischen Bäumen und singenden Vögeln. In diesem Augenblick spürst du eine tiefe Verbindung zur Natur und zu dir selbst. Deine Gedanken werden ruhig und klar, deine Sinne schärfen sich und du fühlst dich wieder lebendig, erfüllt und auch wieder ein kleines bisschen glücklicher.

Solche Momente können kleine Fluchtpunkte aus dem hektischen Alltag sein, die uns neue Kraft und Inspiration geben, um dann wieder besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen zu können. Sie erinnern uns daran, dass es mehr im Leben gibt als Arbeit und Verpflichtungen und führen uns vor Augen, dass wahres Glück in den einfachen Dingen zu finden ist: in der Schönheit der Natur, in der Freude an kreativen Aktivitäten und in der Zeit, die wir mit unseren Liebsten verbringen. In einer Welt, die sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu drehen scheint und von ständiger Veränderung geprägt ist, müssen wir selbst umso mehr darauf achten, dass wir zentriert bleiben, was unsere Wünsche und Bedürfnisse angeht. Gerade in turbulenten Momenten ist es deshalb umso wichtiger, innezuhalten und bewusst nach den Quellen der Kraft und des Glücks zu suchen.

Kleine Gesten der Dankbarkeit

Ich habe gelernt, dass selbst kleine Gesten der Dankbarkeit und Achtsamkeit eine positive Wirkung auf mein Befinden haben können. Indem ich mir Zeit für Selbstreflexion nehme, eröffnen sich mir neue Wege, um mein inneres Gleichgewicht wiederzufinden und mich mit meiner Umgebung zu verbinden. Auch die Natur bietet mir unzählige Möglichkeiten, meine Sinne zu beleben und mich daran zu erinnern, wie wichtig es ist, im Einklang mit der Welt um mich herum zu leben. Die Natur ist für mich eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration und des Trostes, sei es bei einem Spaziergang im Wald oder entlang eines einsamen Strandes. Aber auch die Pflege meiner Beziehungen ist mir wichtig. Mein soziales Netzwerk stärkt mich, vermittelt mir Verbundheit und lässt mich die Herausforderungen des Lebens gut meistern.

Inmitten eines turbulenten Lebens ist es umso wichtiger, die inneren Kraftquellen zu erkennen und zu pflegen. Ob es nun eine stille Meditation oder leidenschaftliches Musizieren ist – jeder von uns hat seine eigenen Glücksquellen, die helfen, den Herausforderungen des Alltags standzuhalten und inneren Frieden zu bewahren. Für mich ist es oft der ruhige Morgenkaffee, der meinen Tag sanft einläutet und Raum für Reflexion schafft. Eine heiße Tasse Kaffee in der Stille des Morgens ist ein kostbares Geschenk, das mich immer wieder erdet und meine Gedanken klärt, während draußen der Tag langsam erwacht.

Sich verbunden fühlen mit etwas Größerem

Ein gutes Buch oder wenn ich mich künstlerisch beschäftige – sei es Malen, Musizieren oder Schreiben –, hilft mir dabei, meine Gefühle auszudrücken. So kann ich beim Schreiben meine Gedanken ordnen, meinen eigenen Ton finden und eine Verbindung mit anderen Menschen herstellen, indem ich Geschichten und Erfahrungen teile. Momente des Glücks empfinde ich auch, wenn ich Zeit mit meinen Freunden verbringe, beim Lachen eines Kindes, bei einer herzlichen Umarmung oder bei einem spontanen Gespräch mit meiner Nachbarin.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer bewusster leben Ausgabe 3/2024

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