Weihrauch – heilsames Harz

Weihrauch ist vielen vertraut bei kirchlichen Festen, doch auch in der Medizin findet der Gottesduft Einsatzmöglichkeiten. Worauf man achten sollte und wie hoch die Dosis sein sollte – mehr im nachfolgenden Artikel.

Es gibt einige Vorteile, weshalb Weihrauch in der Medizin gefragt ist. Vor allem seine entzündungshemmende Wirkung bei chronischen Erkrankungen lässt viele Betroffene hoffen. Zudem soll er antibakteriell und beruhigend sein, er stärkt das Immunsystem und schützt die Leber. Die unkomplizierte Einnahme von Weihrauch Kapseln ist ideal, um in den Genuss dieser Heilkraft zu gelangen.

Die Liste der Einsatzmöglichkeiten ist noch länger: bei Hirntumoren, Multipler Sklerose, bei Darm- und Gelenksentzündungen. Die Dosis richtet sich nach der Art der Beschwerden. Beispielsweise wird bei Rheuma eine Dosis von 2400 bis 3600 Milligramm täglich empfohlen. Allerdings braucht es Geduld, die Wirkung zeigt sich erst nach einer Weile.

Weihrauchöl fördert die Entspannung. Insbesondere nach einem stressigen Tag ist Weihrauchöl hilfreich, um den Stress abzubauen und zu entspannen. Das warme, reiche Aroma verbessert die Stimmung und bringt die Emotionen wieder ins Gleichgewicht, Körper und Geist beruhigen sich. Und selbst bei Angst soll Weihrauch zum Einsatz kommen. Ein durchschnittlicher Baum ermöglicht eine Harzernte von drei bis zehn Kilogramm jährlich. Nach Saisonbeginn im März wird das Harz nach 10 bis 20 Tagen vorsichtig abgeschabt und anschließend luftgetrocknet.

Ayurvedische Medizin und Weihrauch

In der Ayurvedischen Medizin wird Weihrauch schon länger verwendet. Die im Weihrauch enthaltenen Boswellia-Säuren blockieren Entzündungen, insbesondere auch chronische. So wird Weihrauch bei MS-Patienten statt Kortison genutzt, da es zwar eine ähnliche Wirkung hat, aber als besser verträglich gilt als Kortison.

Die ätherischen Öle bieten sich bei den entspannenden Behandlungen der Ayurveda-Kur an. Die Wirkung von Weihrauch ist allerdings schon über Jahrhunderte bekannt, denn bereits Hippokrates wusste um die heilende Wirkung von Weihrauch. Er war so begehrt, dass sogar eine blühende Handelsstraße, die Weihrauchstraße, zwischen dem Mittelmeer und Arabien entstand.

Weihrauch im Garten

Die Weihrauchpflanze wird besonders gern zwischen Beet- und Balkonpflanzen gesetzt, da ihr starker Duft Mücken und Motten vertreibt. Auch Schnecken meiden die Pflanze, die über den Sommer auch in einem Blumenkasten auf dem Balkon gedeihen kann. Staunüsse mag der Weihrauch nicht, auch zu große Trockenheit schadet der Pflanze eher. Ein sonniger, warmer Standort ist für diese Pflanze also ideal. Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit wird sparsam gegossen. Über den Winter wird ein Standort mit konstanten Temperaturen zwischen 15 bis 20 Grad empfohlen.

Abhängig von der Art wird er bis zu acht Meter erreichen. Die Blätter sehen klein und gefiedert aus. Da sie vor allem an den oberen Triebenden sitzen, bekommt der Weihrauchbaum ein knorriges Aussehen.

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