Sag JA zu dir!

Warum es so wichtig ist, dass wir uns unserer Gefühle bewusst werden, und wie wir unser Leben positiv und achtsam beeinflussen können, das weiß die mediale Beraterin Nicole Staacke-Kamps.

“Es fällt mir schwer, mich so anzunehmen, wie ich bin. Mein innerer Kritiker ist oft übermächtig“ – könnte dieser Satz nicht auch von Ihnen sein? In der Beratung mache ich die Erfahrung, dass die allermeisten Menschen von diesem Gefühl, dieser Haltung sich selber gegenüber geprägt sind. Aber auch die andauernde Kritik an anderen gehört in dieses Muster. Tagein, tagaus, sogar im Schlaf läuft dieses alte Programm von ganz alleine ab, sodass wir es oft gar nicht mehr bemerken. Es entsteht dann eine Negativität in unserem Leben, die im schlimmsten Falle in einer Krankheit oder anderen persönlichen Katastrophen münden kann. Menschen, deren innerer Kritiker sehr groß ist, haben in ihrer Kindheit selbst oftmals viel Kritik und Negativität erfahren müssen. Der Fokus lag auf dem, was „nicht gut“ war, was hätte „besser sein“ können. Auf den vermeintlichen Fehlern und Schwächen bei sich und anderen. Wir haben es oft nicht gelernt, unseren Blick auf das Positive zu richten und uns selbst und dem Leben achtsam zu vertrauen. So entstehen Blockaden. „Was haben meine Blockaden, meine Krankheiten, meine Ängste und Zweifel mit meiner Kindheit zu tun?“, diese Frage sollten wir uns unbedingt stellen. Jedenfalls dann, wenn wir unsere Blockaden nicht weiter als gegeben hinnehmen wollen und uns nicht länger irgendwie mit ihnen arrangieren wollen, sondern eine neue achtsame Qualität unseres Lebens kennenlernen möchten. Das innere Kind in uns lebt nämlich weiter, egal wie alt wir sind: mit all seinen Erfahrungen, den positiven und den negativen. Mit all den Glaubenssätzen, die dem kleinen Kind eingeprägt und vorgelebt worden sind. Mit all den Ängsten, die man ihm machte und die es dann selber weiterentwickelte, hegte und pflegte und so zu seiner Realität machte. So halten wir unsere eigene negative Realität oft für die Realität.

Negative Glaubenssätze hindern uns an einem achtsamen Leben

Solche negativen Glaubenssätze lauten etwa: „Ich habe keine besonderen Talente und keine Kreativität. – Mir hört sowieso nie jemand zu. Deshalb erzähle ich nicht gerne über mich. – Ich bin kein Erfolgstyp. –Dafür bin ich schon zu alt. – Ich kann doch nicht einfach meinem Herzen folgen, denn das wäre egoistisch. –Glück haben nur die anderen.“ Natürlich ist das, was Sie im Brustton der Überzeugung über sich sagen oder denken, das, wovor Sie Angst haben, Realität. Aber es ist Ihre ganz persönliche Realität und nicht etwa die von Gott, vom Universum gegebene. Es ist Ihre Realität, weil Sie lange und ausdauernd so über sich gedacht haben und bei jeder Bestätigung Ihrer Glaubenssätze denken: „Siehst du, hab ich doch gesagt.“ Ihre Erfahrungen spiegeln genau das wider, was Sie denken und glauben. Gerade auch unbestimmte Ängste, die sich gar nicht auf konkrete Situationen beziehen, die Sie einfach nur fühlen, die Sie überkommen ohne einen bestimmten Auslöser, die Ihnen aber fast den Atem nehmen, Ihnen „die Kehle zuschnüren“, und jene Ängste, die sich immer mehr ausweiten in Ihrem Leben: Angst, ins Auto zu steigen; Angst, vor Menschen zu sprechen; Angst, vor Terminen; Angst vor Tieren; Angst vor (Un-)Wettern; Angst vor Überfällen, Einbrüchen; Angst, das Haus zu verlassen. All diese Ängste haben ihren Ursprung meist in der Kindheit.

