Edelsteine:
Schätzchen mit Tiefenwirkung

Sie tragen die Kraft der Transformation in sich und das Vermögen, extremem Druck standzuhalten: Edelsteine haben bereits einiges durchgemacht, bevor sie so wunderschön geworden sind. Und genau darin liegt auch das Geheimnis ihrer Heilkraft.

In den verschiedensten Farbtönen funkelnd und in perfekten geometrischen Kristallformen auftretend haben Edelsteine fast etwas Magisches. Im Altertum war man sich sicher, dass nur die Götter solch schöne Dinge erschaffen konnten. Die Steine folgen auf geheimnisvolle Weise einem Bauplan, der sie in regelmäßigen vier- oder sechseckigen, in rhombischen und vielen weiteren Formen dem Himmel entgegenwachsen lässt. Damit ein Edelstein „geboren“ wird, bedarf es gewaltiger Kräfte und sehr großer Zeiträume. Tatsächlich wachsen Mineralien, wie alles andere auf der Erde – nur eben ganz langsam, teilweise über Jahrmillionen. Und auch wenn fast jegliches Gestein Minerale enthält, die Kristalle bilden können, formen sich nur unter ganz bestimmten geologischen Bedingungen Edelsteine.

Mich faszinierten die funkelnden Steine schon in frühester Jugend und aus einer kleinen Schachtel mit Mineralen ist über die Jahre eine mittelgroße Schatzkiste geworden. In gewissen Notlagen packe ich meine Schätzchen gerne aus und schaue, welches mich gerade besonders anstrahlt. Für einige Tage ist es dann mein Begleiter – und ich finde, es hilft. Die Heilkraft von Edelsteinen ist nicht streng wissenschaftlich bewiesen, aber es gibt etliche Leute, die damit überzeugende Erfahrungen gemacht haben. Bereits seit Jahrtausenden haben Heiler die Minerale geschätzt. Ein Pionier auf dem Gebiet der modernen Steinheilkunde war der 2014 verstorbene Heilpraktiker und Autor Michael Gienger. Er hat klar nachvollziehbare Grundlagen für die Steinheilkunde geschaffen und die Heilwirkungen der Steine in seiner Praxis systematisch untersucht.

Die jeweiligen Heilenergien der Edelsteine werden heute auf der Basis von Entsprechungen für einen Menschen ausgesucht. Das heißt, ihre Entstehungsart, ihre Kristallform, die Farbe und Inhaltsstoffe werden mit Strukturen im Leben oder Charakter des Anwenders verglichen und können ihm dann in diesen Bereichen helfen. Enthält ein Stein z.B. viel Eisen, wird er gerne für Widerstandskraft und Stärke empfohlen; sind seine Kristalle viereckig, unterstützt er stabilisierende Strukturen usw.
Auch aufgrund der Entstehungsarten der Steine lassen sich Schlüsse auf ihre Heilwirkung ziehen. Ist ein Edelstein z.B. tief im Erdinneren aus Magma entstanden, so kann er auf energetischer Ebene auch im Menschen tiefere Schichten und Grundlegendes ansprechen. Bei Sedimentgesteinen, die an der Erdoberfläche entstehen, spielt die Umwelt, Prägungen und Einflüsse eine große Rolle. Und die sogenannten Metamorphite, die stetigen Umwandlungsprozessen unterworfen sind, können uns helfen, Entwicklungen anzustoßen.

Minerale verändern nicht komplett unser Wesen. Sie wirken eher ergänzend und unterstützend. Sie geben Energie in einer ganz bestimmten Klangfarbe an uns weiter. Wenn diese eine Resonanz in uns hervorruft, beginnt der Stein zu wirken. Er kann helfen, unser Potenzial zu entfalten. Oder er vermittelt uns ein Gefühl: Manchmal ist dies ein Gefühl, das uns abhandengekommen ist und jetzt guttut. Andere Male ist es vielleicht ein Gefühl, das wir verdrängt haben und integrieren sollten. Die Botschaft kann ganz unterschiedlich sein.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 4/2019

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