Sieben Fragen an Annika de Buhr

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„Glücklich ist, wer will, was er bekommt.“

Annika de Buhr (45) wurde einem breiten Publikum bekannt als Moderatorin der heute-Nachrichten im ZDF. Bereits mit 16 Jahren begann sie, für Radio und Zeitungen zu arbeiten. Die  studierte Politikwissenschaftlerin war unter anderem für den NDR, 3sat, VOX und SPIEGEL TV vor der Kamera im Einsatz, außerdem für JUMBO als Hörbuchsprecherin. Seit dem Start des neuen Fernsehsenders Kabel1 Doku ist sie als Gesicht der ersten Stunde dabei und präsentiert das Doku-Magazin. Im NDR gehört die 45-Jährige zum Moderatorenteam des Nordmagazins. Annika de Buhr engagiert sich ehrenamtlich als Glücksbotschafterin der Stiftung Kinderjahre und als Schirmherrin des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Hannover. Sie hat einen Sohn, der bei ihr aufwächst.

Was hat Sie zuletzt innerlich berührt?
Oh, da gibt es so vieles! Zu sehen, wie sich mein Sohn immer eigenständiger in der Welt bewegt, beispielsweise. Oder wie groß und bedeutend die Themen seiner Welt für ihn sind – etwa ein tolles Tor zu schießen. Oder auch das World Press Photo 2017, das voller Hass, blinder Wut und Spannung ist. Als Journalistin beschäftigen mich natürlich die Themen der Welt und auch berufsethische Fragestellungen.
 
Wofür lohnt es sich zu leben?
Für den Frieden. Für ein gelingendes Miteinander, generations- und kulturübergreifend. Für einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt. Das ist jetzt der ganz große Bogen, aber ich glaube jeder Einzelne kann hier in der Tat etwas beitragen.

Woran glauben Sie?
Ich glaube, es ist wichtig, seine Stärken, Talente und Interessen früh zu entdecken und zu pflegen. Wem das gelingt, wird sich seiner sicher sein, kann sich einbringen in einer gemeinsamen Welt, die lebenswert ist. Diese Art des Bewusstseins wirkt nach innen und außen: für ein ausgeglichenes Selbst und für eine Welt von morgen – besonders in unserer Zeit des rasanten Wandels wichtig.

Was ist für Sie Glück?
(lacht) Mein Glück? Dass mich nichts scheut. Ja, das ist es. Glücklich ist der, der will, was er bekommt.

Welche Eigenschaften an sich schätzen Sie am meisten?
Ohne die eben genannte Gabe wäre ich nicht Journalistin bzw. Moderatorin geworden, könnte meine Talente nicht einbringen. Im Beruf vor der Kamera, in fordernden Situationen, bei anspruchsvollen Themen oder Gesprächspartnern wäre Scheu fehl am Platze. Freunde sagen außerdem von mir, ich wäre mit einem starken Willen und großem Durchhaltevermögen ausgestattet. Am meisten aber schätze ich an mir die Eigenschaft, alles mit hoher Identifikation und Passion tun zu können.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen Menschen?
All die Talente, die ich nicht habe, finde ich bewundernswert. Ich schätze es sehr, wenn jemand mit seinem Gitarrenspiel Menschen glücklich machen und unterhalten kann. Ich hatte Klavierunterricht, musste aber immer mühevoll üben. Geduld ist eine Eigenschaft, die ich weniger bei mir, dafür bei anderen finde und sehr mag.

Was hilft Ihnen, wenn Sie einmal nicht wissen, wie es in Ihrem Leben weitergehen soll?
Ich nehme die Situation so an wie sie ist oder besser gesagt den Augenblick. Denn lange dauert solch ein Zustand bei mir nicht. Mit einer großen Zuversicht und dem tiefen Glauben daran, dass schon alles seinen Gang gehen wird, komme ich immer recht schnell auf neue, zukunftsweisende Ideen.

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