Wünsch dich glücklich

Das Manifestieren ist eine Technik zur Erfüllung von Wünschen und Lebens­träumen, die du ganz leicht selbst anwenden kannst. Wir erklären, was der Bestsellerautor und Life-Coach Pierre Franckh damit meint und wie es funktioniert.

Die große Liebe, eine glückliche Familie, ein guter Job und Gesundheit. Wir alle haben Träume und Wünsche. Natürlich können wir hart dafür arbeiten, dass sie sich eines Tages erfüllen. Doch egal, wie viel man tut, ein Teil bleibt auch immer dem Glück überlassen, oder? Doch was aber wäre, wenn wir selbst viel mehr beeinflussen könnten, als wir denken? Und zwar durch unsere innere Einstellung und Manifestation. Beim Manifestieren geht es nicht darum, unsere Wünsche blind ins Universum zu schreien und stillschweigend darauf zu warten, dass sie sich erfüllen. Vielmehr geht es darum, in die eigene Schöpferkraft zu kommen. Du selbst bist der Schöpfer deiner eigenen Realität, die du mit der Kraft deiner Gedanken erschaffst.
Mit einer positiven Einstellung zum Leben und der tiefen inneren Überzeugung, dass du das, was du dir wünschst, auch wirklich verdienst, legst du den Grundstein dafür, deine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. „Jeder von uns kann jetzt sofort anfangen zu manifestieren“, sagt Pierre Franckh. Aber wie funktioniert das Manifestieren von Wünschen eigentlich?

Formuliere Wünsche ­positiv, um dich zu motivieren

Wünschen ist zunächst einmal zielorientiertes Denken. Wenn du dir dein Ziel innerlich vor Augen führst, stellst du es dir bildlich vor. Was dabei passiert, ist genial: In deiner Vorstellung hast du dein Ziel schon erreicht, weil du es in deinem Inneren ja bereits sehen kannst – und dein Körper schüttet automatisch Glückshormone aus. Du trickst deinen Verstand also aus, wenn du deinen Wunsch visualisierst. Das Gewünschte ist durch das Bild vor deinem inneren Auge schon Realität. Du tust, „als ob“ du bereits am Ziel wärst. Fühle dich dabei sinnlich und emotional richtig in dieses Bild hinein: Spontan erfüllt dich in jeder Faser deines Körpers eine große Vorfreude – du bist jetzt motiviert, etwas zu tun, um deinen Wunsch zu erfüllen. Suche deshalb als Erstes gezielt ein positives Wunschbild. Nutze dabei nur Wunschformulierungen in der Gegenwart mit „Ich bin …“ und „Ich habe …“, um den Eindruck zu verstärken, dass die Wunscherfüllung schon eingetroffen ist: „Ich habe einen auf allen Ebenen erfüllenden Beruf.“ / „Ich bin in einer wundervollen Seelenpartnerschaft“. Suche innerlich Situationen, die du filmisch in dir ablaufen lässt: „Ich sitze begeistert im Kreis wertschätzender Kolleginnen und Kollegen.“ oder „In unserer Partnerschaft umarmen wir uns innig.“ Sofort hast du einen körperlichen und emotionalen Vorgeschmack, wie es sich anfühlt, wenn dein Wunsch sich erfüllt. Vermeide deshalb auch Formulierungen mit „Ich will …“ und „Ich möchte …“ – sonst stellst du dir ja nur vor, wie du weiterhin dasitzt und auf das Ziel wartest, unerfüllt – morgen „möchtest“ du ja immer noch. Halte außerdem bei der Formulierung deines Wunschbildes deine Aussage kurz und knapp. Schreibe dir diese Formulierung für dein Wunschbild auf.

Verwandle hinderliche Glaubenssätze in förderliche Affirmationen

Stößt du hierbei auf Hemmungen, deine eigenen Wünsche zuzulassen, dann mache dir bewusst, dass diese Hemmungen ursprünglich nicht zu dir gehören. Sie wurden dir beigebracht oder vorgelebt durch dein früheres Umfeld. Man nennt das auch „Konditionierung“: Durch Eltern, Verwandte, Nachbarn, Lehrer – Menschen, die dich in deiner Kindheit geprägt haben. Diese Menschen wussten es wahrscheinlich selbst nicht besser – sie haben dir ihre eigenen Grenzen mit auf deinen Weg gegeben. Die Überzeugungen anderer, die du aus dieser Zeit mitgenommen hast, sagen deinem Kopf noch heute, was du sollst, darfst und kannst. Du hast sie abgespeichert und tief verinnerlicht. Sie sind zu automatisierten Wahrheiten geworden, dir selbst verborgen und unbewusst. Du glaubst an sie und handelst nach ihnen, ohne dir ihren Ursprung klar zu machen. Sie sind zu deinen eigenen Glaubenssätzen geworden.
Um deine negativen Glaubenssätze dingfest zu machen, denke an einen Herzenswunsch und spüre, mit welchem hindernden Satz du dich selbst sabotierst: „Ja, aber ich kann das nicht.“ Darin liegt vielleicht eine Selbstdefinition: „Ich kann das nicht, weil ich unfähig dazu bin.“ Mach dir klar, dass das nicht deine Wahrheit ist, sondern eine Botschaft von Menschen, die nicht an dein Potenzial geglaubt haben, weil ihre eigene Prägung sie dafür blind gemacht hat. Aufgrund eigener Glaubenssätze konnten sie in sich und anderen nicht die individuellen Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung erkennen. Wiederhole die neuen Affirmationen am besten laut mit kraftvoller Stimme. Unterstütze akustisch durch deine Lieblingsmusik, die dir früher schon einmal Schaffenskraft gegeben hat – nutze die klassische positive Konditionierung aus deiner Vergangenheit. Sei beständig: Deine neuen Glaubenssätze brauchen laut Hirnforschung mindestens 21 Tage, bis du dich an sie gewöhnst.

Pierre Franckh gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. Als Speaker, Mentaltrainer und Motivationscoach ist er in der Wirtschaft tätig. Nach seinen Anweisungen haben hundert­tausende von Menschen ihr Leben zum Positiven ­verändert. www.pierre-franckh.de

Zum Weiterlesen: Pierre Franckh, Die Magie der Wünsche, Groh Verlag

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer bewusster leben Ausgabe 6/2022



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