Kokosblütenzucker – gesünder als raffinierter Zucker?

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Zucker ist nicht nur als Dickmacher in Verruf geraten, es macht auch süchtig und wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Zu viel Zucker kann zu Stimmungsschwankungen, Nervosität und Schlafstörungen führen. Überall findet man daher in den Medien Challenges, bei denen es darum geht, komplett auf Zucker zu verzichten. Stevia ist für viele Menschen zudem keine echte Alternative als Süße, weil es einen ausgeprägten Eigengeschmack hat. Nun erobert Kokosblütenzucker den Markt. Doch was ist dran an der neuen Süße und kann man nun doch Süßes ohne Bedenken genießen?

Der Saft, der die Basis für diesen Zuckerersatz bildet, wird aus den Blüten der Kokospalme gewonnen und anschließend gefiltert. Dann wird er langsam verkocht, bis der Sirup auskristallisiert. Die Masse wird gemahlen und das Endprodukt ist der begehrte Kokosblütenzucker. Als Süßmittel ist er in Asien beliebt und die größten Produzenten sind Thailand, die Philippinen, Indonesien, Südindien und die Inseln im Indischen Ozean. Dadurch, dass der Herstellungsprozess sehr langwierig ist, sind die Kosten auch entsprechend hoch, gerade wenn man auf Bio-Qualität Wert legt.

Wie wirkt Kokosblütenzucker auf den Körper?

Dieser Zucker ist aufgrund seines sehr niedrigen glykämischen Index bekannt geworden. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel. Das führt wiederum zu einer starken Insulinausschüttung. Die Folge davon ist eine Steigerung der Aufnahme von Glukose in den Muskel- und Fettzellen. Wenn der Blutzuckerspiegel nach dem schnellen Anstieg wieder absinkt, bekommt man Heißhunger auf Süßes, ein Teufelskreislauf, der zu Übergewicht führen kann. Daher ist der Kokosblütenzucker mit seinem niedrigen glykämischen Index für Übergewichtige und Diabetiker ideal. Ein weiterer Vorteil des Kokosblütenzuckers ist, dass er viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen enthält. Das macht ihn zu einer gesunden Alternative zum herkömmlichen Zucker. Kalorienarm ist er dagegen nicht und hat ähnlich viele Kalorien wie normaler Zucker. Möchte man abnehmen, dann sollte man auch bei dieser Alternative sparsam mit der Süße umgehen.

Wo kann man Kokosblütenzucker einsetzen?

Dieser Zucker kann in der Küche genauso wie der übliche weiße Zucker eingesetzt werden. Das Besondere am Kokosblütenzucker ist sein karamelliger Geschmack, der vom Einkochen des Sirups herrührt. Er ist weniger süß und milder als herkömmlicher Zucker. Entgegen der Erwartung schmeckt er kaum nach Kokos. Er hat einen sehr niedrigen Schmelzpunkt und zergeht fast auf der Zunge, ganz anders als der normale raffinierte Zucker. Man kann damit das Müsli bestreuen oder als I-Tüpfelchen ein wenig davon über Drinks oder Desserts streuen. Er eignet sich aber auch zum Backen, zum Verfeinern von Saucen oder Dressings.

Wenn man nicht auf Süßes verzichten möchte, aber nicht die negativen Auswirkungen des konventionellen Zuckers in Kauf nehmen möchte, dann ist also Kokosblütenzucker eine echte gesunde Alternative.

 

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