Das Wunder der Selbstfürsorge

In der Kindheit geschehen viele Dinge, die Wunden in unseren Herzen hinterlassen. Wie wir solche Verletzungen heilen können, erklärt Ulrich Duprée.

Mein Weg, gut für mich zu sorgen, begann eines Morgens 2002 mit einem völlig unerwarteten Erwachen: Ich hatte im Schlaf geschrien und geweint. Ich hatte geträumt, ich sei mit dem Auto unterwegs und mich plötzlich daran erinnert, dass ein wichtiger Teil von mir irgendwo verloren gegangen war. In diesem Traum bestand ich gleichzeitig aus zwei Personen: Aus mir und einem kleinen Jungen. Und dieses Kind war unterwegs zurückgeblieben. In panischer Sorge um ihn fuhr ich zu einer Villa, meinem „Seelenhaus“, zurück und fand mich dort als kleines Kind zitternd und allein im Bad. Bei unserer Begegnung schrie ich laut auf und erwachte.

Ich trage die Verantwortung für mein Wohlbefinden

Der Traum rief mich eindeutig dazu auf, dass ich mich selbst wiederfinden und vollständig heil werden sollte. Die Erkenntnis, dass ich die alleinige Verantwortung für mein Wohlergehen trage und diese Aufgabe niemand anderem auferlegen kann, gleicht heute noch immer einem Erweckungserlebnis. Manchmal geschehen in unserer Kindheit Dinge, die eine Wunde in unserem Herzen hinterlassen. Dieser Schmerz wirkt später wie der Kratzer auf einer CD. Doch wie eine Schallplatte, die hängt, deren Takte sich stetig wiederholen, so möchten auch wir uns entfalten. Aber irgendwie scheint man sich im Kreis zu drehen. Wegen ihrer Verletzungen fühlen sich viele Menschen als Opfer – z. B. der Eltern oder anderer Menschen – und weil sie immer wieder im Geiste die Ereignisse ihrer Vergangenheit durchspielen, bleiben sie darin gefangen und treten auf der Stelle.

Die 4 Säulen der Selbstfürsorge

In jedem von uns steckt wohl so ein kleines Mädchen oder ein Junge und dieses Kind, das damals in seinem Schmerz allein gelassen wurde, sucht immer noch nach Verständnis, Geborgenheit und Annahme. Vieles, was wir später als Erwachsene erreichen wollen, gleicht dabei dem vergeblichen Versuch, dieses Kind dadurch glücklich zu machen, dass wir ihm mehr und mehr Spielsachen kaufen. Wenn wir über Selbstfürsorge sprechen, dann nicht, um in einen Egoismus zu verfallen, sondern uns bewusst für das Leben zu entscheiden, es zu bewahren und dadurch zu ehren …

Ulrich Emil Duprée ist Experte für Ho‘oponopono und Neues Denken. Er steht in der Tradition von Louise Hay und Dr. Joseph Murphy. Seine zahlreichen Bücher erscheinen weltweit in mehr als 15 Sprachen.
www.Heile-Dein-Herz.de

Den ganzen Artikel finden Sie in unsererer Ausgabe 3/2020

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