Wach auf – dein Leben wartet!

Glaub an dich

Die wenigsten glauben an sich und vergleichen sich ständig mit anderen Menschen, weil bei ihnen angeblich dies und das besser oder schöner ist. Ich kenne das zu gut, weil ich das selbst lange Zeit getan habe. Aber was geschieht eigentlich, wenn wir uns vergleichen? Wir fühlen uns klein, und es geht uns schlecht, weil wir uns selbst nicht so akzeptieren, wie wir sind. Wir wollen so sein wie andere und sind mit uns selbst unzufrieden. Wir messen uns mit anderen, von denen wir nicht einmal wissen, ob alles so ist, wie es scheint.
Deshalb fordere ich dich auf: Schau liebevoll auf dich selbst. Du bist wundervoll und einzigartig. Ja, du bist vollkommen. Manchmal vollkommen verrückt, aber das gehört auch dazu. Du bist du. Und wenn du dich selbst erkannt hast und dich selbst zu lieben beginnst, dann wirst du das Vergleichen im Außen nicht mehr brauchen. Genau in dem Moment hast du nämlich deinen Wegweiser (wieder) gefunden. Deinen inneren Wegweiser, die Stimme deines Herzens.
Und das Wunderschöne daran ist: Wenn du selbst erkennst, welche Herzensqualitäten du hast, und nicht ständig über dich urteilst und dich bewertest, werden dir auch wohlwollende Menschen begegnen. Es passiert noch etwas anderes automatisch: Du wirst die Herzensqualitäten deiner Mitmenschen entdecken und nicht mehr urteilen und bewerten, wie du es vorher getan hast. Alles, was in uns selbst nicht in der Liebe war, wir aber nun angenommen haben, können wir auch bei anderen Menschen genau ab diesem Zeitpunkt annehmen.
Wir umarmen nicht nur uns selbst mit unseren Macken, sondern auch unsere Mitmenschen. Und das merken sie!
Es ist ein Kreislauf, in den du dich begibst, wenn du an dich selbst glaubst und dir vertraust.

Gefühle zeigen erlaubt

Wenn du glaubst, deine Mauer sei so hart, dass man sie nicht einreißen könne … vergiss es! Das ist der größte Käse, den es gibt.
Woher ich das so genau weiß? Ich habe meine Mauern auch eingerissen. Zunächst habe ich es mit einem Hammer versucht, dann sogar mit Eisenstangen, und andere Menschen halfen mir dabei, gegen die Wände der Mauern zu stoßen, aber nichts bewegte sich. Irgendwann habe ich gesagt: „Ich gebe auf, ich kann nicht mehr, ihr könnt gehen“, und weinte bitterlich hinter der Mauer. Ich ließ alle Gefühle raus, die ich lange verdrängt hatte. Ich weinte und weinte und weinte. Und plötzlich war da etwas.
Während es um mich herum ganz dunkel war, sah ich dieses kleine Licht in mir. Es strahlte und wurde immer heller. Es schien plötzlich so hell, dass sich ein Strahl den Weg durch die Mauern suchte. Ich ging diesem Strahl nach und merkte an dieser Stelle: Der Stein ist lose, er läßt sich bewegen. Ich schob ihn raus. Das erste Licht fiel von außen zu mir herein. Ich freute mich und wusste: Jetzt wird es gehen!
Du brauchst keinen anderen, um deine Mauern einzureißen. Besinne dich auf das, was in dir liegt. Lass deine Gefühle zu, die da sind. Alle. Nimm deine Wut, deinen Ärger, deinen Hass und lebe sie. Tu, was nötig ist, um deine unterdrückten Gefühle herauszulassen. Nimm an, was da ist.

Die Vergangenheit ist vorbei

Verantwortung für sich selbst zu übernehmen bedeutet nicht, dass man sich die Schuld gibt für etwas, was man getan hat bzw. tut.
Viele von uns haben sich die Situationen, in denen sie stecken und die sie unzufrieden machen, unbewusst erschaffen. Und genau
darum geht es: zu erkennen, dass du dir dein Leben selber erschaffst. Sowohl das Leid, als auch die Freude. Das Leid meist unbewusst, weil du Muster von früher übernommen hast. Dir dessen bewusst zu werden, ist sehr befreiend.
Du darfst jetzt liebevoll mit dir umgehen und entscheiden, dass die Vergangenheit vorbei ist. Dass du nun genug gelitten hast und auf die Sonnenseite des Lebens wechselst. Dafür ist es wichtig, zu dir zu stehen. Zu dir und zu dem, was in dir steckt.
Endlich dürfen die verdrängten Gefühle gefühlt werden. Die Masken dürfen fallen und du musst nicht immer die/den Starke/n markieren.
Hab keine Angst davor, denn genau das lieben die Menschen. Werde aktiv in deinem Leben, damit innere Ruhe einkehrt. Gehe in Handlung. Du hast lange genug im Leid ausgeharrt. Als Opfer suchst du Schuldige in deinem Umfeld, aber als Opfer kannst du nicht handeln. Und ohne Handlung kein Leben. Nutze deine Vergangenheit als Sprungbrett und nicht als Sofa!

aus:
Kerstin Werner
Wach auf – Dein Leben wartet
Integral Verlag, 12,99 Euro

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