Die Renaissance der Seifen

Im Einklang mit einem sich wandelnden Umweltbewusstsein ist die Seife zum neuen Eco-Superstar aufgestiegen. Die in zahlreichen Varianten erhältlichen Seifenstücke duften, schäumen fein und eignen sich sowohl zum Duschen als auch zum Haarewaschen.

Mit natürlichen Inhaltsstoffen, in neuen Designs und Farben und mit traditionellen Techniken hergestellt, erleben feste Seifenstücke eine wahre Renaissance. Die Rückkehr der duftenden Stücke, im Fachjargon Festseifen genannt, hängt nicht nur mit unserem veränderten Hygieneverhalten seit Corona oder dem neuen Nachhaltigkeitsgedanken zusammen, sondern auch damit, dass aus den Bädern zu Hause sogenannte Wellnesszonen wurden, in denen man das Erlebnis, ein Stück Seife unter einem warmen Wasserstrahl zwischen den Fingern wandern zu lassen, mit allen Sinnen genießt. Und das spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider. Laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) sind die Umsätze des Einzelhandels mit Seifen, Wasch- und Reinigungsprodukten im ersten Halbjahr 2020 deutlich gestiegen. Dabei griffen die Kunden besonders häufig bei Seifen und Syndets (Flüssigseifen) zu, deren Umsatz sich mit einer Steigerung von 86,4 Prozent nahezu verdoppelt hat. Es läuft also wie geschmiert für das fein verpackte Stück Luxus im Badezimmer.

Die „Urform der Körperpflege“

Seife ist eines der ältesten Naturprodukte und wurde bereits vor Tausenden von Jahren verwendet. Zunächst als Heilmittel eingesetzt, entwickelte sich Seife durch die Römer zu einem wohlriechenden Luxusprodukt. Die Erfindung der Seife in ihrer gegenwärtig bekannten Form wird jedoch auf das 7. Jahrhundert nach Christus datiert, als in Aleppo erstmals Olivenöl und Lauge verkocht wurden und es den Handwerkern der Region so gelang, die bis dahin gängige Schmierseife weiterzuentwickeln. Die Aleppo-Seife erlangte rasch Berühmtheit und eroberte schnell auch andere Gegenden. Außer der Aleppo-Seife gibt es aber auch noch viele andere Varianten zu entdecken.

Judith Lorenzon

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 1/2021

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