Die Kraft der Rituale in den Rauhnächten

Warum die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr die beste Zeit ist, um Altes loszulassen und Raum für Neues zu schaffen. Christine Dohler zeigt, wie wir diese Phase besonders intensiv erleben können.

Täglich wiederkehrende Rituale sind auch ein wesentlicher Bestandteil der Rauhnächte-Reise und eine wunderbare Gelegenheit, die Kraft der Rituale kennenzulernen, um diese später beizubehalten, zum Beispiel für einen bewussten Start in den Tag oder einen Abschluss vor dem Schlafengehen. Oder für eine Pause mittendrin. Es ist nicht entscheidend, wann du ein Ritual machst. Viel wichtiger ist, dass du es gern tust. Die Dauer sagt ebenfalls nichts über die Qualität aus. Dafür jedoch die Intensität und deine Intention.
Also wie sehr du dich darauf einlässt und bewusst mit deinem Fokus und deinen Sinnen dabei bist. Du bist frei, zu entscheiden, welche Rituale du täglich während der Rauhnächte an welchem (Kraft-) Ort machen möchtest – sozusagen als Basis (…). Schau einfach, was du während der Rauhnächte ausprobieren magst – oder lieber zu einem anderen Zeitpunkt.

In Kontakt mit der Magie des Lebens

Die Rituale für die Rauhnächte, die ich dir vorschlage, sind inspiriert von der Tradition, aber auch so gestaltet, dass du die Energie der Rauhnächte auf moderne Art für dich erfahrbar machen kannst. Es ist absolut nicht schlimm, wenn du sie mal vergisst, entschieden auslässt oder am 30. Dezember startest. Es ist schon genug, wenn du während der Rauhnächte bewusster und präsenter mit dir und deinem Umfeld bist als sonst. Wenn während dieser Zeit die Welt zur Ruhe kommt und du deine Wahrnehmung schärfst, um mit dem Übersinnlichen in Kontakt zu kommen, mit der Magie des Lebens, dann geht es vor allem darum, über deine Sinne zu empfangen. Wenn du achtsamer bist, dann kann es sein, dass du Serendipität erlebst. Was das ist? Nenne es Gnade oder Zufall. Es ist ein besonderer Moment der Fügung. Du findest etwas, das du nicht gesucht hast. Aber es ist für dich sehr hilfreich.

Achte auf Zeichen

Mein genereller Tipp ist: Achte auf Zeichen und Begegnungen. Welche Momente ergeben sich für dich – ohne Planung? Was erlebst du? Welche Worte und Bilder zeigen sich dir? Deswegen kannst du schauen, was dir während dieser Zeit einfach so passiert: Welche Worte liest du? Welche Tiere laufen dir über den Weg? Welche Themen zeigen sich in deinem Leben? Was träumst du? All das können Einladungen und Symbole sein, die du dir genauer anschaust. Das muss aber nicht immer so sein. Nicht jedes Mal, wenn es 11:11 Uhr ist und du auf die Uhr schaust, hat das eine Bedeutung. Man kann auch zu sehr auf Zeichen achten und empfindet das dann nur noch als verwirrend. Spüre in dich hinein und fühle selbst: Was dich berührt, was in dir starke Gefühle auslöst und ungewöhnlich erscheint, kann für dich wichtig sein. Manchmal reicht es auch schon, dass du aus deinem Trott kommst und aufhorchst. Alles andere ist ein Zufall. Nur du kannst es für dich fühlen und deuten.

Du entscheidest, was du damit machst

Grundsätzlich darfst du wissen, dass jede Rauhnacht als Vorausschau für einen Monat im kommenden Jahr dient – als Angebot, dass du dich in dem Monat mit einem Aspekt, der sich während der Rauhnacht möglicherweise gezeigt hat, näher beschäftigst. Sich auf Eingebungen einzustimmen, kann eine spannende und spielerische Beschäftigung sein. Dafür brauchst du nichts weiter alsein wenig Neugier und Offenheit – und am Ende darfst du mit deiner Intuition schauen, was in welcher Form für dich stimmig ist. Was auch immer sich zeigt: Es sind Impulse und Hinweise. Du entscheidest, was du damit machst.
Christine Dohler

Zum Weiterlesen:
Christine Dohler, Die Rauh­nächte Die magische Energie deiner Kraftorte, Goldmann Verlag, 16 Euro

Den ganzen Artikel findest du in unserer bewusster leben Ausgabe 6/2026

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