Was bleibt, wenn der Lärm des Alltags verstummt? Gudrun Lochtes Buch lädt dazu ein, dem nachzuspüren, was wirklich zählt: den stillen Momenten, den Begegnungen, die unser Leben verändern, und dem Mut, den eigenen Weg zu wählen. Eine inspirierende Geschichte über die Kraft, „Ja“ zu sich selbst zu sagen.
Manchmal, beginnt ein Neuanfang mit einer einzigen Entscheidung. Für die 45-jährige Caro, Ehefrau, Mutter und Bibliothekarin, ist es die Entscheidung, für vier Wochen allein nach Südfrankreich zu reisen. Ein Sprachurlaub, den sie sich seit Jahren gewünscht hat – und den ihr Mann Holger für vollkommen überflüssig hält. Doch genau dieser Schritt wird zum Wendepunkt. In der malerischen Kleinstadt Uzès entdeckt Caro nicht nur die französische Sprache neu, sondern vor allem sich selbst. Sie begegnet Menschen, die sie berühren und ihr Mut machen: einer alten Dame in Paris, die ihr einen Karneol schenkt – Symbol für Selbstvertrauen und Entschlossenheit. Einem Ehepaar auf einem Kräuterhof, das ihr zeigt, wie Liebe auch nach Jahrzehnten noch leicht sein kann. Und einem jüngeren Mann, der ihr Herz durcheinanderbringt und sie fragen lässt, wer sie eigentlich sein möchte – jenseits ihrer Rollen als Ehefrau, Mutter und Kollegin.
Zwischen Lavendelfeldern, Marktplätzen und dem Duft von Kräutern
Während Caro in Frankreich zu sich selbst findet, holt sie der Alltag dennoch ein: Ihr Sohn Benni gerät in Schwierigkeiten mit der Polizei und stellt Caro vor die Frage, wie sie als Mutter reagieren soll, während sie selbst gerade erst lernt, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Gudrun Lochtes Roman „Au revoir und tschüss“ erzählt einfühlsam und mit leichter Hand von einer Frau, die nach über zwanzig Ehejahren erkennt, dass sie sich selbst über weite Strecken aus den Augen verloren hat. Zwischen Lavendelfeldern, Marktplätzen und dem Duft von Kräutern und frischem Baguette reift in Caro der Entschluss, ihr Leben neu zu gestalten – Schritt für Schritt, ohne jemandem etwas beweisen zu müssen, sondern für sich selbst. „Au revoir und tschüss“ ist eine Liebesgeschichte – über die Liebe zu sich selbst. Es ist eine Ermutigung für alle, die spüren, dass es Zeit für eine Veränderung ist, aber nicht wissen, wie ein erster Schritt aussehen könnte. Caros Geschichte macht Mut: Mut, unbequeme Fragen zu stellen. Mut, dem eigenen Herzen zuzuhören, statt nur den Erwartungen anderer zu genügen. Mut, sich selbst noch einmal neu zu erfinden – mit fünfundvierzig, mit sechzig, in jedem Alter.

„Es gibt keinen falschen Zeitpunkt, um endlich das eigene Leben zu leben.“ Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und macht ihn zu weit mehr als einer Geschichte über eine Reise: Er ist eine Einladung, den eigenen Alltag noch einmal neu zu betrachten. „Au revoir und tschüss“ ist damit auch ein Buch über bewusstes Leben: über die Frage, was wirklich zählt, wenn man den Trott des Alltags einmal verlässt. Über die Kraft kleiner Begegnungen, die das große Ganze verändern können. Und über den Mut, „Ja“ zu sich selbst zu sagen – auch wenn das bedeutet, vertraute Wege zu verlassen. Was Caro am Ende dieser vier Wochen für sich entscheidet, verändert weit mehr als nur ihren Urlaub – es stellt alles infrage, was ihr Leben bisher ausgemacht hat. Wie es für Caro, Holger und die Familie weitergeht, verrät der Roman auf seinen letzten Seiten.
Ein Buch über Mut und einen Neuanfang
Gudrun Lochte gelingt mit ihrem Roman ein warmherziges, unterhaltsames und zugleich berührendes Porträt einer Frau im Aufbruch – mit viel französischem Flair, liebevoll gezeichneten Nebenfiguren und der Botschaft, dass es sich lohnt, dem eigenen Leben wieder zuzuhören. Ein Buch für alle, die manchmal davon träumen, noch einmal ganz von vorne anzufangen – und den Mut suchen, es tatsächlich zu tun.

Zum Weiterlesen:
„Au revoir und tschüss“von Gudrun Lochte ist im VANI Verlag erschienen (ISBN 978-3-69169-003-3) und ab sofort im Buchhandel sowie online unter vani-verlag.de erhältlich.