Akzeptiere die negativen Erlebnisse der Vergangenheit

Dies gilt ebenfalls für eine „unbestimmte Traurigkeit“ oder einen „unbestimmten Schmerz“ – körperlich oder seelisch, die Sie einfach immer wieder überkommen und sich anfühlen wie eingeschlossene, ungeweinte Tränen, ohne dass es einen konkreten Auslöser dafür gab. Und es gilt auch für das Gefühl einer großen Müdigkeit und Erschöpfung diesem Leben gegenüber: „Ich habe keine Kraft mehr.“ Wir alle bringen etwas mit, das wir lösen wollen, wenn wir auf diese Welt kommen, und wir werden in die Familien hineingeboren, die für das Lösen unserer Aufgaben hilfreich sind. Sie spiegeln uns das, was wir lösen wollen, glasklar. Auch und insbesondere dann, wenn Sie Gewalt und mangelnde Liebe in Ihrer Familie vorfinden oder vorgefunden haben. Was Sie hier und jetzt als Blockade, Krankheit, Angst, Unglück, Unrecht empfinden, möchte von Ihnen angeschaut und ernst genommen werden, denn es hat einen langen Weg hinter sich. Es möchte angeschaut werden, damit Sie erkennen, dass dies Ihre Vergangenheit ist und mit Ihrer Gegenwart und Zukunft nichts zu tun hat, wenn Sie es nicht länger möchten. Es möchte angeschaut werden, damit Sie die Zusammenhänge Ihres Lebens erkennen und Ihr Leben frei von alten, unwahren Glaubenssätzen und Ängsten gestalten können. Nur deshalb melden sie sich immer wieder – die Ängste, die Blockaden, diese ganzen unangenehmen Gefühle. Das sagt Harald Wessbecher über ein neues Bewusstsein und eine neue Sicht auf unser Leben https://www.bewusster-leben.de/3851-2unser-bewusstsein-ist-eine-energie-die-wir-nutzen-koennen/.

Erschaffe deine eigene achtsame Realität

Es ist also wichtig, dass wir ein Bewusstsein für die Kraft unserer Gedanken entwickeln. Bewusstsein bedeutet, dass ich wirklich anerkenne, dass es meine Gedanken und Gefühle sind, die mein Leben erschaffen. Dass alles in meinem Leben mit mir selbst zu tun hat. Dies ist wohl eines der größten und mächtigsten Naturgesetze. Doch ist es nicht wundervoll, mit dieser Schöpferkraft ausgestattet zu sein? Und das bedeutet: Wenn ich mir vorher eine ungeliebte Realitäten erschaffen habe, dann kann ich mir jetzt auch eine neue Realitäten, also ein anderes Leben erschaffen. Das weiß ich doch alles, aber es funktioniert nicht“, höre ich aber oft von meinen Klienten. Dann frage ich aber danach, wie denn die neuen Gedanken in das tägliche Leben integriert worden sind, denn damit ist das so eine Sache. Oft sagen wir unsere neuen Affirmationen brav am Morgen auf. Das ist zwar ein erster Schritt, aber nicht besonders wirkungsvoll, wenn wir sie für den Rest des Tages vergessen und uns wieder aufregen, gestresst fühlen und uns nicht wertschätzen. Wir vergessen dann, dass jeder unserer Gedanken eine weitere Affirmation ist. Es passiert auch, dass wir uns unsere neuen Gedanken selbst nicht glauben. „Ich liebe und wertschätze mich so, wie ich bin“ – und ganz schnell denken wir dann wieder: „Na ich weiß nicht … ich mag dies nicht an mir und jenes nicht. Ich bin zu dick, zu dünn, ich kann dieses und jenes nicht.“ Hier beginnt die entscheidende Phase, auf die es ankommt: die des Durchhaltens. Integrieren Sie Ihre neuen Gedanken, die Ihr Leben so erschaffen sollen, wie Sie es sich wünschen, konsequent. Es macht nichts, wenn Sie einige dieser Gedanken anfangs immer wieder vergessen, denn sie werden Ihnen wieder einfallen und dann machen Sie weiter. Es macht auch nichts, dass Sie sich den einen oder anderen Gedanken selber nicht glauben. Ihr Unterbewusstsein ist es nicht gewohnt, dass Sie positiv über sich denken, und deshalb klopft der Zweifel an und fragt, ob Sie das wirklich ernst meinen. Sagen Sie Ja und machen Sie weiter. Es ist ein Training, eine Frage der Geduld. Auch das Autofahren oder andere Fertigkeiten haben Sie nicht in einer Stunde erlernt. Überfrachten Sie sich anfangs nicht mit zwanzig neuen Gedanken, sondern konzentrieren Sie sich auf zwei, drei, die wichtig für Sie sind, und gehen Sie mit ihnen durch die Phase des Durchhaltens. Mit der Zeit werden diese Gedanken so selbstverständlich, dass Sie nicht mehr an ihnen zweifeln, und spätestens dann werden Sie deutliche Veränderungen in Ihrem Leben spüren und sehen. Wenn Sie blockierende Gedanken aufgegeben haben, kommt sofort alles in Fluss. Sagen Sie Ja zu sich und Ihren Träumen.
Nicole Staacke-Kamps

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