Die fünf Liebessprachen des Paartherapeut Gary Chapman aus den 90er Jahren sind inzwischen vielen bekannt. Doch nun hat die Autorin Alise Morales vier neue Love Languages entdeckt. Und so viel sei schon mal verraten: Sie gehen direkt ins Herz und beflügeln jede Partnerschaft.
Die Liebe. Wunderschön, aufregend und am Ende oft herzzerreißend. Denn viele Beziehungen scheitern nicht unbedingt an zu wenig davon, sondern an der Vorstellung, dass Liebe von selbst funktionieren müsse. Doch Nähe entsteht vor allem durch bewusste Entscheidungen und eine aktive Gestaltung. Die wesentliche Frage ist meist nicht, ob wir uns lieben – sondern wie wir unsere Zuneigung zeigen. Die fünf Sprachen der Liebe aus den 90er Jahren versuchten, das greifbar zu machen. Der Paartherapeut Gary Chapman erfand sie einst und gliederte sie in:
- Lob und Anerkennung
- Quality Time: Zweisamkeit –
die Zeit nur für euch - Geschenke, die von Herzen
kommen - Hilfsbereitschaft
- Zärtlichkeit
Es gibt nicht nur eine Art, wie wir geliebt werden wollen
Seitdem hat sich jedoch vieles verändert: Dating-Apps sprießen aus dem Boden und das klassische Beziehungsmodell von zwei Menschen, die für immer zusammenbleiben, ist längst nicht mehr zeitgemäß. „Über 30 Jahre lang standen dieselben fünf Optionen auf unserer Speisekarte der Liebe”, so die Autorin Alise Morales. „Es sind großartige Gerichte. Wir bestellen sie wirklich gern. Aber jetzt ist es an der Zeit, ein paar neue Speisen hinzuzufügen.” Dabei sollten wir uns nicht nur auf eine Liebessprache festlegen, denn „Es gibt nicht nur eine Art, wie wir geliebt werden wollen, genauso wie es auch nicht die eine Art zu lieben gibt.” Morales hat das Konzept der fünf Liebessprachen auf neun erweitert. „Wir alle verändern uns mit der Zeit, da liegt es nahe, dass sich auch eine Partnerschaft zwischen zwei oder mehr Menschen im Laufe der Zeit verändern wird. Wenn wir immer zu denselben fünf Werkzeugen in derselben alten Werkzeugkiste greifen, stellen wir möglicherweise fest, dass sie alle ihren Glanz verloren haben“, so Morales. Also sollten wir uns ihre neuen neun Sprachen der Liebe für eine glückliche Partnerschaft einmal genauer anschauen:
- Ehrliche Worte der Bestätigung
Worte können liebevoll, wertschätzend und respektvoll sein – ihre Wirkung ist sogar wissenschaftlich belegt: Komplimente aktivieren im Gehirn ähnliche Belohnungszentren wie Geld, ermutigende Worte stärken zudem Selbstvertrauen. Auch Chapman unterscheidet solche „Dialekte“ der Liebessprache – entscheidend ist für Morales aber: Authentizität. Bestätigung darf nicht auf Kosten der eigenen Grenzen gehen und sie verliert ihren Wert, wenn sie Ehrlichkeit ersetzt oder Konflikte übertüncht. Dinge auszusprechen wie: „Du musst dein Verhalten ändern“ oder „Damit verletzt du mich“ dürfen respektvoll ausgesprochen werden, denn nur wer auch das Unangenehme sagt – und es im Umkehrschluss auch annehmen kann –, ist sich selbst treu und schützt die Beziehung.
Zum Vertiefen: Alise Morales/Ana Jarén, Love Lessons. Neue Love Languages für mehr Liebe in jeder Beziehung, Knesebeck Verlag, 20 Euro
Den ganzen Artikel mit allen 9 Sprachen der Liebe findest du in unserer bewusster leben Ausgabe 2/2026
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bewusster leben 2/2026
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