Love your body

Unser äußeres Erscheinungsbild wird uns immer wichtiger, gleichzeitig verlieren wir aber das Gefühl für unseren eigenen Körper. Wir sollten lernen, wieder liebevoller mit ihm umzugehen und auf seine Signale achten.

Stellen Sie sich vor, Sie würden einen „Körper-Zuerst-Tag“ einlegen, an dem Ihr Geist alle Wünsche und Bedürfnisse des Körpers bemerkt und erfüllt. Wie sähe so ein Tag aus Sicht des Körpers aus? Möchte er bewegungslos im Büro sitzen? Im Fitness-Studio Beine-Bauch-Po straffen? Dreimal täglich Junkfood verdauen? Was wünscht sich Ihr Körper wirklich?

Aus Sicht des Körpers

Im Alltag dient der Körper als mobiles Vehikel, das unseren kostbaren Verstand von A nach B transportiert. Direkten Sinneswahrnehmungen und körperlichen Empfindungen misstrauen wir, lieber verlassen wir uns auf unser hochdifferenziertes begriffliches Denkvermögen. „Logisches Denken wird gefördert, intuitives Handeln belächelt. … Wer aufgrund einer inneren Stimme Entscheidungen trifft, ist für sein Gegenüber nicht berechenbar und damit ein Risiko. Darüber hinaus gelten Intuition und Gefühl als weibliche Attribute, Verstand und Logik sind männlich konnotiert“, schreibt die österreichische Autorin Birgit Jankovic-Steiner.
Auch wenn wir alle in dem organischen Körper einer Mutter herangereift sind, neigen wir dazu, uns computerähnlichen Denkmaschinen aus Einsen und Nullen anzugleichen. Körper und Geist betrachten wir als zwei voneinander getrennte Einheiten. In den letzten Jahrhunderten führten technische Innovationen dazu, den menschlichen Körper immer überflüssiger zu machen. Heute müssen die wenigsten von uns ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts verdienen. Wir können ein ganzes Berufsleben bestreiten, ohne uns der Tatsache, einen menschlichen Körper zu bewohnen, überhaupt bewusst zu sein. Gebannt sitzen wir am Bildschirm und bemerken das Bewegungsbedürfnis der angespannten Rückenmuskulatur nicht. Stellen sich dann Schmerzen ein, bringen wir den Körper zur Reparatur und bedauern, dass wir ihn nicht einfach bis zur Wiederherstellung dort lassen können, weil uns der Arzt keinen adäquaten Leihkörper zur Verfügung stellt.
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Zum Weiterlesen: Birgit Jankovic-Steiner , “Der Feeling-Code”, Knaur Balance

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 5/2019

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