Intervallfasten: Stunden statt Kalorien zählen

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Wer denkt im Winter schon an eine Strandfigur? Sie zum Beispiel, denn jetzt ist noch genug Zeit, um bis zur nächsten Badesaison ein paar überschüssige Pfunde loszuwerden. Die alles entscheidende Frage ist nur, wie.

Diäten gibt es genug, doch von vielen weiß man, dass der gefürchtete Jo-Jo-Effekt droht und man das Gewicht schnell wieder auf den Rippen hat. Das Problem ist, dass der Organismus bei starker Nahrungsreduktion auf Sparflamme umschaltet. Wird dann nach Beendigung der Kalorienreduktion wieder normal geschlemmt, geht das Gewicht nach oben. Genau dieser Effekt soll beim sogenannten Intervallfasten entfallen. Hier wird nur kurz, dafür aber regelmäßig auf Nahrung verzichtet. Die Ergebnisse können sich bei den meisten Menschen durchaus sehen lassen. 

In der Weihnachtszeit ist eine Gewichtsabnahme schon beinahe obligatorisch. Das ist auch völlig in Ordnung. Doch wie werden Sie die Zusatzpfunde wieder los? Zum Beispiel mit Intervallfasten. Der große Vorteil an dieser Methode ist, dass Sie auf nichts verzichten müssen. Sie backen gerne? Dann nichts wie raus mit dem Mixer, die Zutaten ausgebreitet und die Tortenrandfolie schon einmal bereitgemacht. Wissenschaftler sehen gerade in der Tatsache, dass alles gegessen werden darf, einen Grund dafür, dass das intermittierende Fasten, wie das Intervallfasten auch genannt wird, meistens besser durchgehalten wird als andere Diäten.

Wie funktioniert das Essen nach der Uhr

Das Konzept hinter dem Intervallfasten ist eine kurzzeitige Nahrungskarenz, die regelmäßig wiederholt wird. In der zeitlich sehr überschaubaren Fastenzeit nehmen Sie allenfalls sehr kalorienarme oder sogar gar keine Speisen zu sich. Das hängt etwas davon ab, wie lange die Essenspause dauert. Beträgt sie nur einige Stunden, kann man sich bei entsprechender körperlicher Verfassung durchaus auf das Trinken beschränken. Bei längeren Nahrungskarenzen werden bestimmte Speisen empfohlen. Doch dazu später mehr.

Das Prinzip hinter dem Intervallfasten ist, dass der Körper in den Zeiten fehlender Nahrungsaufnahme die Fettreserven anzapft. Der entscheidende Unterschied zu anderen Diäten ist aber, dass das Fasten nicht lange genug dauert, um den Körper in den Energiesparmodus zu bringen. Der Jo-Jo-Effekt ist also nicht so sehr zu befürchten. Die Auswirkungen auf den Körper sind vielfältig und beschränken sich nicht nur auf eine Gewichtsabnahme. So weisen Studien nach, dass Intervallfasten das Risiko für Diabetes mellitus verringern und Blutwerte verbessern kann.

Die unterschiedlichen Varianten des Intervallfastens

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie das Intervallfasten gestaltet werden kann. Grundsätzlich geht es nämlich um eine mehrstündige Unterbrechung der Nahrungszufuhr. Sehr beliebt ist die 16:8-Variante. Hierbei wird 16 Stunden lang gefastet und acht Stunden darf gegessen werden. Sinnvollerweise fällt ein Teil der Fastenperiode in die Nacht. Hier ist aber jeder frei in der Gestaltung: Wenn Sie gerne frühstücken, legen Sie die Essenszeit problemlos auf den Morgen, „Abendesser“ verfahren umgekehrt. Eine bekannte Verfechterin der 16:8-Variante ist übrigens US-Schauspielerin Jennifer Aniston. Aber auch andere Einteilungen sind möglich: Manche haben gute Erfahrungen mit der 18:6 Methode. Wobei hier die Fastenperiode schon sehr lang ist. Doch das geht noch deutlich länger.

Auch Fastentage und die OMAD-Methode sind beliebt

Um nicht in den Sparmodus zu fallen, darf die Nahrungskarenz nicht zu lange sein. Noch im Rahmen, aber durchaus anspruchsvoll sind ganze Fastentage. Dabei suchen Sie sich ein oder sogar zwei Tage in der Woche aus, an denen Sie nur sehr wenig essen. Sie haben richtig gelesen: Ein vollständiger Essensverzicht ist nicht notwendig. Frauen dürfen an den Fastentagen 500 und Männer sogar 600 kcal zu sich nehmen. Das gelingt beispielsweise über selbstgemachten probiotischen Joghurt oder aber diese Lebensmittel:

  • Mageres Fleisch
  • Magerer Fisch
  • Magerer Quark
  • Brühe
  • Gemüse
  • Obst

An den übrigen Tagen wird ganz normal gegessen. Eine strenge Variante des Intervallfastens ist übrigens die OMAD-Diät. Die Abkürzung steht für „One meal a day“ und besagt, dass Sie nur einmal täglich essen. Die Mahlzeit ist dann allerdings entsprechend größer. Diese Methode ist allerdings nicht für jedermann geeignet. Ältere, kranke oder geschwächte Menschen sollten auf diese Art der Gewichtsreduktion verzichten. Auch für Kinder ist die OMAD-Diät nicht gut geeignet. Generell sollten Sie vor Beginn einer neuen Ernährungsform Ihren Arzt hinzuziehen. Dann klappt es auch mit der gesunden Gewichtsabnahme.

Quellen

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