Nachhaltiger Urlaub mit Hund

Wem Nachhaltigkeit im Alltag wichtig ist, der will oft auch im Urlaub einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Solch eine Reise zu planen, ist grundsätzlich schon nicht einfach – und es wird auch nicht leichter, wenn der Hund mitkommen soll. Aber mit der richtigen Planung gelingt ein nachhaltiger, erholsamer Urlaub auch mit Fellnase.

Wohin soll es gehen?

Wenn man mit dem Hund verreisen will, ist das Flugzeug meistens keine Option. Flughäfen, enge Transportboxen, extreme Höhenunterschiede… All das sollte man seinem Hund wirklich nur zumuten, wenn es nicht anders geht. Und da allgemein bekannt ist, wie schädlich Flugverkehr für die Umwelt ist, braucht man dem Fernurlaub auch eigentlich keine Träne nachweinen.

Also bleiben als Alternativen das Auto und die Bahn. Beide haben Vor- und Nachteile, die man für sich selbst und für seinen Vierbeiner beachten muss. Die Bahn ist sicher umweltfreundlicher, aber wenn man mit dem Hund unterwegs ist, ist der Transport mit dem Auto oft einfacher.

Natürlich sind auch ewig lange Auto- oder Bahnfahrten nicht ideal. Zehn Stunden nach Spanien oder Dalmatien fahren ist kein schönes Erlebnis für den Hund. Aber egal, wo man startet – es gibt in und um Deutschland jede Menge wunderschöne Urlaubsziele, die recht flott zu erreichen sind und wo sich Hund und Frauchen oder Herrchen wunderbar erholen können.

Wenn man mit dem Hund unterwegs ist, sind naturnahe Urlaubsziele natürlich ganz oben auf der Wunschliste. In den Bergen und an Seen kann man bei langen Wanderungen die Wälder und Wiesen genießen, an der Nord- oder Ostsee laden Meer und Strand zu entspannten Spaziergängen und ausgiebigem Badespaß für Zwei- und Vierbeiner ein.

Die richtige Unterkunft

Wenn man sich für die Gegend und die Art des Urlaubs entschieden hat, kommt natürlich als nächstes die Suche nach einer Unterkunft, die Hunde bestenfalls nicht nur toleriert, sondern als Gäste willkommen heißt. Inzwischen gibt es eigene Online-Plattformen für solche hundefreundlichen Unterkünfte und auch klassische Plattformen bieten jede Menge Optionen, sodass man recht schnell fündig wird.

Mit ein bisschen zusätzlicher Recherche findet man auch einige Hotels, denen Nachhaltigkeit wichtig ist. Meistens werden solche Hotels als ‚Biohotels‘ bezeichnet. Aber auch kleinere Unterkünfte oder Gaststätten, die von lokalen Anbietern betrieben werden, leisten oft einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz. Außerdem bleiben bei solchen Unterkünften die Einnahmen in der Gegend und fließen nicht einem internationalen Konzern zu.

Ob Hotel oder Ferienwohnung – sobald man eine Unterkunft im Auge hat, sollte man sich informieren, was für Regeln in Bezug auf Hunde in der Umgebung gelten. Wie sind die Leinenregeln? Gibt es Freilaufmöglichkeiten in der Nähe? Welche Strände oder Seebäder sind für Hunde zugänglich? Informationen und Tipps kann man telefonisch oder über E-Mail entweder beim Betreiber der Unterkunft oder bei der örtlichen Tourismus-Information einholen.

Was muss ins Gepäck?

Das Urlaubsziel steht, die Entscheidung zwischen Bahn und Auto wurde getroffen und eine Unterkunft ist auch schon gebucht. Jetzt geht es um die Frage, was eigentlich alles mit muss. Viele kennen sicher das Problem, das man generell mehr packt, als man wirklich braucht.

Gerade beim Verreisen mit Hund kann das ein Problem werden: Im Auto gibt es schon mal weniger Platz für Gepäck, weil ja auch Platz für Fidos Transportbox eingeplant werden muss (oder zumindest für Fido selbst, wenn man ihn anders sichert). Und in der Bahn muss man nicht nur sein eigenes Gepäck selbst schleppen, sondern auch noch den eigenen Vierbeiner im Auge behalten. Je weniger man also packen muss, umso besser.

Auf einiges kann man natürlich nicht verzichten. Folgendes muss unbedingt mit, wenn man mit dem Hund auf Urlaub fährt:

  • Korb oder Decke*
  • Fressnapf*
  • Spielzeug
  • Futter und Leckerlis
  • Leine und Maulkorb
  • Kotbeutel
  • Bürste
  • EU-Heimtierausweis
  • Medikamente, Zeckenzange

(*Falls die Unterkunft diese Gegenstände zur Verfügung stellt, braucht man sie natürlich nicht extra einzupacken.)

Viele Menschen, denen die Umwelt und die Gesundheit ihres Hundes am Herzen liegt, ernähren ihre Hunde inzwischen mit Rohfutter (nach dem Barf-Prinzip). Das ist zwar gesund und umweltschonend, kann aber bei der Urlaubsplanung für Kopfschmerzen sorgen. Schließlich stellen die wenigsten Hotels Tiefkühler zur Verfügung – und wer will schon Mengen an frischen Lebensmitteln im Koffer mitnehmen?

Hier gibt es eine gute Nachricht: Auch wer seinen Hund nachhaltig barft, kann hin und wieder zu Dosenfutter greifen, ohne dass die Gesundheit des Hundes darunter leidet. Natürlich muss das Dosenfutter auch hier hochwertig sein.

Gute Erholung mit dem Hund

Reisen ist für viele eine stressige Angelegenheit. Aber gerade wenn man mit dem Hund verreist, sollte man das Ganze so entspannt wie möglich angehen – immerhin merkt die Fellnase sehr schnell, wenn der eigene Mensch schlecht drauf oder gestresst ist. Man sollte sich so gut wie möglich auf den Urlaub vorbereiten und sich bewusst sein, dass trotzdem die eine oder andere Kleinigkeit schief gehen kann.

Auch nachhaltiger Urlaub sollte für Mensch und Hund erholsam sein. Falls also etwas nicht so läuft, wie man es gerne hätte, lohnt es sich, einmal tief durchzuatmen und es einfach so sein zu lassen, wie es ist, anstatt Stress und Ärger mit sich herumzutragen. So kann man die freie Zeit mit seinem vierbeinigen Liebling am besten genießen.

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