Wirf mich nicht weg!

Worauf du bei Einkauf, Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln achten solltest, damit sie die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen.

Ein Drittel aller Lebensmittel landet im Müll statt auf dem Teller. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass etwa 50 Prozent mehr Lebensmittel produziert werden als tatsächlich nötig wären, um alle satt zu machen. Wir haben es also selbst in der Hand, mit unseren täglichen Handlungen und Entscheidungen die Verschwendung zu beeinflussen. Mit dem Lebensmittelsparbuch „Wirf mich nicht weg“ zeigt das Ideenportal smarticular.net, wie wir der Lebensmittelverschwendung entgegentreten können.
Das fängt mit einfachen Routinen und kleinen Verhaltensänderungen an und endet bei unseren täglichen Kaufentscheidungen. Wir zeigen dir, was du gegen Lebensmittelverschwendung tun kannst:

Restlos verwerten

Überbleibsel von der letzten Mahlzeit landen oftmals im Müll, weil zu viel gekocht wurde oder weil man einfach vergessen hat, aus den Resten noch etwas Leckeres zu zaubern. Übrig gebliebene Nudeln, Reis oder Gemüsereste sind beispielsweise eine wunderbare Basis für neue preiswerte, leckere Mahlzeiten. Auch andere vermeintliche Reste wie Blätter, Schalen, Strünke und Gehäuse von Obst und Gemüse landen meistens im Abfall. Denn vielen ist gar nicht bewusst, dass zahlreiche Gemüseblätter ebenso essbar und sogar besonders vitalstoffreich sind, sich mit Apfelschalen und Kerngehäusen Apfelessig selber machen lässt oder dass rohe Gemüseabfälle eine wunderbare Basis für eine aromatische Gemüsebrühe abgeben. Selbst Überbleibsel verbrauchter Lebensmittel wie Bananenschalen und Kaffeesatz lassen sich sinnvoll weiternutzen – zum Beispiel als Pflanzendünger. Die Schalen von Bananen enthalten wichtige Vitalstoffe, die Pflanzen richtig guttun! Einfach die Schalen im Gießwasser ziehen lassen. Zum Beispiel in die Gießkanne geben und mit Wasser auffüllen. Damit sich kein Schimmel bildet, ist es wichtig, dass die Schalen immer bedeckt sind und regelmäßig ausgewechselt werden. Um Blattläuse zu vertreiben, können klein geschnittene Bananenschalen um die betroffenen Pflanzen verteilt werden. Kaffeesatz eignet sich ebenfalls optimal als natürlicher Dünger für Topf- und Gartenpflanzen. Auch Zitrusschalen lassen sich sinnvoll weiterverwenden. Die Fruchtsäuren haben einen klärenden und glättenden Effekt auf die Haut. Hautunreinheiten, Sommersprossen und Altersflecken lassen sich mit dem Vitamin C in Zitrusschalen natürlich behandeln. Reibe nach dem Essen die weiße Innenseite der Schalen über die betroffenen Hautpartien.

Lebensmittel richtig lagern

Eine der Hauptursachen für Lebensmittelverschwendung zu Hause sind Probleme bei der Lagerung, die dazu führen, dass Speisen schneller verderben. Das ist aber leicht vermeidbar, denn wenn richtig gelagert, bleiben die Lebensmittel viel länger frisch und sogar Reste gekochter Speisen lassen sich problemlos länger aufbewahren. Wer Fehler beim Befüllen des Kühlschranks vermeidet, sorgt ebenfalls dafür, dass keine Lebensmittel verderben oder in der hintersten Ecke schlichtweg vergessen wurden. Wer hat sich nicht schon mal geärgert, dass frisches Obst und Gemüse nicht lange knackig bleibt, obwohl sie im Kühlschrank gelagert wurden? Was viele nicht wissen: Manche Obst- und Gemüsesorten halten sich ungekühlt sogar länger als im Kühlschrank.
Viele Gemüsesorten und Salate fühlen sich in der Null-Grad-Zone im Kühlschrank mit einer Luftfeuchtigkeit von 95 bis 100 Prozent besonders wohl und halten sich dort bis zu 20 Tage lang frisch. Wenn der Kühlschrank nicht mit einer solchen Temperaturzone ausgestattet ist, ist das unterste Fach oberhalb der Gemüsefächer mit 2 bis 3 °C die beste Lagerfläche – allerdings nicht für jedes Gemüse und jede Obstsorte.

9 Tipps für eine bessere Haltbarkeit von Gemüse und Obst

1. Vermeide unnötige Verpackungen oder entferne sie zu Hause. Durch Temperaturschwankungen bildet sich oft Kondenswasser in der Verpackung, das zu Schimmel führt.
2. Entferne bei Radieschen, Karotten und anderem Wurzelgemüse die Blätter, denn sie entziehen Feuchtigkeit und lassen das Gemüse schneller schrumpeln.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 3/2022

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