Pilates für Späteinsteiger

0

Pilates ist ein kontrolliertes und sehr effektives Training, das sich positiv auf Körper, Geist und Seele auswirkt. Unabhängig von Alter und Gesundheit kann jeder Mensch mit Pilates beginnen. Das Schöne daran: Bei regelmäßigem Training stellen sich schnell Erfolge ein.

Mit zunehmendem Lebensalter verändert sich unsere Körperhaltung. Haltungschwächen, die aufgrund von Muskeldysbalancen oder strukturellen Asymmetrien wie Skoliosen (seitlichen Krümmungen der Wirbelsäule) vorliegen, haben dann die Tendenz, sich zu verschlechtern.
Dies liegt an der abnehmenden Muskelkraft, speziell im Rumpf, aber auch an hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren. Zusätzlich verlieren die Bandscheiben mit dem Alter ihre Fähigkeit, Flüssigkeit aufzunehmen, und somit ihre Elastizität. Dies bewirkt, dass ihre Pufferfunktion für die Wirbelkörper verloren geht.
Die Wirbelsäule wird mit den Jahren insgesamt unbeweglicher, Fehlhaltungen wie Hohlkreuz oder Flachrücken steifen ein. Besonders typisch ist der altersbedingte Rundrücken (Hyperkyphose), der zu stark gekrümmte, obere Rücken. Neben einem unschönen Erscheinungsbild, führt der Rundrücken zu Verspannungen in Nacken, Schultern und oberem Rücken. Bei starker Ausprägung kann sogar das Sichtfeld eingeschränkt sein, da sich der Kopf nicht mehr gut anheben lässt – das Sturzrisiko steigt. Gegen all diese Alterserscheinung können wir aber aktiv etwas tun. Ein effektives Pilates-Training kann wahre Wunder bewirken.

Leg Lift


WIRKUNG: Fordert die rumpf- und beckenstabilisierende Muskulatur. Sie lernen, die Rumpf und Extremitätenbewegungen zu trennen.
Gut für einen gesunden Rücken.
• Sie sitzen aufrecht auf der vorderen Stuhlkante. Die Beckenstellung ist neutral. Die Beine sind hüftbreit geöffnet. Die Hände pressen leicht von der Seite in die Sitzfläche oder die Stuhlbeine.
• Einatmend ziehen Sie Ihren Scheitel zur Zimmerdecke und machen sich ganz lang. Spüren Sie beide Sitzbeinhöcker auf dem Sitz.
• Ausatmend heben Sie einen Fuß vom Boden ab, ohne dabei die Rumpf- und Beckenposition zu verändern.
• Einatmend setzen Sie den Fuß wieder auf den Boden zurück.
• Wiederholen Sie die Übung insgesamt 5-mal rechts und links
im Wechsel.
SO MACHEN SIE ES RICHTIG: Bei dieser Übung können Sie die Rumpfstabilisierung besonders gut spüren: Wenn Sie den rechten Fuß anheben, springt die Muskulatur Ihrer linken Rumpfseite an und umgekehrt.

 

Den ganzen Artikel mit vielen effektiven Übungen finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 5/2017

Share.

Hinterlass eine Antwort