Wann macht Coaching Sinn?

In bestimmten Lebenssituationen wollen oder müssen wir neue Wege beschreiten. Meist beruflich, manchmal auch privat. Dann kann der richtige Coach zu einem effizienten Begleiter werden. Martin Geiger darüber, wann Coaching Sinn macht, und was einen guten Coach auszeichnet.

In welchen konkreten Lebenssituationen würden Sie ein Coach empfehlen?
Ich wüsste auf Anhieb im Grunde keine, in der ein Coach nicht einen wertvollen Beitrag leisten könnte. Ein Coaching kann sich in fast allen Lebensbereichen dazu eignen, um die Ausgangssituation zu verbessern. Wo immer ich vor einer Herausforderung stehe, gibt es höchstwahrscheinlich jemanden, der diese bereits erfolgreich gemeistert hat. Von diesen Erfahrungen kann ich als ratsuchende Person profitieren.

Was ist das Ziel eines Coachings?
Das legt jede Klientin und jeder Klient gemeinsam mit seinem Coach zu Beginn individuell fest. Genau diese Definition zu Beginn bildet die Grundlage eines Coaching-Auftrages, bevor es in der Folge um die Erreichung dieses Zieles geht. Neben Lern- oder Erkenntnisgewinnen sollte vor allem jedoch die eigentliche Umsetzung im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen. Denn häufig wissen wir selbst, was gut für uns wäre, aber handeln trotzdem nicht danach.

Was kann Coaching und was kann es nicht?
Coaching ist keine Therapie und hier gilt es für Coaches, entsprechend verantwortlich zu handeln. Wenn die, die Beratung in Anspruch nehmende Person, entsprechende Anzeichen tieferliegender, psychischer Probleme zeigt, bedeuten die eine klare Grenze, an der die Möglichkeiten eines Coachings enden. Wenn ich hingegen ein Ziel erreichen oder mein Verhalten ändern will, können mir die Reflektion, Impulse, Motivation und Erfahrungen eines Coaches helfen. Die Verantwortung für die Ergebnisse und die praktische Umsetzung bleibt jedoch immer bei der/dem KlientIn. Der Coach kann nicht für mich zum Sport gehen, das Gespräch mit dem Lebenspartner führen oder die Kündigung beim Arbeitgeber einreichen. Gutes Coaching bedeutet immer „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Coaching ist zum Modewort geworden. Für alles und jeden bieten sich Coaches an. Aber was genau macht einen guten Coach aus?
Was einen guten Coach ausmacht, das legt letztendlich die ratsuchende Person fest. Ich schätze, dass wahrscheinlich achtzig Prozent der Coaches im Grunde eher Berater sind, die sich aber Coach nennen, weil der Begriff gefragter ist. Das Problem bei diesen Experten ist häufig, dass es ihnen an einem ganzheitlichen Ansatz fehlt und die zu beratende Person letztlich in der Unzulänglichkeit gefangen bleibt. Fähigkeiten bzw. Eigenschaften wie Zuhören, Empathie, Klarheit, Zielorientierung, Weiterbildung, Kompetenz und Praxiserfahrung sind sicher unabdingbar. Ein guter Coach versteht es vor allem, die richtigen Fragen zu stellen, damit die KlientInnen an den eigenen Antworten wachsen können. Denn es gibt keinen besseren Experten für das eigene Leben als man selbst. Grundsätzlich sollte eher auf Referenzen statt auf Zertifikate geachtet werden. Das schafft Klarheit, weil viele Coaches schlicht nur auf den Erfolg hoffen, den ein schnell wachsender Markt verspricht, ohne sich darauf zu konzentrieren, ihren Klient/Innen einen echten Mehrwert und Weiterentwicklung zu bieten.

Martin Geiger ist Buchautor, Vortragsredner und Erfolgscoach und gilt seit über 18 Jahren als der Pionier des telefonischen Life-Coachings. Seine coach2call Academy ist Deutschlands führende Online-Ausbildung für Life-Coaching per Telefon.
www.life-coach-werden.de
www.coach2call-academy.de

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