Natürliche Materialien für mehr Nachhaltigkeit im Schlafzimmer

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Insgesamt ein Drittel unserer Lebenszeit schlafen wir. Das heißt aber nicht, dass wir in dieser Zeit nicht auch etwas Gutes tun können: Mit Naturmaterialien im Schlafzimmer fördern Sie Nachhaltigkeit und leisten so quasi im Schlaf einen positiven Beitrag für die Umwelt. Lesen Sie hier, mit welchen Hölzern und anderen Naturmaterialien Sie Ihr Schlafzimmer nachhaltig gestalten können.

Natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen ist alles andere als eine Trenderscheinung, sondern wichtig, um Ausbeutung entgegenzuwirken und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Besonders im Schlafzimmer zahlt sich eine nachhaltige Einrichtung mit Materialien wie etwa Massivholz aus. Diese natürliche Ressource ist ein nachwachsender Rohstoff und fördert zudem gesunden Schlaf.

Holz sei Dank: Nachhaltige Einrichtung für das Schlafzimmer

Es gibt eine Vielzahl von heimischen Hölzern, die sich hervorragend für die Produktion hochwertiger Möbelstücke eignen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn nicht jedes Möbelstück aus Holz wurde mit Hinblick auf Nachhaltigkeit produziert. Wenn Sie ganz sichergehen wollen, dass Ihre Schlafzimmermöbel aus nachhaltiger Produktion stammen, sollten Sie auf heimisches Vollholz setzen. Achten Sie beim Kauf außerdem auf das FSC-Siegel: Es garantiert, dass das Holz umweltfreundlich gewonnen und verarbeitet wurde.

Betten aus Eichenholz

Eichenholzbetten gibt es in diversen Schattierungen und Maserungen. In der Regel sind Eichenbetten geölt oder lackiert, wodurch das warme Braun umso schöner hervortritt. Diese schöne Holzart eignet sich besonders gut für sehr hochwertiges Mobiliar, da sie äußerst robust und beständig ist. Ein Bett aus Eichenholz ist also ein verlässlicher Begleiter, da es sehr resistent und dadurch umso langlebiger ist. Und je länger Sie Ihr Bett benutzen, umso länger vermeiden Sie auch, dass durch die Entsorgung und die Produktion eines neuen Bettes die Umwelt belastet wird. Eichenholzbetten aus ökologisch unbedenklicher Produktion (FSC-Siegel) sind also in doppelter Hinsicht eine Investition in Nachhaltigkeit. Sie legen keine langen Transportwege zurück, werden aus kontrollierter Forstwirtschaft gewonnen und bieten robuste, verlässliche Qualität. Übrigens, dasselbe gilt natürlich auch für Möbel im Kinderzimmer. Hier ist vor allem heimisches Buchenholz empfehlenswert, da es besonders stabil ist. Am besten hält man sich bei der Einrichtung an die wichtigsten Tipps aus der Feng-Shi-Lehre. Dann ist man gewiss auf der sicheren Seite.

Vollholzbetten aus heimischen Zirbenholz

Die freundliche, helle Oberfläche von Zirbenholzbetten verschönert nicht nur Ihr Schlafzimmer und sorgt für einen unnachahmlichen Duft dank ätherischer Öle, noch wichtiger ist die Nachhaltigkeitsbilanz. Auch Zirbe ist ein heimisches Holz und verursacht daher keine hohen CO2-Emissionen durch den Transport, wie es beispielsweise bei Tropenhölzern der Fall ist. Betten aus Zirbenholz bieten allerdings noch einen weiteren Vorteil: Sie sind gesundheitsfördernd, da das Holz ätherische Öle enthält. Diese sorgen für einen beruhigenden Duft, der sich besonders positiv auf das Schlafverhalten auswirkt. In einem Zirbenbett schlafen Sie durch den Duft des Holzes also umso ruhiger, was sich auch im Alltag positiv bemerkbar macht. Sie sind ausgeschlafener und starten energiegeladen in den neuen Tag!

Umweltfreundlich und nachhaltig: Zubehör aus Naturmaterial

Mit einem Bett aus heimischem Massivholz ist in puncto Nachhaltigkeit bereits viel erreicht. Noch umweltschonender können Sie Ihr Schlafzimmer gestalten, wenn Sie auch beim Zubehör auf natürliche Materialien setzen.

