Man darf dem Stress auch aus dem Weg gehen

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Eigentlich neigen wir durch unsere Erziehung und Erfahrung dazu, anzunehmen, wir müssten den Stress bei den Wurzeln packen und die Ursache beseitigen, um nachhaltig entspannter zu sein.

Was aber, wenn der Stress (und die Ursachen) gar nicht unsere eigenen sind und wir von jemand anderem “angesteckt” werden? Das kommt nämlich laut den Forschern Howard Friedman und Ronald Riggio von der University of California in Riverside leider sehr häufig vor. Vor allem am Arbeitsplatz nehmen wir den Stress der anderen an – 26 Prozent der Probanden zeigten ein erhöhtes Level des Stresshormons Cortisol, wenn in ihrem Arbeitsumfeld ein anderer Mensch (Kollege, Kunde, etc.) sichtlich gestresst war. Wenn wir erst angesteckt sind, infizieren wir die nächsten, und immer so weiter und so fort zieht der Stress seine Kreise.

Wenn also ein Kollege Ihnen von seinem Stress mit der Arbeit oder der Familie erzählt, oder eine Mutter beim Abholen der Kinder mit ihren Sorgen und dem damit verbundenen Stress über Sie herfällt, müssen sie dem einen (diplomatischen) Riegel vorschieben.

Eine ganz leichte Anti-Ansteckungs-Strategie ist, mit etwas Positivem zu antworten, anstatt in das Lamento einzustimmen. Vor allem bei Kollegen hilft es auch, eine “Zwangspause” herbeizuführen, indem man anbietet, erstmal schnell  für sich und den Gestressten einen Tee oder Kaffee in der Kantine zu holen, so Anna Barnes in ihre Buch “Innere Ruhe”. In der Zwischenzeit können Sie sich einige positive Retouren einfallen lassen und Ihr Kollege kann kurz durchatmen und runterkommen. Falls gar nichts hilft, legen Sie sich ein Mantra zurecht, das Sie im Stillen aufsagen können, um positiv zu bleiben, während der andere seinen Dampf ablässt: „Ich atme ein und entspanne meinen Körper, ich atme aus und lächle innerlich.”

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