Fairer Schmuck

Nachhaltig und langlebig sollten unsere Schmuckstücke sein, am besten noch fair produziert und aus natürlichen Materialien. Tatsächlich erfüllen immer mehr Labels diese Kriterien. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Schmuck darf glitzern und Statements setzen. Sollte er aber nicht auch ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Fairtrade sein? Leider ist nämlich nicht alles Gold, was glänzt. Vor allem Silber, Gold und Edelsteine werden häufig unter menschenunwürdigen und umweltschädigenden Bedingungen abgebaut. Gibt es denn dann überhaupt so etwas wie fairen Schmuck? Die Antwort lautet: Ja, es gibt Schmuck, den man guten Gewissens kaufen kann.

Glanzlose Schmuckindustrie

Weltweit gibt es ca. 15 Millionen kleingewerbliche Goldschürfer. Ihre Arbeit ist hart und nicht selten menschenunwürdig und lebensbedrohlich. Für die Gewinnung von Gold werden giftige Stoffe verwendet. Silber tritt häufig in Verbindungen mit Blei, Zink oder Kupfer auf und muss vor der Verarbeitung daher von diesen Elementen getrennt werden. Dabei kann es passieren, dass das giftige Gas Bleioxid entsteht. Durch fehlende Filteranlagen birgt dies eine große Gefahr für Mensch und Umwelt. Langzeiterkrankungen wie Krebs oder Tuberkulose sind die Folge. Hinzu kommt, dass überschwemmte Schächte eine Bedrohung für die Arbeiter darstellen, ihr Lohn nicht für die Deckung der grundlegenden Bedürfnisse ausreicht und der unkontrollierte Abbau von Gold gewaltsame Auseinandersetzungen in den jeweiligen Regionen schürt.

Fairtrade-Schmuck ist Gold wert

In Deutschland gibt es inzwischen 25 Verkaufsstellen, bei denen zertifiziertes Fairtrade-Gold und -Silber erhältlich ist. Dadurch können bessere Arbeitsbedingungen, fairere Preise für kleingewerbliche Schürfer und Richtlinien für den Umweltschutz festgelegt werden. Die Arbeiter werden mit 95 Prozent des aktuellen Goldpreises der London Bullion Market Association vergütet. Gesundheitliche Richtlinien wie Schutzkleidung und der ordnungsgemäße Einsatz von Chemikalien sind vorgeschrieben.
Natalie Scheffler

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 2/2020

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