Naturmatratzen

Auch für die Wahl der Matratze gibt es einige nachhaltige Alternativen. Dazu zählt beispielsweise Rosshaar, das eine feste Unterlage bietet, äußerst atmungsaktiv ist und sogar antirheumatisch wirkt. Besonders als Bauch- und Rückenschläfer werden Sie dieses Material als sehr angenehm empfinden. Deutlich punktelastischer sind hingegen Naturlatexmatratzen. Wenn Sie Seitenschläfer sind, werden Sie das Gefühl des sanften Einsinkens lieben! Auch in puncto Nachhaltigkeit können Sie auf einer Matratze aus Naturlatex beruhigt schlafen: Für die Herstellung wird die Milch des Kautschukbaumes verwendet. Dabei wird der Baum nur leicht eingekerbt und bleibt vollständig erhalten.

Bettwaren aus Naturmaterialien

Ob Kissen, Decken oder Matratzenauflagen: Alle Bettwaren, die Sie sich wünschen, gibt es auch in einer nachhaltigen Version. Zur Auswahl stehen dabei verschiedene Materialien, die allesamt ökologisch unbedenklich gewonnen werden. Besonders warm sind etwa Bettdecken mit Daunenfüllung. Achten Sie hierbei aber auf Siegel wie RDS („Responsible Down Standard“), denn sie garantieren, dass die Daunen ohne Verstöße gegen den Tierschutz gewonnen werden. Eine warme, kuschelige Unterlage bietet zum Beispiel ein mit Schafschurwolle gefülltes Unterbett. Ihre Wolle müssen die Schafe früher oder später ohnehin loswerden – freuen Sie sich über die nachhaltige Win-Win-Situation! Ebenso empfehlenswert: Bettwäsche aus natürlichem Kamelhaar. Auch hierbei gibt es aus Tierschutz- Perspektive keine Beanstandungen.

Do’s and Dont’s für ein nachhaltiges Schlafzimmer

Das Schlafzimmer nachhaltig zu gestalten, ist gar nicht so schwer, wenn man einige Punkte beachtet und wenn man weiß, wo man ansetzen muss:

  • Do‘s: Wählen Sie ein Bett aus heimischen Hölzern. Dazu zählen Eiche, Zirbe, Ahorn oder auch Fichte. Mit dem FSC-Siegel versehen, stammen diese Möbel aus nachhaltiger Forstwirtschaft und bestehen aus kontrolliert gewonnenem Holz.

Damit Sie in Ihrem Bett noch beruhigter schlafen, setzen Sie idealerweise auch auf natürliche Stoffe, was das Zubehör betrifft. Schafwolle und Naturlatex sind nur zwei Materialien, die guten Schlaf unterstützen und auf nachhaltige Weise gewonnen werden. Entsprechende Gütesiegel garantieren, dass in der Herstellung weder Menschen noch Tieren Leid zugefügt wurde.

  • Dont‘s: Verzichten Sie auf Tropenhölzer wie Teak, Mahagoni oder Meranti. Diese sind ein wahrer Alptraum in puncto Nachhaltigkeit: Bei der Gewinnung der exotischen Hölzer werden oft Regenwälder gerodet, somit natürliche Lebensräume unwiederbringlich zerstört und Arbeiter gnadenlos ausgebeutet.

Eine nachhaltige Abholzung des Regenwaldes gibt es übrigens nicht, denn Rodungsgebiete werden stets großflächig erschlossen. Die langen Transportwege tun ein Übriges. Heimischen Hölzern und Naturmaterialien sollte also ganz klar der Vorzug gegeben werden, zumal sie nicht mit schädlichen Lacken bearbeitet werden und weitaus langlebiger sind.

Hannes Bodlaj

Als Geschäftsführer von dem Onlineshop für Massivholzmöbel LaModula ist Hannes Bodlaj in erster Linie für die strategische Planung und die finanzwirtschaftlichen Aufgaben zuständig. Aber auch in der Kundenberatung punktet er mit seiner Expertise und steht Kunden gerne mit Rat und Tat zur Seite. Traumhaft schlafen – natürlich wohnen: So lautet der Leitsatz des Unternehmens, der sich unter anderem in den hochwertigen Materialien widerspiegelt.

 

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