Nachhaltig genießen

Ein Thema, das immer wieder im Mittelpunkt der Diskussionen um Nachhaltigkeit steht, ist die Nahrung. Wir müssen täglich immer wieder entscheiden, wie wir uns ernähren. Es ist dabei nicht immer möglich, auf nachhaltig gewonnene Lebensmittel zurückzugreifen. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks lassen sich aber die besten Voraussetzungen dafür schaffen.

Realistische Ziele setzen

In den sozialen Medien, im Freundeskreis, in den Nachrichten – wir werden täglich damit konfrontiert, dass wir besser sein müssen und unsere Entscheidungen mit Achtsamkeit zu treffen sind. Schnell kommen wir dann im Alltag an unsere Grenzen. Wer sich das Ziel setzt, eine komplett nachhaltige und umweltfreundliche Ernährung umzusetzen, ist jedoch zum Scheitern verurteilt. Daher ist es wichtig, diese Reise individuell zu betrachten. So ist ein totaler Verzicht auf weniger nachhaltige Produkte nicht zwingend notwendig.

Ein gutes Beispiel sind Kapselmaschinen für Heißgetränke. Wer auf die leckeren Kaffeespezialitäten per Knopfdruck nicht verzichten möchte, kann die Nutzung nachhaltiger gestalten. Eine hochwertige Nespresso Maschine nutzt beispielsweise wenig Wasser für die Säuberung und hat einen optimierten Stromverbrauch. Gleichzeitig gibt es zunehmend Anbieter, die abbaubare Kaffeekapseln offerieren.

Ist der Weg zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Ernährung also eine gute Mischung aus Verzicht und durchdachten Genüssen, fällt es leichter, dies im Alltag umzusetzen.

Nachhaltige Ernährung muss nicht vegetarisch oder vegan sein

Eine nachhaltige und bewusste Ernährung wird oft mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung gleichgestellt. Dabei spielt es keine Rolle, welche Ernährungsform zugrunde liegt. Auch Vegetarier ernähren sich nicht automatisch nachhaltig, nur weil sie auf Fleisch und Fisch verzichten.

Eine durchdachte Ernährung sollte sich immer mit diesen Fragen befassen:

  • Woher kommt meine Nahrung?
  • Hat diese Nahrung aktuell Saison?
  • In welcher Menge nehme ich Nahrungsmittel zu mir?
  • Wie wird die Nahrung verkauft bzw. verpackt?

Ob im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, es ist in der Regel leicht herauszufinden, woher frische Nahrungsmittel stammen. Besteht also die Wahl zwischen Kartoffeln aus Deutschland oder den Niederlanden, kann man sich bewusst für die Lebensmittel mit dem kürzeren Transportweg entscheiden. Im Idealfall haben frische Lebensmittel Saison.

Verpackte Nahrungsmittel wie Reis, Nudeln oder Zucker lassen nicht so leicht in den tatsächlichen Ursprung einordnen. Wurden Nudeln etwa in Deutschland verpackt, bedeutet dies nicht, dass sie auch in Deutschland hergestellt wurden. In diesen Fällen sollten Waren mit Informationen wie „Fair Trade“ oder „aus nachhaltigem Anbau“ gekennzeichnet sein.

Beim Kauf von verpackten Waren immer Papier über Kunststoff wählen. Außerdem sollten Produkte mit Mehrfachverpackung gemieden werden. Mini-Portionen verursachen ebenfalls unnötigen Extramüll.

Auf die Verzehrmengen achten

Es ist falsch zu glauben, dass eine Umstellung auf Bio-Nahrungsmittel allein ausreichend ist, um sich nachhaltiger zu ernähren. Wird etwa der Fleischkonsum komplett auf Bio-Produkte umgestellt, ist die Ernährung selbst nicht nachhaltiger. In diesem Fall bedeutet Bio vor allem bessere Haltungsbedingungen für die Tiere und bessere Bezahlungen für Bauern und Mitarbeiter von Herstellungsbetrieben. Der CO2-Abdruck wird jedoch nicht gesenkt. Dies kann nur durch eine aktive Reduzierung des Fleischkonsums realisiert werden. Gleiches Prinzip gilt für Produkte wie Fisch und Fertiggerichte (mit oder ohne Fleisch und Fisch).

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