Glück findest du dann, wenn du es nicht suchst

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Was macht uns wirklich glücklich? Die Liebe, der Beruf, das Geld?
Wir wollten es ein für alle Mal wissen und haben bei dem buddhistischen Gelehrten Khenpo Sodargye nachgefragt. Seine Antworten klingen einleuchtend.

Was Glück eigentlich ist? Mit einer möglichen Antwort warteten die alten Chinesen auf, als sie die beiden Schriftzeichen erschufen, aus denen sich das Wort Glück zusammensetzt. Im ersten Zeichen bedeutet das Symbol „Land“, darunter befindet sich das Symbol für „Geld“. Im zweiten Schriftzeichen steht links das Symbol für „Kleidung“, das für „eine Familie“ oben rechts und unten rechts das für „Feld“. Mit anderen Worten: Glück ist, wenn man Land, Geld, Kleidung, Essen und eine Familie hat.

Glück ist nur kurzlebig und hält nicht

Beruht Glück aber tatsächlich auf diesen Dingen? Manche denken ja, Wohlstand könne glücklich machen, aber ich kenne eine Menge reicher Leute, bei denen das keinesfalls so ist. Andere glauben, die Liebe mache glücklich, und halten es für gleichbedeutend mit Glück, wenn man einen passenden Lebenspartner findet, mit dem man auf Augenhöhe ist und sich über alles austauschen kann. Wieder andere halten Gesundheit für Glück. Ein alter Mann, den ich kenne, spendet regelmäßig Geld für das Kloster und wohltätige Zwecke. Und zwar aus dem einzigen Grund, dass er sich davon Gesundheit und Sicherheit für seine Familie verspricht.
Je nach den persönlichen Wertvorstellungen versteht also jeder etwas anderes unter Glück. All diese Definitionen haben gemeinsam, dass Glück eine Art tief empfundene Zufriedenheit ist. Wie können Sie diese erlangen?
Sokrates, Plato, Hegel und mit ihnen viele andere Philosophen waren der Auffassung, der Mensch müsse einen rationalen Zugang zum Glück finden. Rein emotional empfundenes Glück ist nur kurzlebig und ähnelt dem Versuch, auf Wasser zu schreiben: Es hält nicht. Wenden wir uns also der rationalen, vernünftigen Suche nach dem Glück zu. Und beginnen wir damit, dass wir ein paar Aspekte des Glücks näher betrachten.

Glücksgefühle gehen vorbei

Obwohl wir uns alle wünschen, das Glück würde ewig währen, nutzt sich dieses Gefühl, von wem oder was es auch ausgelöst wurde, allmählich ab. So erfreuen uns zum Beispiel neue Möbel nach einer gewissen Zeit nicht mehr so wie unmittelbar nach dem Kauf. Oder denken wir an den Mann, der sich am Tag seiner Hochzeit für den glücklichsten Menschen auf Erden hielt – und den seine Ehe nach einigen Jahren einfach nur noch langweilte. Nein, unser Glück ist weder von Dauer noch unveränderlich.

Glücksgefühle werden von Mal zu Mal weniger

Wenn wir etwas, das wir uns lange gewünscht haben, endlich erreicht haben, sind wir glücklich. Doch tritt derselbe Umstand ein zweites Mal ein, macht er uns nicht mehr so glücklich. Und irgendwann überhaupt nicht mehr.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 1/2019

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