Die wichtigsten Heilpilze und ihre Wirkung

Zugegeben, dass Pilze gesund sind und heilende Wirkung haben ist nicht neu. Inzwischen gibt es einige Heilpilze, die bekannt sind wie Maitake oder Shiitake. Bei neueren Entdeckungen reagieren manche skeptisch, dabei müssen sich Cordyceps und Reishi nicht verstecken.

Cordyceps sinensis – der trendige Heilpilz

Der Cordyceps, auch als Chinesischer Raupenpilz bekannt, ist beliebt wegen seiner antioxidativen Eigenschaften: Er wirkt antientzündlich, antimikrobiell und kommt auch im Kampf gegen Krebs zum Einsatz. Zudem schützt er die Nerven und verhindert ein frühzeitiges Altern. Ein spezielles Zuckermolekül prädestiniert den Cordyceps beim Abtöten von Tumorzellen. Der Heilpilz bewährt sich aber auch als Tonikum beispielsweise bei depressiven Zuständen, Erschöpfung und Stress. Sportler mögen ihn, weil er leistungssteigernd ist. Weitere Behandlungsmöglichkeiten finden sich bei der Beseitigung sexueller Störungen sowie zur Stärkung der Immunabwehr.

Maitake, Grifola frondosa – der tanzende Pilz

Der aromatisch schmeckende Pilz wirkt unterstützend beim Abnehmen, da angeblich weniger Fett im Gewebe gespeichert wird und er unterstützt das Immunsystem. Er aktiviert bestimmte weiße Blutkörperchen und erhöht die Immunabwehr von Bakterien und Viren.
Bei der Chemotherapie wird der Maitake gerne eingesetzt, weil er unerwünschte Nebenwirkungen bei der Krebstherapie lindert. Zudem stärkt er die Knochensubstanz, speziell bei antihormoneller Therapie oder bei der Bildung von Knochenmetastasen eine sehr wichtige Heilwirkung. Weiters helfen die Extrakte bei Diabetes Typ 2 und zu hohem Blutdruck.

Shiitake, Lentinula edodes, der König unter den Pilzen

Der als Speisepilz sehr begehrte Shiitake weist eine immunstimulierende Wirkung auf und erhöht die Widerstandsfähigkeit bei bakteriellen Infektionen, eine häufige Begleiterkrankung bei der Chemotherapie. Durch seine antitumorale Wirkung erhöht der Pilz die Überlebenszeit bei Krebsformen wie Hirntumor, Lungenkrebs, Darmkrebs, Tumoren der Gebärmutter sowie Magenkrebs. Mediziner warnen jedoch vor der sogenannten Shiitake-Dermatitis, da manche Menschen allergisch auf diesen Pilz reagieren. Auch Nebenwirkungen wie eine gesteigerte Sonnenlichtempfindlichkeit, Magenbeschwerden, Juckreiz und Hautrötungen sind möglich.

Reishi, Ganoderma lucidum, der Jungbrunnen der Pilze

Dieser asiatische Heilpilz stärkt die Leber und erhöht die Blutsauerstoffsättigung. Er ist besonders bei hormonabhängigen Tumorarten wie Prostata- oder Brustkrebs wirksam und bewährt sich insbesondere auch bei Allergien, Asthma, rheumatoider Arthritis und chronischer Bronchitis. Die Wirkstoffe des Reishi reduzieren nämlich Entzündungen sowie die Histaminproduktion. Der Pilz fängt Radikale und reduziert altersbedingte Herzschädigungen. Weiters wirkt er verjüngend auf Haut, Leber und Nieren.

Empfehlungen und Warnungen

Empfehlung  WarnungTipp
  Keine Selbsttherapie mit Pilzen (vor allem bei Einnahme von Medikamenten oder einer laufenden Chemotherapie)  Keine gleichzeitige Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten (Schmerzmittel, Kortison) und Buta-Glucan-Extrakten aus Pilzen    Vor der Einnahme den Hausarzt konsultieren und die Einnahme abklären
   Heilpilze ersetzen keine konventionelle Krebstherapie! 

Grundsätzlich gilt es, das eigene Maß zu finden und für sich selbst zu urteilen. Über die Wirkung von Cordyceps gibt es zahlreiche Studien.

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