Tierisch heiß!

Wie Eisbär, Koala und Co. unter dem Klimawandel leiden und was wir im fernen Europa dagegen tun können.

Extreme Hitzewellen und Dürre, Stürme, Überschwemmungen, schmelzende Gletscher – in den Medien werden wir fast täglich mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Und das ist wichtig, denn inzwischen ist klar: Selbst wenn alle bislang getroffenen Klimaschutzmaßnahmen so umgesetzt werden wie geplant, wird die globale Erderwärmung Forschern zufolge Ende des Jahrhunderts bei 2,4 Grad liegen – und damit deutlich über dem gewünschten 1,5-Grad-Ziel. Die ökologischen Folgen des weltweiten Temperaturanstiegs sind überall spürbar. Inzwischen zahlt die Menschheit – insbesondere in den Entwicklungsländern – bereits die Rechnung: In manchen Gegenden sinkt die Ernährungssicherheit, schwinden die Wasserressourcen und werden Todesfälle durch Hitzewellen immer häufiger.

Doch nicht nur wir Menschen leiden unter dem Klimawandel, auch die Tiere sind stark betroffen.

So zum Beispiel der Eisbär – das Symbol für die Folgen des Klimawandels. Dem zweitgrößten lebenden Landraubtier schmilzt der Lebensraum buchstäblich unter den Tatzen weg. Der Eisbär lebt vor allem auf dem Packeis, welches das Polarmeer rund um den Nordpol bedeckt und wo im Frühjahr die Robben ihre Jungen zur Welt bringen. Er ist auf diese dicke, zusammenhängende Eisdecke angewiesen, um erfolgreich auf Robbenjagd gehen zu können. Allerdings ist die Klimaerwärmung ausgerechnet in der Arktis doppelt so stark wie anderswo auf der Erde, und der Eisbär droht seine Nahrungsgrundlage zu verlieren. Bären, die schon bisher Streifgebiete jenseits der Küste bevorzugten, müssen dem Eis immer weiter in den nahrungsärmeren Norden folgen, und die Weibchen verlieren den Kontakt zu ihren angestammten Wurfplätzen an Land. Jene Tiere, die den Sommer traditionell an der Küste verbringen, büßen im Frühjahr und Herbst wertvolle Jagdzeit ein, weil das Meereis früher verschwindet bzw. später zurückkommt. Forscher warnen, dass bis 2050 über 30 Prozent der Eisbären verschwunden sein könnten!

Zum Weiterlesen: Lisa Warnecke, “Tierisch heiß: Wie Koala, Elefant und Meise auf die Klimakrise reagieren”, Aufbau Verlag, 22 Euro

Den ganzen Beitrag finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 4/2021

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