Gelassen und geistig fit

Unser Leben wird immer komplexer und schneller. Stress, Hektik und soziale Probleme sind die Folge. Auch unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit kann dadurch empfindlich beeinträchtigt werden. Doch bestimmte Nahrungsmittel oder eine speziell kombinierte Nährstoff-Therapie können das Gehirn wieder auf Trab bringen.

Jeder kennt das Phänomen eines kurzen Black-outs. Plötzlich fällt einem partout nicht mehr der Name eines Geschäftspartners oder Bekannten ein. Genauso unangenehm: Man steht an der Supermarktkasse und weiß die PIN-Nummer nicht mehr, obwohl man noch am Vortag am EC-Automaten Geld abgehoben hat. In den meisten Fällen funktioniert unser Hirn nach kurzer Zeit wieder reibungslos. Verunsichert werden wir, wenn uns unser Gedächtnis immer wieder im Stich lässt.

Eine derartige Phase durchlebt Franziska gerade. Zuerst hat sie ihre teure Brille verloren, dann ihren kostbaren Ring verlegt. Und letzte Woche ließ sie ihren Haustürschlüssel innen stecken. Ihre Vergesslichkeit kommt sie im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu stehen. Franziska ist keine Seniorin, sondern eine erfolgreiche berufstätige Frau im mittleren Alter. Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit sind keineswegs Phänomene, die nur im hohen Alter auftreten. Weitaus früher, schon in jüngeren Jahren und im mittleren Erwachsenenalter, machen Menschen die Erfahrung, dass ihr Gedächtnis häufig versagt. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.

Zum einen können Depressionen, zum anderen lang andauernder Stress durch Überforderung am Arbeitsplatz oder soziale Probleme Auslöser sein. Chronischer Stress bewirkt einen erhöhten Cortisolspiegel. Hierdurch können sogar die Nervenzellen im Hippocampus geschädigt werden. Der Hippocampus ist die Hirnregion, die für die Gedächtnisleistung und das Lernen eine zentrale Rolle spielt. Oft erweist sich der Stressabbau als erfolgreiche Maßnahme, um das Gedächtnis wieder zu verbessern. Doch nicht immer gelingt es uns, dauerhaft für eine ausgewogene Balance von Arbeit und Freizeit zu sorgen.


Phospholipide und Tyrosin: wichtige Botenstoffe für unser Gehirn


Hilfreich und sinnvoll kann es deshalb sein, die Nerven mit einer gezielten Nährstofftherapie zu stabilisieren. Denn wer entspannt und konzentriert ist, bewältigt naturgemäß seinen Alltag auch viel leichter. Speziell abgestimmte und gut kombinierte Nahrungsergänzungsmittel
können in diesen Fällen für eine ausreichende Verfügbarkeit von bestimmten Mikronährstoffen sorgen. Einen positiven Einfluss auf die Gedächtnis- und Konzentrationsleistung haben erwiesenermaßen bestimmte Aminosäuren (Eiweiße), wie Acetylcholin, Tyrosin oder Phospholipide. Diese können zum einen aus einigen Pflanzen, zum anderen aus Vitalpilzen gewonnen werden. Acetylcholin ist als Botenstoff eine wichtige Substanz für die Arbeit der Nervenzellen. Phospholipide sind Bestandteil der Membranen aller Körperzellen und sind speziell für die Gehirnzellen unentbehrlich. Da in Sojabohnen neben Cholin auch jede Menge Phospholipide enthalten sind, wird dieser Soja-Bestandteil auch für gedächtnisfördernde Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.


