Pures Glück – aktiv entspannte Tage im Teinachtal

Sanft bergauf gehen. Plätscherbächen im Wald lauschen. Den Blick über tiefe Täler schweifen und sich nach dem Wandern verwöhnen lassen. Eine Auszeit im Nördlichen Schwarzwald ist das perfekte Setting für ein langes Mädelswochenende. Unsere Autorin Andrea C. Bayer hat’s getestet.

In die Weiten des Nördlichen Schwarzwalds habe ich mich gleich bei meinem ersten Besuch verliebt. So sehr, dass klar war: Ich komme wieder! Drei Tage liegen vor mir. Am Ende jeden Tages werde ich eine neue Lieblingswanderung haben. Der Erinnerungsspeicher füllt sich mit Eindrücken zwischen Stille und Genuss. Als ich unter den Händen von Oksana dahinschmelze, schleicht sich ein Gedanke an: „Die nächste Miniauszeit mit meiner besten Freundin wird uns hierher führen, ins Teinachtal.“ Oksana ist Kosmetikerin im Anne­marie Börlind SPA. Hier gönne ich mir eine Gesichtsbehandlung mit hochwertiger Schwarzwälder Naturkosmetik. Es ist mein erstes Mal. Ich bin etwas aufgeregt, weil ich nicht weiß, was mich erwartet. Doch dann weicht die Aufregung purem Wohlgefühl. Oksana kann man nur vertrauen. Wir verstehen uns, lachen und unterhalten uns wie alte Freundinnen. Viel zu schnell vergeht die Zeit, die sich anfühlte, als wäre ich in einen ganz eigenen Kosmos geschlüpft.

Torfmoospolster, Baum­geister & mächtige Felsen

Mit glänzender Haut trete ich an die frische Luft, atme tief durch, schließe für einen Moment die Augen. Ja, so ein bisschen Wellness passt ganz hervorragend zu Tagen, an denen Draußenzeit den Kopf frei pustet. Ich wandere die Teinach entlang und bewundere Dunstschleier, die sich nirgendwo sonst so fabelhaft heben und senken wie im Nördlichen Schwarzwald. Hier mag ich es sogar, wenn Regen fällt. Der hüllt die ohnehin schon traumhafte Szenerie in Nebel und dämpft die Farben. Ich nehme Gerüche intensiver wahr und lenke meinen Fokus auf die bizarren Formen um mich herum. Weiche Torfmoospolster ziehen meine Hände magisch an. Ich muss sie einfach berühren. Über mir treffen sich die Flechtenbärte knorriger Baumgeister. Sie sind friedlich, geleiten mich auf weichen Pfaden unter ihren Spalieren hindurch.


Gedankenversunken setze ich einen Fuß vor den anderen. Die Wanderwege in der Region sind so prima ausgeschildert, dass ein Verlaufen unmöglich ist. Ich kann mich ganz dem Landschaftsgenuss hingeben. Besonders tue ich das auf meiner Wanderung durch das Rötelbachtal. Wie passend, dass der „Wasser-, Wald- und Wiesenpfad” ein zertifizierter Genießerpfad ist. Ich mag das Gehen über bewurzelte Wege, die von Wind, Wetter und Benutzung gerundeten Formen steinerner Treppen und das Grün, das den Bachlauf säumt. Es strahlt und erhellt diesen Morgen, an dem sich die Sonne noch nicht durchsetzen konnte. Ich strahle, als ich den Stubenfelsen erreiche, eine Ansammlung mächtiger Formationen aus Buntsandstein, die den Anstieg zu ihnen hinauf mit Höhlen und Überhängen entlohnen. Wow!

Krokusblüten & der pure Genuss frischer Kräuter

Das Staunen hört nicht auf. Am nächsten Tag bewundere ich oberhalb von Bad Teinach steinerne Bänke, die sich so muckelig in die Waldhänge einfügen, als wären sie hineingewachsen. Sie wurden Anfang des 19. Jahrhunderts angelegt, zusammen mit einer Natursteintreppe. Die Mathildenstaffeln zählen über 600 Stufen. Einige von ihnen bezwinge ich beim Aufstieg. Der lohnt sich jetzt im Frühjahr noch ein bisschen mehr: Wer dem Premiumwanderweg „Der Teinacher” bis nach Zavelstein folgt, sollte unbedingt einen Abstecher zum Blütenmeer der Zavelsteiner Krokuswiesen machen. Blüten sind die Leidenschaft von Heiderose Rentschler. Ich begleite die Wildkräuterexpertin auf einem Spaziergang. Wir lassen Brennnesselsamen in unsere hohle Hand gleiten und uns vom zitronenbrauseartigen Geschmack des Sauerklees überraschen. Zum Abschluss tischt Heiderose auf: Es gibt eine Suppe aus Rote Beete und Verbenentee und eine Quiche mit Baumspinat, Gutem Heinrich und Brennnessel. Natürlich. Die so vielfältig verwendbare Brennnessel nämlich ist Heideroses Lieblingskraut. Es ist spät, als ich den Garten von Heiderose und ihrer Familie verlasse. Satt, glücklich und absolut sicher: Die nächste Mädelsauszeit führt ins Teinachtal. Vielleicht übernachten wir dann sogar in einem Baumhaus.
Andrea C. Bayer

mein-schwarzwald.de
teinachtal.de

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