Superfood Alge

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Die einen schreiben Algen eine gesundheitsfördernde Wirkung zu, die anderen sehen in ihnen sogar einen wichtigen Schlüssel zur künftigen Sicherung der Welternährung. Wir haben uns das grüne Superfood einmal näher angeschaut.

Was bei den Asiaten schon seit Urzeiten auf dem täglichen Speiseplan steht, erobert jetzt so langsam die europäische Küche. Algen schmecken keineswegs nur nach Salz und Meer. Manche besitzen Geschmacksnoten von Speck oder Bohnen, andere erinnern an Anis. Wir kennen das Meeresgemüse oft nur von dem beliebten Sushi. Doch neben Sushi findet man die Alge immer häufiger als Nahrungsergänzung und als Zusatz in verarbeiteten Lebensmitteln. Ihr besonders hoher Gesundheitswert macht die Algen für verschiedene Bedarfssituationen in der Ernährung immer interessanter. So kann man der Alge mittlerweile blutdruck- und cholesterinsenkende, blutreinigende, magen- und darmschützende, antivirale, antibakterielle und antikanzerogene Wirkungen nachweisen. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die niedrige Brustkrebsrate bei Frauen aus Japan, dem Land mit dem größten Algenkonsum. Eine andere positive Eigenschaft: Algen stärken und bauen das Immunsystem auf. Das ist insofern wichtig, da wir ständig physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, die unser Immunsystem schwächen und uns anfällig für Krankheiten machen. Eine gute Nachricht für Figurbewusste: Algen sind eine der wenigen natürlichen kohlehydratarmen Alternativen zu tierischem Eiweiß.

Braune, grüne und rote Algen

Es gibt ca. 30.000 verschiedene Algenarten, die sich in ihrer Größe, Farbe und Form unterscheiden. Alle sind echte Überlebenskünstler. Selbst unter widrigsten Bedingungen können sie sich perfekt an ihre Umgebung anpassen. Algen findet man in Salzwasser, Süßwasser, auf Steinen, im Erdboden. Sogar an Extremstandorten wie heißen Quellen, vulkanischen Inseln, arktischem Eis und Wüsten sind sie beheimatet. Doch Algen sind nicht gleich Algen. Grundsätzlich gibt es zwei Arten: die winzig kleinen Mikroalgen und die großblättrigen Makroalgen. Speisealgen sind meist Makroalgen und werden als Meeresgemüse bezeichnet. Am weitesten verbreitet ist die Rotalge Nori, die zu Blättern gepresst die Sushi-Rollen zusammenhalten…
Sara Neukirch
Den ganzen Artikel finden Sie in unserer bewusster leben Ausgabe 3/2019

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