Auch in Vitalpilzen stecken viele Aminosäuren


Eine sehr reiche Quelle verschiedener Aminosäuren stellen Vitalpilze dar. In den letzten 30 Jahren wurden nach und nach die Eigenschaften und speziellen Wirkweisen auf den menschlichen Organismus jedes einzelnen Pilzes untersucht und durch zahlreiche Studien belegt. Doch ebenso bedeutsam sind die auf langem Wissen und Erfahrung beruhenden Erkenntnisse, die man bei der Behandlung oder Therapie mit Vitalpilzen erhalten hat. So wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin der Cordyceps sinensis (zu Deutsch: der Raupenpilz) seit Langem als Tonikum gegen Erschöpfung, Depressionen und Stress eingesetzt. In neueren Versuchen konnte man nun zeigen, dass die Extrakte des Cordyceps die Dopaminbildung begünstigen. Dopamin hat als wichtiger Neurotransmitter eine große Bedeutung für unsere psychischen Funktionen und entscheidet somit über Lernvermögen, Antriebskraft und Aktivitätsdrang. Bei einem Mangel treten vielfach Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen auf, aber auch Depressionen. Ausgangssubstanz für die Herstellung von Dopamin und Adrenalin ist die Aminosäure Tyrosin. In mehreren Studien konnte durch eine zusätzliche Zufuhr von Tyro-Sojabohnen eine deutliche Verbesserung der Stresstoleranz, der Merkfähigkeit und der psychischen Befindlichkeit erreicht werden.


B-Vitamine stärken die Nerven


Für einen gesunden Dopamin-Stoffwechsel sind wiederum Nährstoffe der orthomolekularen Medizin, wie Eisen, Kupfer und Vitamin C erforderlich. Neben den genannten Mineralstoffen und dem Vitamin C sind vor allem noch B-Vitamine für den reibungslosen Ablauf unserer Schaltzentrale unentbehrlich. Sie stärken unser Nervenkostüm und verleihen uns sozusagen ein „dickeres Fell“. So schützt B1 die Hülle der Nervenzellen. Und während B2 wiederum für die Produktion der Botenstoffe wichtig ist, ist B12 für viele Reparaturprozesse des Gehirns zuständig. Reichlich B12 liefern Nüsse und Eier, aber auch Fisch, Käse und Milch. B2 ist eher in Gemüse und Obst sowie in Milchprodukten zu finden. Wer auf Nummer sicher gehen will und für eine umfassende Nährstoffzufuhr sorgen möchte, für den kann auch die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels sinnvoll sein, das speziell den komplexen Stoffwechsel des Gehirns verbessert. Bei der Wahl ist aber auf eine ausgewogene Mischung der verschiedenen bioaktiven Wirkstoffe zu achten.


Mit dem Zellschutz frühzeitig beginnen


Schon ab dem 30. Lebensjahr altern all unsere Zellen immer schneller. Stress kann den Alterungsprozess zudem beschleunigen. In solchen Situationen oxidieren unsere Körper- und Nervenzellen noch schneller, da sie mehr freie Radikale als gewöhnlich produzieren. Deshalb steigt der Vitalstoffbedarf zusätzlich an. Deshalb ist es wichtig, möglichst frühzeitig, spätestens aber im mittleren Lebensalter auf eine naturbelassene Ernährung mit vitamin- und vitalstoffreichem Obst und Gemüse zu achten. Dieses enthält sogenannte Antioxidantien, die schädliche Stoffwechselprodukte – die freien Radikale – im Körper unschädlich machen können. Orthomolekulare Substanzen wie Vitamin C und E, aber auch Selen verbessern den Zellschutz. Aber auch die Einnahme von Vitalpilz-Extrakten kann helfen. Als besonders effiziente Radikalfänger haben sich die bioaktiven Wirkstoffe des Cordyceps und des Reishis (zu Deutsch: Lackporling) erwiesen. Beide enthalten eine Vielzahl antioxidativer Substanzen, die somit Schäden an den Zellmembranen oder an der DNS verhindern können. Das kommt nicht nur dem Gehirn zugute, sondern fördert auch die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer. Deshalb wird der Cordyceps in Asien von vielen Sportlern verwendet. Auch der Reishi hält nicht allein die Hirnzellen fit, sondern kann bis ins hohe Alter für ein gesundes Herz-Kreislauf-System sorgen.
Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt: Aufgrund des umfassenden Zellschutzes und der guten Nährstoffversorgung bleibt die Haut länger glatt und gesund. Nicht von ungefähr gilt der in Asien hochgeschätzte Pilz seit Jahrtausenden als Garant für ewige Jugend und Schönheit.
Und das kann ja nicht schaden. Schließlich wollen wir nicht nur geistig auf der Höhe sein und aktiv am Leben teilnehmen, sondern auch möglichst lange gut aussehen.

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