Entdecken Sie die Kraft der Mudras

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Energieblockaden lösen sich auf, Anspannung und Stress verschwinden und  Körper, Seele und Geist werden wieder ins Gleichgewicht gebracht.  Die altindischen Fingerhaltungen entfalten ganz schnell ihre wohltuende  Wirkung. Wir stellen einige der wirksamsten Mudras vor.

Der Begriff Mudra stammt aus dem Sanskrit und hat viele Bedeutungen. Als Mudra wird eine Geste, eine bestimmte Stellung der Hände, ein Siegel oder auch ein Symbol bezeichnet. Allgemein kann man sagen, dass es sich dabei um eine bestimmte Finger- oder Körperhaltung handelt, die einen symbolischen Charakter hat. Die Wirkung von Mudras ist von unterschiedlichen medizinischen Ansätzen her erklärbar: Der Begründer der Reflexzonen-Therapie, der amerikanische Arzt Fitzgerald, hat jedem Bereich der Hand eine Reflexzone für einen zugehörigen Teil des Körpers zugeordnet. Die chinesische Medizin erklärt die Wirkung aufgrund des Meridian-Systems, das sind Energiebahnen, die durch den ganzen Körper und auch in die Hände und Finger laufen. Auf diese Weise lassen sich die Hände als ein Spiegel für unseren Körper und unseren Geist betrachten. In der westlichen Welt gibt es die naturwissenschaftliche Definition, dass der genetische Code für alle unsere körperlichen Eigenschaften wie auch für bestimmte Charaktereigenschaften in jedem einzelnen Zellkern angelegt ist – in der östlichen Philosophie und Medizin gibt es eine Entsprechung in der Vorstellung, dass Körper, Geist und Seele in jeder Fingerkuppe, in den Fingergliedern und auch in der ganzen Hand angelegt sind. Medizinisch nachgewiesen ist, dass die Enden der Nervenbahnen der Hände im Gehirn einen besonders großen Bereich einnehmen. Durch das Ertasten und Spüren, besonders mit den Fingerspitzen, wird die Gehirntätigkeit aktiviert und trainiert. Es ist also naheliegend, dass man über die Finger und Hände einen Einfluss auf vom Gehirn gesteuerte Körperfunktionen ausüben kann.

Mudras im Sitzen

Sie können Mudras an jedem Ort und jederzeit ausführen – gehend auf dem Weg zur Arbeit, am Schreibtisch sitzend, im Zug (aber nicht, wenn Sie selbst Auto fahren). Sie helfen in stressigen Situationen und auch dann, wenn Sie sich nach Ruhe und Gelassenheit sehnen. Im Folgenden zeigen wir einige Mudras, die Sie alle im Sitzen ausführen können. Dazu hier drei unterschiedliche Ausgangshaltungen.

Die 1. Grundhaltung für Mudras im Sitzen.

Die 1. Grundhaltung für Mudras im Sitzen.

Ausgangshaltung: Auf einem Stuhl sitzen

Einen Stuhl mit gerader Lehne wählen; nicht einen gepolsterten Sessel oder das Bett, dies kann zu einem krummen Rücken führen. Die Füße flach auf den Boden, auf eine gefaltete Decke oder Matte setzen. Die Schultern entspannen und das Brustbein heben. Stellen Sie sich vor, dass ein Faden, der am Kopf befestigt ist, das Körpergewicht hält. Ohne die Verbindung zum Stuhl zu verlieren, fühlen Sie, wie sich Ihr Körper groß und stabil nach oben streckt, ganz ohne Anstrengung.

 

 

 

MULADHARA-Mudra

Das Muladhara-Mudra schenkt uns Energie, um Schwierigkeiten zu überwinden. Diese Mudra ruft uns dieses Potenzial ins Bewusstsein und verbessert die Fähigkeit, Dinge loszulassen. Sie ist besonders hilfreich, wenn wir eine „Aufräumaktion“ in unserem Leben brauchen.

Das Mudra wird auch Wurzelchakra-Geste genannt.

Das Mudra wird auch Wurzelchakra-Geste genannt.

So gehts:
Eine der angegebenen Sitzhaltungen einnehmen oder stehen. Die Handflächen zeigen nach unten. Die kleinen Finger und Ringfinger beider Hände nach innen krümmen und ineinander verschränken. Die beiden Mittelfinger strecken und die Spitzen zusammenbringen, sodass sie nach oben zeigen. Die Zeigefinger und Daumen formen zwei verschränkte Kreise. 1–3 Minuten täglich halten.
Wirkungsweise:
Durch die Verbindung von Ring- und kleinem Finger verbinden sich die Elemente Erde und Wasser. Die Kreise des Zeigefingers und Daumens verbinden das Luft- und das Feuerelement. So zehren wir von der Stärke aller Elemente und schaffen gleichzeitig Raum für Neuanfänge.

 

                                          PRANA-Mudra

Das Sanskrit-Wort Prana wird oft mit „Lebenskraft“ übersetzt. Diese Mudra nutzt und lenkt die feinstoffliche Energie. Es erdet und steigert unsere Vitalität. Regelmäßige Praxis baut auch das Immunsystem sowie schwache Muskeln und Zähne auf.

Das Mudra wird auch als Geste der Lebenskraft bezeichnet.

Das Mudra wird auch als
Geste der Lebenskraft bezeichnet.

So gehts:
Eine beliebige Position einnehmen. Beide Hände machen das Gleiche. Die Spitzen von kleinem und Ringfinger berühren die Daumenkuppe; die anderen Finger sind entspannt. Für bessere Augen mindestens 5 Minuten täglich halten. Um Körper und Geist wiederzubeleben, bis zu 45 Minuten täglich ausführen.
Wirkungsweise:
Das Zusammenbringen von Ringfinger, kleinem Finger und Daumen erzeugt einen belebenden Prana-Fluss, der Körper und Geist verjüngt.

 

Den ganzen Artikel lesen Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 02-2016

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