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Warum nachhaltige Mode unsere Zukunft sein sollte

Dass die Fast-Fashion-Industrie kein besonders sauberes Geschäft ist, ist mittlerweile vielen bekannt. Daher spielt nachhaltige Mode eine immer wichtigere Rolle und wird als die Zukunft der Modeindustrie gehandelt. Was sich genau hinter den Begriffen „nachhaltige Mode“ bzw. „Fair Fashion“ verbirgt, verrät uns Christina Brause. Die Unternehmerin führt seit 2015 erfolgreich ihr Modelabel „Róka – fair clothing“ als Ein-Frau-Unternehmen.

Christina, wie kam es, dass du dich dazu entschieden hast, nachhaltige Mode herzustellen?
Als ich 2011 anfing, mich vegan zu ernähren, befasste ich mich als Konsequenz immer mehr mit den verschiedenen Bereichen eines nachhaltigen Lebens. So kam es, dass ich auf Leder, Wolle usw. verzichtete und mich immer mehr mit der Bekleidungsindustrie auseinandersetzte. Da es zu diesem Zeitpunkt keine faire, vegane Mode im Bereich Statement T-Shirts gab, die mir gefiel, dachte ich mir: Wieso nicht einfach selber Designs entwerfen? Als Kommunikationsdesignerin waren Photoshop & Co. sowieso meine täglichen Begleiter. So entstand Schritt für Schritt die Idee, ein eigenes Label zu gründen – was aber nicht von Anfang an mein Plan war.

Du hast jetzt schon die Begriffe „nachhaltig“, „fair“ und „vegan“ verwendet. Kannst du kurz erklären, was diese Begriffe genau bedeuten?
Als nachhaltige Mode oder auch Fair Fashion bezeichnet man Bekleidung oder Accessoires, bei deren Herstellung Mensch und Umwelt nicht zu Schaden kommen. Bei veganer Mode kommt noch hinzu, dass keine Fasern tierischen Ursprungs verwendet werden. Diese Punkte sind mir persönlich sehr wichtig. Das bedeutet z.B. faire Arbeitsbedingungen, kein Einsatz von giftigen Chemikalien, vegane Textilien (kein Leder etc.) und natürlich Transparenz bei allen Produktionsschritten und darüber hinaus.

Warum sollten wir in faire, vegane Mode investieren?
Ich denke, dass wir weniger Kleidung von der Stange und einen bewussteren Konsum brauchen, damit es der Umwelt, den Menschen und Tieren besser geht. Schaut man auf die Preise einiger Anbieter, wenn ein T-Shirt beispielsweise nur wenige Euro kostet, sollte man überlegen, wie viel Lohn davon für die Näherinnen übrigbleiben kann und was das für unsere Umwelt bedeutet. Deswegen ist mein Label auch mit dem „PETA-Approved Vegan”-Logo ausgezeichnet und zertifiziert. Mir ist es wichtig, alle meine Arbeitsschritte den Kunden gegenüber transparent zu kommunizieren. So verwende ich z.B. vegane, wasserbasierte und zertifizierte Siebdruckfarben und bedrucke alles per Hand. Da ich keine Massenware produziere, ist jedes Teil ein Unikat.

Weiter Infos unter: www.roka-fairclothing.de

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