Nicole Renneberg stellt die Achtsamkeitsangebote im Zwei-Seen-Land um den Kochel- und Walchensee vor.
Eigentlich möchte ich während meiner Drehstaffel nur mal schnell an den Kochel- und Walchensee, um kurz die „Entdecke-Dich-Momente“ vorzustellen. Doch als ich ankomme, stelle ich fest: Es geht hier nicht um „kurz“ oder „schnell“, sondern um Langsamkeit, Achtsamkeit und bewusste Schritte, die uns ganz bei uns selbst ankommen lassen. Und deshalb beginnt für mich in dieser wunderschönen Zwei-Seen-Landschaft auch eine ganz persönliche Reise zu mir selbst. Natürlich mit der Kamera im Gepäck. Aber werde ich es bei meinem Selbstversuch auch schaffen, aus meiner üblichen „Moderatoren-Rolle“ zu schlüpfen?
Ich treffe auf den Tourismusleiter Daniel, der mir mit großer Leidenschaft sein Achtsamkeits-Projekt für die Region näherbringt. Gerade in einer Zeit, die von permanenter Erreichbarkeit, Social Media, Leistungsdruck und rastloser Hektik geprägt ist, verlieren viele Menschen den Zugang zu sich selbst. Momente der Ruhe, echte Selbstfürsorge und bewusstes Innehalten geraten dabei immer mehr in den Hintergrund.
Die Region trifft den Zeitgeist
Mit den „Entdecke-Dich-Momenten“ trifft die Region genau den Zeitgeist: eine persönliche tiefgreifende Erfahrung mit dir selbst an zwölf ausgewählten Stationen rund um die Seen und Berge, die dich inspirieren und in deinem Alltag spürbar werden sollen. Dein Begleiter ist ein Booklet, mit kleinen Übungen und Anregungen und genug Platz für eigene Notizen, Gedanken und Alltags-Impulse.
Meine erste bewusste Begegnung mit der gewaltigen Natur und mir selbst mache ich am Lainbach-Wasserfall. Dazu rät das Booklet: „Verweile an diesem Ort und frage dich – wie das vorbeirauschende Wasser –, woher du kommst und wohin du gehst.“
Meine Gedanken kommen und gehen wie das Wasser. Alles beginnt sich in mir gleichförmig zu bewegen. Diese Naturerfahrung und dazu die klare Luft schärfen meine Wahrnehmungen und meine Sinne. Als ich über die Brücke vor dem tosenden Wasser laufe, höre ich plötzlich wieder laut und deutlich meinen Kameramann mit seinen Regieanweisungen rufen. Das hatte ich fast vergessen. Eine Erfahrung, die ich hier bei meinem Dreh noch öfter machen werde.
Orte, die die Seele nähren
Am nächsten Tag dreht sich alles um den achtsamen Genuss: Das vegetarisch-vegane Soulfood-Café und Restaurant „Tiny Soul“ in Kochel ist Teil der „Entdecke-Dich-Momente“. Ich treffe Richard, den Inhaber des Cafés. Hier fühle ich mich sofort wohl und komme in der gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre bei gesunden Gerichten aus aller Welt zur Ruhe. Und genau das ist auch die Idee von „Tiny Soul“: die Welt in ein kleines Lokal nach Kochel zu holen. Für Bayern vielleicht noch etwas ungewöhnlich, bei Reisenden und Einheimischen kommt das Konzept aber bestens an. Und so finde auch ich an diesem Ort zur Ruhe. Ich vergesse meinen Kameramann, beobachte die Landschaft, kritzele in mein Booklet und halte Anregungen für zu Hause fest.
Einfach Zeit mit mir
Die Seen könnten übrigens unterschiedlicher kaum sein: Der malerische Kochelsee wirkt ruhig und sanft, beinahe meditativ. Am türkisblauen Walchensee hingegen fühlt es sich an, als wäre man irgendwo in den Weiten Kanadas. Er zählt übrigens zu den tiefsten Seen in Deutschland. Bei einem Spaziergang am Ufer lausche ich den Geräuschen des Sees und des Windes. Verfolge die Aktivitäten der Wasservögel. Übrigens kannst du dich beim Entspannen auch vom „Sound of Kochel und Walchensee“ inspirieren lassen – eine meditative Musik, unterlegt mit Naturgeräuschen, die eigens vom heimischen Künstler Louis Edlinger komponiert wurde.

Gönn dir eine Auszeit für Körper und Seele
Nach all den Naturerlebnissen gönne ich mir eine Auszeit für Körper und Seele und tanke neue Energie in den Kristall-Thermen Trimini. Der Blick über den Kochelsee ist einfach traumhaft und durch den langen Holzsteg sowie die Panorama-Saunen fühlt man sich der Natur ganz nah. Zur Abkühlung nach dem Saunagang geht es direkt von der Liegewiese hinein in das tiefblaue Wasser des Sees – textilfrei und herrlich befreiend. Der einzige Beobachter sind die Berge, die den See umrahmen.
Mit vielen positiven Impulsen geht es dann für mich wieder nach Hause. Ich fühle mich gestärkt für den Alltag und habe auch noch eine interessante Erfahrung gemacht: Ja, ich konnte hier sehr gut aus der „Moderatoren-Rolle“ schlüpfen und beim Eintauchen in die Naturlandschaften dann auch mal meinen (Kamera-)Mann einfach vergessen.
Die Reportage über die „Entdecke-Dich-Momente“ und alles, was ich dabei erlebt habe, seht ihr in den Reise-Reportagen auf meinem ganzheitlichen Film-Online-Magazin www.gesundheitslounge.de oder folge uns auf Instagram unter gesundheitsloungeberlin.
Mehr Infos über die „Entdecke-Dich-Momente“ unter: zwei-seen-land.de/entdecke-dich


