Für Yoga ist es nie zu spät

Egal wie alt Sie sind: Mit Yoga können Sie jederzeit beginnen. Wir haben für den Anfang eine leichte Übungsfolge zusammengestellt, die ganz nebenbei die Muskulatur und den Gleichgewichtssinn trainiert.

Yoga ist einfach. Yoga kann man überall und zu jeder Zeit üben. Und das gilt für wirklich alle. Die einen praktizieren Yoga, weil sie dann spüren, dass ihre Muskelkraft steigt, dass Muskeln und Bindegewebe gedehnt werden, der Kreislauf aktiver wird und Spannungen im Körper abgebaut werden. Andere erleben es so, dass ihre Haltung besser wird. Manche schlafen danach besser und fühlen sich weniger gestresst.Die Forschung zeigt, dass Yoga gut genutzt werden kann, um nach einer Krankheit wieder auf die Beine zu kommen oder um Krankheiten besser zu überstehen.
Yoga und ein Teil der damit verbundenen Atemübungen können als Hilfen im Arbeitsleben oder beim Sport genutzt werden. Viele Übende erleben dadurch eine Verbesserung ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Andere wünschen sich Yoga als Mittel zur Selbstentwicklung und um im Leben weiter zu kommen. Oder sie üben ganz einfach, weil es sich gut anfühlt. Die wichtigste Yogaregel lautet: Achte darauf, ob sich eine Übung gut anfühlt. Respektiere deine Grenzen und überschreite sie nicht.

Es darf anstrengend sein, aber niemals wehtun

Yoga ist keine Wettkampfsportart. Es ist besser, in aller Ruhe in eine Stellung hineinzufinden, als sich selbst unter Druck zu setzen. Es darf sich schon mal anstrengend anfühlen, aber es darf niemals wehtun.
Im fortgeschrittenen Alter bietet sich Yoga auch zur Stärkung des Gleichgewichtsinns und der Bewegungskoordination an. Wer sich unsicher bewegt, muss diese Schwäche oft anderweitig kompensieren, was unnötig viel Energie kostet. Hier kann Yoga helfen.  Einfach mal ausprobieren!

Übung: Fuß auf dem Spann

STELLUNG:
Stell dich mit beiden Füßen fest und mit der ganzen Sohle auf die Matte oder den Fußboden. Lass etwas Zwischenraum zwischen den Beinen. Die Arme hängen locker an den Seiten. Das Gesicht ist nach vorn gerichtet.
Such dir einen festen Punkt vor dir, etwas unterhalb deiner Augenhöhe. Dort hältst du während der Übung den Blick. Die Arme zu beiden Seiten ausstrecken, sodass sich eine waagerechte Linie von den Fingerspitzen der einen Seite bis zur anderen Seite ergibt. Den rechten Fuß heben und den Ballen auf den linken Spann setzen. In dieser Stellung bleiben und versuchen, die Balance zu halten. Die Augen schließen. Kannst du auch so die Balance halten?  Wenn du die Augen schließt, richtest du deine Aufmerksamkeit nach innen auf den Nabel. Bis zu zwei Minuten so stehen bleiben. Die Stellung langsam auflösen und mit dem anderen Bein wiederholen.
WIEDERHOLUNGEN:
1 bis 3 Mal auf jeder Seite. Bis zu 2 Minuten stehen bleiben.
ATMUNG:
Natürliche Atmung.
AUFMERKSAMKEIT:
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den festen Blickpunkt, solange die Augen offen sind, danach auf den Nabel.
ACHTUNG! Wenn es dir schwerfällt, das Gleichgewicht zu halten, kannst du dich an eine Wand, einen Stuhl oder etwas Ähnliches stellen, sodass du eine Stütze hast, wenn du unsicher wirst. Wenn die Gefahr besteht, dass du umfällst, solltest du scharfe oder harte Gegen-stände aus deiner Nähe entfernen.
WIRKUNG: Diese Übung stärkt die Konzentrationsfähigkeit, trainiert den Gleichgewichtssinn, kräftigt die Beine, Fußgelenke und Fußmuskeln.

Den ganzen Artikel un weitere Übungen für den Gleichgewichtssinn finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 3/2019

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