Nachhaltig reisen

Urlaub mit gutem Gewissen ist gleich nochmal so schön. Denn wer die Seele baumeln lassen will, der möchte doch auch, dass es seinen Mitmenschen gut geht. Wie schön, dass es mittlerweile ein vielfältiges Angebot für einen umweltverträglichen Urlaub gibt.

Wenn wir zu Gast sind, ist es selbstverständlich, dass wir uns auch so benehmen – sollte man meinen. Doch merkwürdigerweise gibt es Menschen, die daheim den Biedermann mimen, um dann auf spanischen Inseln mit ihrem Müll die Straßen und Strände zu verschandeln. Mallorca hat jetzt genug davon und am dieses Jahr ein neues Abfallgesetz verabschiedet. Ab Januar 2021 soll Schluss sein mit herumfliegenden Plastikbechern, Einwegbesteck und Plastiktüten. Laut der mallorquinischen Regierung besteht 80 Prozent des Mülls an den Stränden aus Plastik. Deshalb sollen demnächst unter anderem nur noch kompostierbare Trinkhalme ausgegeben werden. Wenn das möglich ist, dann fragt man sich: Warum nicht gleich so? Statt dabei zuzusehen, wie die ins Meer gewehten Plastikhalme sich langsam in den Gezeiten zerreiben, zu immer kleineren Plastikteilen werden und schließlich als Mikroplastik in den Fischen landen – und damit auch auf den Tellern der Mallorquiner und Urlauber.

Umweltbewusst handeln

Deshalb: Wenn Sie zum Souvenirshopping gehen, nehmen Sie eine feste Tragetasche mit – so wie es die meisten ja auch schon zu Hause beim Einkaufen tun. Und auch wenn es bequem und praktisch ist, dass Handtücher täglich gewaschen werden, prüft der ökologisch bewusste Urlauber doch immer, ob dies tatsächlich auch notwendig ist. Generell sollte gelten: Orientieren Sie Ihr Handeln im Urlaub an Ihrem Handeln wie Sie es zu Hause machen. Wenn Sie da nicht täglich die Kochwäsche durchlaufen lassen, um Wasser und Strom zu sparen – warum sollte das im Urlaub anders sein? Strom sparen ist auch im Urlaub ein Thema, vor allem in Hotels, die nicht voll mit Ökostrom laufen. Senken Sie den Stromverbrauch in Ihrem Zimmer, indem Sie die Klimaanlage ausschalten, wenn Sie das Zimmer verlassen, denn die gehört zu den größten Stromfressern im Inventar. Möglicherweise muss sie auch nicht durchgängig laufen, wenn Sie da sind. Wenn jemand die Hitze nicht gut verträgt, stellt sich ohnehin die Frage, warum man in heiße Regionen fliegt? In einem solchen Fall hat die Welt wunderschöne, klimatisch günstigere Zonen zu bieten. Wenn Sie die Strände und das Meer lieben: Auf Inseln am Mittelmeer herrschen eher wohltemperierte 25 bis 28 Grad. Außerdem weht dort immer wieder eine erfrischende Brise. Gerade wer sich für Land und Leute interessiert, ist dankbar, wenn die Temperaturen auch die ein oder andere Wanderung erlauben. Dann sind Reisen im Frühjahr und Herbst nicht nur finanziell günstiger als im Hochsommer. Rund ums Mittelmeer wird vielerorts vom Trinken des Leitungswassers abgeraten. Trinkwasser steht fast ausschließlich in Plastikflaschen zur Verfügung. Merksatz: Je größer das Gefäß, desto weniger Anteil hat seine Hülle. Große Flaschen machen in Relation weniger Müll als kleine. Wenn Sie irgendwie können, kaufen Sie 5-Liter-Kanister für Ihr Hotelzimmer. Wenn Sie zum Strand gehen oder einen Ausflug machen wollen, füllen Sie daraus Wasser in Ihre mitgebrachte Edelstahltrinkflasche ab. Viele Modelle haben eine Isolierung, sodass Ihr Getränk automatisch länger kühl bleibt. Gleichzeitig belasten Sie sich nicht mit gelösten Weichmachern aus Plastikflaschen, die in der Sonne braten… Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 2/2019  
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