Im Flow mit dem Leben

Gerne halten wir an Situationen, Gefühlen, Gedanken und Personen fest, obwohl wir spüren, dass sie uns nicht guttun. Das Festhalten kann sich dann wie eine Last anfühlen, die wir mit uns tragen. Alexandra Molina zeigt, dass es auch anders geht.

Warum fällt uns Loslassen eigentlich so schwer? Das liegt häufig an unserer Angst, Kontrolle abzugeben oder zu verlieren. Wir denken, solange wir festhalten, haben wir Kontrolle und sind sicher. So versuchen wir der Unsicherheit und Ungewissheit einer Veränderung aus dem Weg zu gehen. Doch im Grunde wissen wir tief in uns: Nichts im Leben kann wirklich kontrolliert werden. Nichts kann für immer festgehalten werden. Wir besitzen nichts für immer. Und doch versuchen wir genau dies durch Festhalten zu erreichen.

Dem Leben vertrauen

Damit machen wir uns das Leben schwer. Denn wenn wir es schaffen, wirklich zu vertrauen – dem Leben, dem Universum und uns selbst – wird alles leichter. Wir verstricken uns nicht so leicht in negative Gedanken, sondern fühlen uns „im Flow“ mit dem Leben. Wir lernen Hingabe. Und Hingabe und Vertrauen lassen uns getragen und leicht fühlen. Vielleicht möchtest du einmal für dich reflektieren: Wo hältst du aus Angst und Unsicherheit vor Veränderung fest? Wenn es um Veränderung geht, neigen wir häufig dazu, vom Schlechtesten auszugehen. Wir denken im „Worst-Case-Szenario“, obwohl Veränderung ja auch bedeuten kann, dass etwas Gutes geschieht – und im Grunde ist kein Moment so wie er vorher war, wir unterliegen also ständig der Veränderung. Wenn wir lernen das Neue als Chance zu sehen, erkennen wir, dass auch Schönes geschehen kann und welche Magie in jedem neuen Augenblick liegt. Frage dich einmal: Was ist das Beste, dass passieren kann, wenn du loslässt? Ein Aspekt, warum wir festhalten wollen, kann sein, dass uns unbewusst die Erlaubnis fehlt. Entweder von uns selbst oder von anderen Personen. Es ist so wichtig zu erkennen, dass wir uns selbst die Erlaubnis geben dürfen. Es ist unser Geburtsrecht, dass wir uns glücklich und leicht fühlen dürfen. Und deshalb dürfen wir uns immer wieder dazu entscheiden loszulassen.

Vielleicht möchtest du einmal für dich reflektieren: In welchen Bereichen fehlt dir die Erlaubnis loszulassen? Um eine Entscheidung zu treffen, stell dir vor, wie du vor einer Weggabelung stehst. Links ist der Weg des Festhaltens. Der Weg, wenn du nicht loslässt. Gehe diesen Weg entlang. Wie fühlst du dich? In fünf Jahren? Und wie fühlst du dich in zehn Jahren? Komm wieder zum heutigen Zeitpunkt zurück.

Und dann stell dir vor, wie rechts vor dir der Weg des Loslassens liegt. Geh auch diesen Weg entlang. Wie fühlst du dich, wenn du losgelassen hast? Wie fühlst du dich in fünf Jahren? Wie in zehn Jahren? Welcher Weg ist leichter und fühlt sich besser an?

Vergeben lernen

Du hast es in der Hand, dich heute zu entscheiden, welchen Weg du gehen möchtest: Den des Festhaltens oder den des Loslassens. Wie entscheidest du dich? Überleg dir einmal, wie schwer die Last ist, die du auf deinen Schultern trägst, weil du festhältst. Wie viele Kilos wiegt sie? Was brauchst du, um endlich loszulassen und ohne diesen schweren Rucksack weiterzugehen? Manchmal braucht es Vergebung, damit wir loslassen können. Vielleicht hast du dir selbst, anderen Personen oder dem Leben noch nicht vergeben. Vergeben bedeutet nicht, dass du das Verhalten des anderen gutheißt. Du kannst der Seele des anderen verzeihen, wenn du nicht nur auf sein Verhalten schaust, sondern tief in seiner Seele den Schmerz des anderen erkennst. „Mitgefühl ist die Quelle des Vergebens“ hat schon Yogi Bhajan gesagt. Vielleicht möchtest du dir und anderen heute mehr Mitgefühl schenken. Und dir selbst in Liebe vergeben, um endlich loszulassen und auf deinem neuen Weg der Leichtigkeit und des Vertrauens zu gehen.

Alexandra Molina
… ist Autorin und zertifizierter Coach. Sie unterstützt Frauen dabei, sich wieder mit ihrer Intuition zu verbinden, Vertrauen aufzubauen und ihre einzigartige Berufung zu finden.
www.amo-coaching.de
Instagram: alexandramolina1
Facebook: alexandramolina2

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