Tipps für einen nachhaltigen Winter

Die Winterzeit genießen, ohne den Planeten zu belasten: Mit ein paar einfachen Alltagstipps zeigt sich, wie wenig wir wirklich brauchen und bewusst durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Im Sommer gelingt es uns leichter, im Alltag auf Nachhaltigkeit zu achten: Regionales Obst und Gemüse finden sich zu Hauf auf dem Wochenmarkt oder im benachbarten Supermarkt, die Wohnung hat wohlige Temperaturen um die zwanzig Grad und die Lampe im Wohnzimmer kann aus bleiben, da Tageslicht bis in die späten Abendstunden unser Zimmer durchflutet. Im Winter wird es umständlicher. Schnell stellen wir die Heizung auf 5, wenn wir aus der Kälte nach Hause kommen. Das Obst aus Spanien, das wir zum Nachtisch knabbern, hat weite Strecken bis zu uns zurückgelegt. Und bei den Weihnachtsgeschenken versinken wir im Verpackungsmüll. Aber auch im Winter ist es möglich, auf den eigenen ökologischen Fußabdruck zu achten – und das muss noch nicht mal aufwendig sein. Wir haben acht Tipps gesammelt, um den winterlichen Alltag bewusster und nachhaltiger zu gestalten:

  1. Das A & O: Richtig Lüften

Spätestens seit der Pandemie weiß wohl jedes Kind, wie effektives Stoßlüften und Querlüften funktioniert. Neben der Infek-tionswahrscheinlichkeit senkt das kurze, aber herzhafte Lüften mit offenem (nicht gekipptem!) Fenster auch die Schimmelbildung und die Heizkosten. Während dem 2- bis 3-maligen Lüften pro Tag sollte die Heizung runtergedreht werden. Aber Achtung: Nicht ausstellen! Das ständige Aus und An der Heizung sorgt sogar für einen noch höheren Verbrauch.

  1. Weniger Energieverbrauch

Manchmal neigen wir nach dem Sommer dazu, den Heizkörper schon viel eher anzustellen als notwendig wäre. Pullis oder Strickjacken eignen sich hervorragend, um die Heiz-Zeit noch ein wenig hinauszuzögern. Etwa 70 Prozent des Energieverbrauches eines Haushaltes entfällt auf die Heizung. Auch das lässt sich durch bewusste Handhabung beeinflussen und dabei mit jedem Grad weniger 6 Prozent Energie einsparen. Empfohlen wird die Heizungsstufe 2–4 (18-20°C) für Wohnräume, nachts im Schlafzimmer Stufe 1–2 (ca. 14°C) und in unbenutzten Räumen Stufe 1 (ca. 12°C). Dafür am besten auch Möbel vor den Heizkörpern wegräumen, damit sich die Wärme verteilen kann. Wer CO2 dauerhaft einsparen möchte, für die/den lohnt es sich, nach einem Anbieter für Ökostrom zu schauen.

  1. Saisonales und Regionales genießen

Unser tägliches Essverhalten beeinflusst zu großen Teilen unseren ökologischen Fußabdruck. Da wir gerade in der Winterzeit evolutionsbiologisch begründet mehr Nahrung kaufen und verzehren, lohnt sich auch hier der Blick auf das Bio- und Umweltsiegel (z.B. MSC oder ASC) der HerstellerInnen. Unumstritten ist wohl, dass eine pflanzenbasierte Ernährung die größte Menge an Emissionen einsparen kann. Wer aber gerade an Weihnachten nicht auf den fleischhaltigen Festtagsschmaus verzichten möchte, kann auch darauf achten, hochwertigeres und regional produziertes Fleisch vom Metzger um die Ecke zu erwerben. Übrigens: Wintergemüse kann auch richtig bunt! Salat, Kohl, Lauch, Pastinaken sowie Kürbisse und späte Kartoffeln gibt’s in dieser Jahreszeit quasi frisch vom Feld.

Zum Weiterlesen: Kerstin Mayer, Zero Waste – ohne Stress, Kosmos Verlag, 16 Euro.

Den ganzen Beitrag finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 6/2021

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