Api-Therapie
Wie Bienengesundheit uns helfen kann

Bienen kann man „melken“ – anstatt Milch erhält man Bienengift – und das kann man „ernten“. Hört sich verwirrend an, ist aber nützlich, denn Bienengift wirkt beispielsweise bei einer Gelenkentzündung lindernd. Wie das? Nicole Renneberg hat sich schlau gemacht.

Auf der Suche nach gesunden, natürlichen Heilmitteln, die unseren Körper stärken, habe ich die Bienengesundheit entdeckt und mich speziell mit Bienengift und dessen Anwendung in Cremes und Salben beschäftigt.

Die Api-Therapie

Die Api-Therapie wird zur Vorbeugung und Heilung von krankheitsbedingten Störungen eingesetzt. Die Wirkung von Bienengift und dessen vielfältige Verwendung sind keine neuen Erfindungen unserer modernen Wissenschaft. Vielmehr reicht die gezielte Anwendung von Bienenstichen zu therapeutischen Zwecken bis weit in die Antike zurück. Die alten Römer verwendeten das Gift der Bienen als potentes Schmerzmittel bei Entzündungen und auch Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, erwähnte in seinen Schriften die Verwendung des Bienengiftes durch Aufsetzen der Bienen auf schmerzhafte Hautareale bei Rheuma, Arthrose und Gelenkerkrankungen.

Als Kind habe ich gelernt, dass die Biene stirbt, wenn sie uns sticht. Passiert das auch bei der Herstellung einer Bienengift-Salbe? Und wie „melkt“ man überhaupt eine Biene? Mit diesen Fragen im Gepäck reise ich auf meiner Filmtour für eine Reportage in die Nähe von Heilbronn und treffe dort Daniel Stecher (er heißt wirklich so!), Inhaber der in Familienbesitz geführten Traditions-Imkerei Schloßwald-Bienengut®, die seit 1844 wertvolle Bienenprodukte unter Einhaltung höchster Naturkosmetik-Standards zu Bienenkosmetik weiter veredelt.

Wie wird das Bienengift geerntet ?

Auf einer wunderbaren Apfelbaum-Wiese, umschwirrt von den fleißigen Bienen, erklärt mir Daniel Stecher die Gewinnung und Heilwirkung von Bienengift. Während die Biene beim Stich in die menschliche Lederhaut ihren Stachelapparat aufgrund der Widerhaken verliert und sie somit an den Folgen des Stiches stirbt, ist dies bei der Ernte des Bienengiftes zum Glück nicht der Fall. Bienengift zu therapeutischen Zwecken wird mit einer schonenden Methode gewonnen, indem Arbeitsbienen durch einen Reiz zum Stich durch eine Membran hindurch animiert werden. Durch geringen Stromfluss und leichte Vibration wird den Bienen ein „Feind im Stock“ simuliert. Sticht die Biene dann durch die Folierung auf die Glasplatte, so kann sich ihr Stachel­apparat im harten Glas nicht verhaken. Sie sondert nur einen winzigen Gifttropfen auf der Glasplatte ab und kann ihren Stachel wieder unbeschadet herausziehen. Das Gift wird aufgefangen, dann getrocknet und u.a. zu einer wertvollen Bienengift-Salbe weiterverarbeitet.

Nicole Renneberg ist Filmproduzentin, Initiatorin und Mode­ra­­torin des ganzheitlichen Film-Online-Magazines www.gesundheitslounge.de, auf dem sie persönlich aus ihrem Alltag heraus und zusammen mit bekannten Experten Tipps für ein gesundes, bewusstes, ganzheitliches Leben gibt.

Hier geht’s zum Film “Kleine Helden – Wie Bienengift unsere Gesundheit helfen kann”

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 2/2021

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