Klassiker der italienischen Küche

Liebe geht durch den Magen. Dieses bekannte Sprichwort wurde zweifelsohne in Italien geprägt, denn nirgendwo spielt die Liebe und Hingabe beim Kochen sowie dem Genuss im Kreise der Familie so zelebriert wie dort. Wer sich fernab der Touristenströme bewegt, lernt auf diese Weise auch das wahre, ursprüngliche Italien kennen.

Eines der größten und dennoch bekanntesten Geheimnisse sind die Gewürze, die nicht sehr sparsam eingesetzt werden und Olivenöl. Darauf schwört die nonno bei kleineren Übel ebenso wie beim Zubereiten des Dressings. Olivenöl darf nicht fehlen – und auch für die Zubereitung der beliebten Bruschetta nicht.  Erfunden wurde sie angeblich zur römischen Zeit und diente Bauern sowie Soldaten als Nahrung. Ob arm oder reich: Öl, Knoblauch und Brot gab es in jedem Haushalt. Mit dem Einzug der Tomaten in Neapel wurde die Bruschetta mit Basilikum und frischen Tomaten verfeinert.

Typisch italienisch – das liegt an der Region

Man kann nicht generell sagen, heute esse ich Pizza, weil ich bin in Italien. Ganz im Gegenteil. Jeder der Regionen hat spezielle Gerichte. Das liegt an den Zutaten wie beispielsweise Zitronen, die an der Küste von Amalfi auf den sonnigen Steilhängen besonders gut gedeihen. Limoncello aus gereiften Zitronen schmeckt vor Ort am besten. Ossobuco alla milanese probiert man hingegen am besten in der Lombardei.
Die Küche im südlichsten Zipfel Italiens, in Kalabrien, wird von der berühmten roten Zwiebel – der cipolla rossa – bestimmt. Der typische Geschmack findet sich in der Pasta sowie in leckeren Marmeladen und auf der Pizza.

Spaghetti Bolognese – für Italiener ein No Go

Spaghetti Bolognese stehen in jedem Urlaubsort auf jeder Speisekarte, aber für den Italiener selbst sind sie denkbar ungeeignet in dieser Kombination. Die beliebte Pasta, also Nudeln, gibt es in mehr als hundert Variationen, dünn oder dick, gerollt oder handgeformt. Tatsächlich bietet jede Nudelform seine speziellen Vorteile. Mal ist die Oberfläche wichtig, um die Konsistenz der Soße aufzunehmen. Dafür eignen sich Tagliatelle oder Fettuccine besser, weil sie dicker sind als dünne Spaghettinudeln. Auch wickelt der wahre Italiener nie Pasta über den Löffel, sondern ganz wie ein Profi von klein auf mit der Gabel.

Essen zelebrieren und genießen

Die Hektik vieler Urlauber ist schwer nachzuvollziehen, wenn mit Liebe gekocht wird. Wer schnell essen möchte, wird auch schnell bekocht. Das ist sehr schade, denn die klassische Menüfolge in Italien besteht aus vier Gängen und so manches Pesto entgeht den Gästen dann auch.

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