Sie haben mehr Zeit, als Sie denken!

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Wir sind nicht, was wir uns vornehmen zu erledigen.

Bei 46 Jahren liegt die durchschnittliche Tiefpunkt der Lebenszufriedenheit. Das haben verschiedene wissenschaftliche Studien ergeben. Die Zufriedenheitskurve des erwachsenen Lebens hat nämlich eine U-Form: Sie fängt oben an in jungen Jahren, sinkt dann ab und schwingt sich im Alter wieder empor.

Und ganz unten in der Senke dieses U, da sind die 46-jährigen. Kieran Setiya, ein amerikanischer Philosoph, bietet in seinem Buch “Midlife” frische Gedanken zum Umgang mit der Midlife-Crisis an. Im Zuge seiner “kognitiven Therapie” nimmt sich Setiya einige Denkfehler vor, die zu den Erfahrungen führen, die wir alle mehr oder weniger zur Mitte des Lebens machen.

Einer davon ist die Fixierung auf Projekte und Ergebnisse. Weil unsere auf Effizienz ausgerichtete Lebensweise auf das Abhaken von Zielen ausgerichtet ist, erzeugt das im mittleren Alter leider das Gefühl von Austauschbarkeit und sinnloser Wiederholung von Vorhaben und Aktivitäten. Dazu der Tipp des Philosophen: Tun Sie einfach zwischendurch mehr Dinge, die auf kein Ergebnis zielen, die sich nicht abschließen, nicht vollenden und nicht verwerten lassen.

Denn: “Wir sind nicht, was wir uns vornehmen zu erledigen.” Also geht es in den mittleren Jahren darum, sich mehr Platz zu schaffen für solche Dinge, die einem eher sinnlos  erscheinen: ein Sparziergang ohne Ziel etwa, einfach nur Musik hören ohne begleitende Tätigkeiten oder sich mehr Freiräume für Freunde und Familie schaffen. Ein anderer Denkfehler, von dem es sich zu befreien gilt, ist nämlich der, dass wir glauben, für all diese Dinge keine Zeit zu haben. Doch so der Philosoph: ” Sie haben mehr Zeit, als Sie denken”.

Weitere Tipps und vieles mehr lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe.

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